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Österreich: Rinder leiden bei Bauer in Anbindehaltung

Über das Whistleblower-Formular erreichten uns von PETA Deutschland Anfang Oktober 2021 Bilder von einem Betrieb in Österreich: Die Bilder zeigen teils junge Rinder, die in der tierquälerischen Anbindehaltung leiden. Die Schwänze der Jungtier sind ebenfalls angebunden. Wir haben Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

Was ist Anbindehaltung und warum ist sie Tierquälerei?

Vor allem kleine und mittlere Betriebe betreiben die Anbindehaltung bei Rindern. Bei dieser Haltungsform sind die Rinder mit Ketten oder anderen Vorrichtungen am Hals festgebunden und können sich nicht einmal umdrehen – so müssen die Tiere teilweise jahrelang an einem Platz ausharren.

Bei den Rindern führt diese Haltungsform durch die andauernde Entbehrung zu seelischen und körperlichen Krankheiten wie Liegeschwielen, entzündeten Gelenken, Depressionen und Lahmheit.

Kühe leiden unter tierquälerischer Anbindehaltung

Wandernde meldeten uns die tierquälerische Haltung Mitte Oktober. Durch eine offene Scheunentür hatten sie die völlig kotverdreckten Rinder an Eisenketten angebunden gesehen und dokumentierten das Tierleid mit Bildern. Neben kotverdreckten, harten Böden waren die Schwänze der Tiere angebunden, damit sich die Tiere in der beengten Haltung nicht noch schmutziger machen.

Kuehe im kotverdreckten Stall

Bio-Siegel sagt nichts über Tierleid aus – PETA erstattet Anzeige

An der Stalltüre hingen gut sichtbar Schilder der beiden Bio-Siegel „ARGE Heumilch“ und der „Sennerei Hatzenstädt“. Wir haben beide Vereinigungen angeschrieben und einen sofortigen Stopp der Milchabnahme von diesem Betrieb gefordert. Beide Unternehmen distanzieren sich von diesem Betrieb, da dieser seit mehreren Jahren keine sogenannten Milchkühe mehr hält. Die Siegel müssen nun vom Stall entfernt werden.

Ob die damaligen Kühe ebenfalls in der saisonalen Anbindehaltung, also zumindest über die langen Wintermonate angebunden leben mussten, ist unklar. Dies zeigt dennoch, dass sogenannte Tierwohllabel die Tiere nicht vor einem entbehrungsreichen Leben schützen, sondern vielmehr Verbraucher:innen ein gutes Gewissen beim Kauf von Fleisch, Milch und Eiern machen sollen.

Haltungsform sogenannter Milchkuehe

Wir haben aufgrund der zwar legalen, aber massiv tierquälerischen Anbindehaltung Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck erstattet sowie den Betrieb beim zuständigen Veterinäramt gemeldet.

Vegan werden mit dem Veganstart-Programm

Ganz gleich, ob Anbindehaltung, Laufstall oder Weide: Milch und Fleisch bedeuten immer Tierleid und den Tod für Rinder und Kälber. Wechseln Sie daher zur veganen Ernährung und genießen Sie die Vielzahl an leckeren und gesunden pflanzlichen Produkten.

Unser kostenloses und unverbindliches Veganstart-Programm unterstützt Sie mit nützlichen Informationen und Tipps beim Umstieg in ein tierleidfreies Leben.