„Nochmal!“: Polizisten schlagen Hund in der Ausbildung

Grausame Szenen einer sogenannten Polizeihundeausbildung aus Leipzig kursieren derzeit im Internet. Während des Trainings, bei dem der „Polizeihund“ eine Person angreifen soll, eskaliert die Situation. Die für den Hund zuständige Polizistin schlägt mehrmals mit einer Gerte auf den Hund ein, obwohl dies verboten ist. Immer wieder wird sie durch den leitenden Ausbilder der Polizei Chemnitz ermuntert, weiterzumachen.

„Mach druff jetzt auf das Vieh“,

brüllt der Ausbilder aus dem Hintergrund.

Verfahren eingestellt

Aufgrund der grauenvollen Aufnahmen wurde die Ausbildungsmethode in der Polizeidirektion zwar untersagt und eine dienstrechtliche Prüfung eingeleitet. Das Verfahren wurde jedoch vergangene Woche eingestellt, da die Staatsanwaltschaft keine strafrechtliche Relevanz im Sinne des Tierschutzgesetzes sah.

Gewalt in der Polizeihundeausbildung keine Seltenheit

Das Scharfmachen sogenannter Polizeihunde basiert auch heutzutage noch „standardmäßig“ auf der Anwendung von Zwang und Gewalt.

Viele Vierbeiner, die für den Dienst des Menschen eingesetzt werden, leben auch heute noch außerhalb des Trainings und außerhalb des Einsatzes in kargen Zwingern. PETA erreichen hierzu regelmäßig Whistleblower-Meldungen, in denen eine solche Zwingerhaltung keine Seltenheit ist. Oftmals hängt es von der Art der „Verwendung“ ab, ob ein sogenannter Polizeihund ein soziales Leben führen darf oder ein Leben in einem Zwinger fristen muss. Obwohl Hunde als soziale Lebewesen dringend auf den Kontakt mit anderen Hunden und auch Menschen angewiesen sind.

Diese grausame Ausbildung muss gestoppt werden!

Hunde sind nicht dafür da, um gefährliche Polizeiarbeit zu leisten, abgerichtet, als Waffe oder Drohmittel missbraucht und auf Personen gehetzt zu werden. Denn: Immer wieder werden die Hunde dabei auch verletzt.

Bitte helfen Sie mit, damit künftig kein Hund mehr für die Polizeiarbeit missbraucht wird, und wenden Sie sich an den sächsischen Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller mit der Forderung, disziplinarische Maßnahmen für die an der Tierquälerei beteiligten Personen einzuleiten sowie den Einsatz von Hunden für Polizeizwecke grundsätzlich zu beenden.

Kontakt des Innenministers: [email protected]

Möglicher Mustertext:

Sehr geehrter Herr Staatsminister,

 

die Misshandlung eines Hundes im Rahmen der polizeilichen Hundeausbildung in Leipzig im vergangenen Jahr hat mich zutiefst schockiert. Hunde sind nicht dafür da, um gefährliche Polizeiarbeit zu leisten, abgerichtet, als Waffe oder Drohmittel missbraucht und auf Personen gehetzt zu werden. Daher wende ich mich an Sie mit der dringenden Bitte, zum einem disziplinarische Maßnahmen gegen die an der Tierquälerei beteiligten Personen einzuleiten und zum anderen die Nutzung von Hunden für polizeiliche Zwecke grundsätzlich zu beenden. Immer wieder werden auch Hunde im Einsatz verletzt, doch anders als die Polizisten können Sie es sich nicht aussuchen, ob sie diese Arbeit verrichten.

 

Mit freundlichen Grüßen [Ihr Name]