Pharmaunternehmen verweigert Durchführung von Tierversuchen!

Tierversuche bei einem Beagle

Das Pharmaunternehmen Vanda Pharmaceuticals Inc. hat deutlich Stellung gegen Tierquälerei bezogen und sich geweigert, Tierversuche an Hunden durchzuführen. Noch dazu stellte das Unternehmen einen Strafantrag gegen die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten (FDA) – denn diese hatte Vanda zu den grausamen und tödlichen Tests zwingen wollen.
Neun Monate lang hätte das Pharmaunternehmen auf Drängen der FDA Hunde mit einem Versuchsmedikament namens Tradipitant vergiften sollen. Vanda weigerte sich mit der Begründung, die Versuche seien sowohl ethisch nicht vertretbar als auch wissenschaftlich unnötig. Das Unternehmen verwies auf zahlreiche bereits vorhandene Informationen, u. a. klinische Versuchsreihen an Menschen, und argumentierte, weitere klinische Versuche seien risikofrei und sicher für die Probanden.

Aufruf an andere Pharmaunternehmen

Zusätzlich veröffentlichte Vanda Pharmaceuticals Inc. einen offenen Brief, der auch andere Pharmaunternehmen dazu auffordert, die FDA zu drängen, ihre „überholte Politik zu überdenken und zu überarbeiten“.

Tierversuche verursachen nicht nur unvorstellbares Leid, sie stehen auch der Entwicklung neuer Medikamente im Weg. Die amerikanischen National Institutes of Health geben an, dass ganze 95 Prozent aller Medikamente, die sich im Tierversuch als sicher und effektiv erweisen, in Versuchsreihen an Menschen durchfallen. Deshalb fördert PETA seit Jahrzehnten die Entwicklung und Validierung tierfreier Testmethoden. Regelmäßig arbeiten wir mit Partnern in der Industrie und mit Regulierungsbehörden zusammen, damit diese Versuchsmethoden auch durchgesetzt werden.

Vanda Pharmaceuticals Inc. gibt in seinem Strafantrag zu bedenken, dass die Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten (EPA) mittlerweile keine jahrelangen Toxizitätstests an Hunden für Chemikalien mehr verlangt. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von PETA hatten zu diesem Schritt beigetragen. Tausende Hunde in den USA, in Kanada, der EU, in Japan und Südkorea blieben so verschont.

„Diese Tierstudien bieten grundsätzlich kaum einen Mehrwert, bedeuten aber, dass Tiere ohne triftigen Grund getötet werden. Sie sollten nur in fallbezogenen Ausnahmen gefordert werden, wo dies wissenschaftlich gerechtfertigt ist“, so Vanda Pharmaceuticals Inc. in dem Statement.

PETA unterstützt die Bemühungen von Vanda Pharmaceuticals Inc., sich aktiv für die Modernisierung der FDA-Testvorgaben einzusetzen. Wir hoffen, andere Unternehmen werden sich diesem Bestreben anschließen.

Was Sie tun können

Setzen Sie ein Zeichen gegen Tierversuche, indem Sie Hersteller tierversuchsfreier Kosmetik und Haushaltsmittel unterstützen. Mit Ihrer Unterschrift können Sie zudem die zuständige Ministerin zu einer gerechteren finanziellen Förderung von Alternativmethoden zu Tierversuchen auffordern!



Quellen
Vanda (2019): Vanda Pharmaceuticals Takes a Stand Against Unnecessary Animal Research: http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=196233&p=RssLanding&cat=news&id=2386237 Internetquelle aufgerufen am 15.02.2019.

Pharmaceutical Manufacturing (2019): Vanda sues FDA over mandate to test drug on dogs: https://www.pharmamanufacturing.com/industrynews/2019/vanda-sues-fda-over-mandate-to-test-drug-on-dogs/ Internetquelle aufgerufen am 15.02.2019.

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