DRINGEND: Uns läuft die Zeit davon – Tierversuche in Europa beenden

Pferdetrainer und Profi-Reiter posieren lachend auf totem Pferd

Gleich zwei erschreckende Fälle von Tiermisshandlung im Pferdesport gehen seit Anfang März 2021 durch die sozialen Medien: Ein Foto zeigt den irischen Galopptrainer Gordon Elliot, der auf einem toten Pferd sitzt, telefoniert und grinsend mit Peace-Zeichen für die Kamera posiert. Nicht weniger makaber ist das Video des irischen Profi-Jockeys Rob James, der sich unter dem Gelächter seiner Freunde auf ein totes Pferd setzt und so tut, als würde er auf dem Leichnam reiten. In beiden Fällen, die bereits etwas älter sind, seien die Pferde an Herzversagen gestorben, bevor ihre Körper auf respektlose und sogar verachtende Weise zur Belustigung missbraucht wurden. [1]

Galopptrainer wird für ein Jahr gesperrt

Elliot, der nicht nur Pferde für den grausamen Pferdesport trainiert, sondern auch selbst an umstrittenen Hindernisrennen wie dem Grand National teilnimmt, wurde nun von der Irischen sowie der Britischen Pferdesportgesellschaft (BAH/IHRB) gesperrt. [2] Als Grund wurde der Mangel an Respekt dem Pferd gegenüber genannt. Elliot wird die Trainerlizenz für zwölf Monate entzogen, sechs davon auf Bewährung. Zudem musste er eine Strafe von 15.000 Euro zahlen. [3]

Auch Jockey James drohen Konsequenzen für sein tierverachtendes Verhalten: Das Irish Horseracing Regulatory Board (IHRB) teilte am 2. März auf Twitter mit, dass der Fall untersucht wird. [4]

Unglaubwürdige Entschuldigungen zeigen Respektlosigkeit gegenüber den Tieren

Beide Reiter haben sich in einem offiziellen Statement für ihr Verhalten entschuldigt. So teilte James den Medien mit, dass es sich bei dem Pferd um eine fünfjährige Stute handelte, die 2016 beim Training einen Herzstillstand erlitt, und entschuldigte sich für den „Schaden“, den er verursacht hat. [5] Elliot versuchte sich in seinem Statement zu erklären und behauptete, das Foto würde ihn in einem falschen Licht darstellen. Er berichtete, das Pferd sei 2019 im Galopp an einem Herzinfarkt gestorben und er habe sich um das Tier kümmern wollen. Ein eingehender Anruf habe ihn überrascht, sodass er sich ohne nachzudenken auf den Leichnam setzte und telefonierte. Das Peace-Zeichen sei lediglich ein Signal für sein Team gewesen, dass er gleich fertig sei. [6] „Pferde sind mein Leben und ich liebe sie“, fügte er hinzu. [1] Eine unglaubwürdige Erklärung, wenn man das Foto betrachtet, auf dem Elliot sogar lacht und nicht den Eindruck macht, unter Stress oder Druck zu stehen. Niemand, der ein Tier liebt, würde sich auf dessen leblosen Körper setzen.

Grausame Bilder keine Seltenheit im Pferdesport

Bilder wie diese machen erneut deutlich, wie skrupellos im Pferdesport mit fühlenden Lebewesen umgegangen wird. Die Pferde werden als Sportgerät missbraucht und Unfälle, Stürze, Verletzungen und der Tod der Tiere werden billigend in Kauf genommen. Das Verhalten der Profi-Reiter zeigt, wie „normal“ es im Pferdesport ist, dass auch junge Tiere sterben, weil sie bis ans Ende ihrer Kräfte vorangetrieben wurden. Immer wieder stürzen Pferde mitten im Turnier oder Rennen und werden noch vor Ort eingeschläfert. Manche sterben an einem Aortenabriss, weil ihre Körper den hohen Belastungen nicht standhalten.

Totes Pferd auf Rennbahn
Dieses Pferd starb qualvoll auf der Rennbahn Mannheim.

So starb im Mai 2019 das Pferd Voyage King bei einem Pferderennen in Hongkong, nachdem es sich die Vorderfessel zerschmetterte. Bereits vor dem Rennen wurde bei ihm Arthrose festgestellt – Voyage King musste dennoch antreten. Im August 2019 riss dem Hengst Balougraf ESC bei einem Springturnier in Bergisch Gladbach die Hauptschlagader und er starb qualvoll auf dem Turnierplatz. Und erst kürzlich prügelte der Springreiter Kevin Lemke während eines Turniers brutal auf sein Pferd ein, weil es ein Hindernis verweigerte.

Unterschreiben Sie unsere Petition gegen Pferderennen

Allein 2019 starben zehn Pferde auf deutschen Rennbahnen. Seit 2015 waren es 50 Pferde, die bei einem Pferderennen zu Tode kamen. Dieser grausame „Sport“ und das enorme Tierleid, was damit verbunden ist, müssen endlich gestoppt werden. Pferde sind keine Sportgeräte, sie haben als fühlende Lebewesen genauso unseren Respekt verdient wie alle anderen Tiere.

Helfen Sie den Pferden, indem Sie unsere Petition für die Abschaffung der Pferderennen unterschreiben.