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Von wegen Artenschutz: Zoos wollen „überzählige“ Gorillas töten

Gorilla im Zoogehege Duisburger Zoo
Symbolbild

Der europäische Zoo-Dachverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) zieht die Möglichkeit in Betracht, „überzählige“ Gorillas in Zoos töten zu lassen, obwohl diese in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. Laut internen Dokumenten des Verbandes gibt es zu wenig Platz für die männlichen Westlichen Flachland-Gorillas. [1, 2]

Diese Tötungspläne zeigen erneut, dass Zoos keinen Artenschutz betreiben und die Menschenaffen auswildern, sondern nur für eigene Zwecke züchten – und töten, wenn sie zu viel Platz brauchen. Helfen Sie uns, die sinnlose Zucht und Gefangenhaltung von Menschenaffen in Zoos zu verbieten!

Menschenaffen Kampagne Banner

Männliche Gorillas sollen getötet werden

Westliche Flachland-Gorillas leben in freier Wildbahn in Haremsgruppen, die aus einem Gorilla-Mann mit mehreren Gorilla-Frauen und ihrem Nachwuchs bestehen. Wenn die jungen Gorilla-Männer erwachsen werden, verlassen sie die Gruppe, um eine eigene zu gründen. Dies ist in Zoo-Gefangenschaft nicht möglich.

Aktuell leben 463 Gorillas in den 69 Mitgliedzoos des Dachverbandes EAZA – 212 davon sind männlich. Laut den Papieren des Verbandes können die „unerwünschten“ Gorillas kastriert oder getötet werden, um die von den zoologischen Einrichtungen selbst geschaffene „Überpopulation“ zu regulieren. Empfohlen wird jedoch die Tötung, da sie aus „biologischer Sicht“ das beste Mittel sei. [2]

„Diese Überlegungen zeigen wieder einmal, dass die Zucht und Gefangenschaft von Menschenaffen in zoologischen Einrichtungen nichts mit Artenschutz zu tun hat, sondern nur ein Vorwand ist für die Zurschaustellung der Tiere sind. Auswilderungen sind so gut wie unmöglich, da es nicht genügend Lebensraum gibt und die in Zoo-Gefangenschaft geborenen und oftmals verhaltensgestörten Tiere kaum in der Lage wären, eigenständig in der Natur zu überleben. Ungeachtet der Konsequenzen treiben Zoos die Zucht in Gefangenschaft immer weiter voran.“

Dr. Yvonne Würz, PETA Deutschland

Zoos töten immer wieder Tiere

Es ist leider keine Seltenheit, dass Zoos sogenannte Überschusstiere töten, weil sie zu wenig Platz haben – auch deutsche Zoos. So werden Tiere wie Przewalski-Pferde oder Banteng-Rinder regelmäßig getötet und an andere Tiere verfüttert, weil kein Platz für sie da ist. [3] Dennoch werden weiterhin Tiere gezüchtet, da Tierkinder als Besuchermagneten gelten und mehr Geld in die Kasse spülen.

Die EAZA-Dokumente weisen darauf hin, dass mögliche Tötungen von Menschenaffen als besonders kontrovers gelten, da „es leicht ist, sich in sie einzufühlen“. [1] Dass sich die Entrüstung um die Tötung auf bestimmte beliebte Tierarten oder einzelne Individuen – wie etwa Löwe Subali im Nürnberger Tiergarten – konzentriert, zeigt zudem deutlich den vorherrschenden Speziesismus in unserer Gesellschaft. Ein Rind hat es ebenso wie ein Gorilla verdient, in Frieden zu leben. Kein Tier sollte gezüchtet und getötet werden, weil es dem Menschen nutzt.

Gorilla liegt im Gras
Bei Tierarten wie Gorillas, die in Haremsgruppen leben, gibt es in Zoos häufig nicht genug Platz für die Nachzuchten.

Menschenaffen raus aus Zoos – helfen Sie jetzt!

Menschenaffen leiden so sehr in Gefangenschaft, dass sie häufig psychisch krank werden. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Zucht von Menschenaffen und die Gefangenschaft unserer nächsten Verwandten in Zoos schnellstmöglich beendet wird. Unterschreiben Sie bitte unsere Petition für ein Ende der Menschenaffenhaltung!