TIERVERSUCHE IN EUROPA BEENDEN. JETZT UNTERSCHREIBEN!

Erfolg: Grausame Versuche an Ratten und Fischen verhindert!

Das Team internationaler PETA-Wissenschaftler:innen lieferte Ende 2021 schlagende Beweise, die dazu beitrugen, grausame und völlig unnötige Versuche an mindestens 505 Tieren zu verhindern.

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) bestand darauf, dass eine Substanz, die in Wasch- und Reinigungsmitteln zum Einsatz kommt, im Rahmen der REACH-Verordnung an Tieren getestet werden sollte. Dabei waren die geforderten grausamen Versuche an Ratten und Fischen noch nicht einmal rechtlich vorgeschrieben!

Für das PETA Science Consortium International e.V. (PSCI) war klar: Hier musste etwas passieren. Das Konsortium unterstützte deshalb ein Widerspruchsverfahren gegen die geforderten Tests, das von den Produktionsfirmen BASF Colors & Effects GmbH und BASF SE eingeleitet wurde.

Worum sollte es bei den Versuchen gehen?

Bereit für ein bisschen Wissenschaft? Die zwei von der ECHA verlangten Tests hätten wie folgt ausgesehen:

Genotoxizitäts-Studie

Dieser Test soll zeigen, ob eine Chemikalie Mutationen oder andere Veränderungen im Erbgut des menschlichen Körpers hervorrufen kann. Dafür wäre Ratten über einen Zeitraum von 28 Tagen eine toxische Substanz verabreicht worden, die in Wasch- und Reinigungsmitteln genutzt wird. 28 Tage lang hätten die in einem Labor eingesperrten Ratten schrecklich gelitten. Danach hätte man sie getötet und seziert. Einigen Ratten wäre im Rahmen des Versuchs auch eine Substanz verabreicht worden, die DNA-Schäden verursacht und so zu Krebs führen kann.

Sezierung einer Ratte

Langzeit-Toxizitätsstudie an Fischen

Hierbei handelt es sich um einen Ökotoxizitätstest, mit dem die Auswirkungen einer Chemikalie auf Umwelt und Wildtiere ermittelt werden sollen. Die Testsubstanz wäre über mehrere Tage in Wasserbecken voller Fischembryonen eingeleitet worden und dann wäre das Wachstum und die Entwicklung der Embryonen untersucht worden. Je nach eingesetzter Fischspezies wären die Tests 28 bis 60 Tage nach dem Schlüpfen aus dem Laich weitergelaufen. Doch die Fische hätten niemals aufwachsen und frei leben dürfen: Sie wären im Labor eingesperrt, als Testobjekt einer Kontroll- oder Dosierungsgruppe missbraucht und schlussendlich getötet worden.

Insgesamt hätten mindestens 505 lebende Wirbeltiere unter diesen qualvollen Vorgängen im Labor gelitten.

Wie hat das PETA-Wissenschaftskonsortium die Versuche verhindert?

Dazu zunächst noch eine Erklärung: Die EU-Tierversuchsverordnung REACH verlangt für Substanzen, die in größeren Mengen produziert werden, umfangreiche Informationen über ihre Giftigkeit. Mehr Daten bedeuten mehr Versuche – und die werden oft an Tieren durchgeführt.

Mit Unterstützung des PETA-Wissenschaftsteams wurde in dem Widerspruch nun argumentiert, dass die zu testende Substanz aktuell nicht mehr in entsprechend großen Mengen hergestellt wird. Deshalb hätte es den geforderten Versuchen an einer rechtlichen Grundlage gefehlt.

Das Team konnte durch die Bereitstellung weiterer Beweise für eine korrekte Interpretation der Verordnung dazu beitragen, dass die Beschwerde erfolgreich war – doch nicht nur das. Diese Entscheidung bedeutet auch, dass die ECHA ihre Arbeitsweise ändern muss, wenn sie solche Beschwerden in Zukunft vermeiden will.

Banner. Buergerinitiative gegen Tierversuche

Tierversuche sind grausam und unnötig

Wussten Sie, dass es auch aus wissenschaftlicher Sicht besser ist, nicht an Tieren zu testen? Denn in Tierversuchen zur Chemikaliensicherheit wird untersucht, welche Auswirkungen große Mengen einer einzelnen Substanz auf ein kleines Tier mit kurzer Lebenserwartung haben. Es ist damit schlichtweg unmöglich, die langfristigen Auswirkungen einer Mischung verschiedener niedrigdosierter Chemikalien auf den Menschen vorherzusagen. Entscheidungen für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt basierend auf solchen Ergebnissen zu treffen, macht schlichtweg keinen Sinn.

Helfen Sie uns, noch mehr Tierversuche zu verhindern

Es braucht ein zielgerichtetes, strategisches Vorgehen, um Tierversuche endlich zu beenden und so den Weg frei zu machen für moderne Forschung.

Als EU-Bürger:in ist dazu JETZT Ihre Stimme gefragt: Helfen Sie uns, eine Million Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative zu sammeln. Bitten Sie die EU-Kommission, sich EU-weit für einen Ausstieg aus Tierversuchen einzusetzen und Tiere vor grausamen Kosmetik- und Chemikalientests zu bewahren: