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Eintracht Frankfurt soll Adler Attila in Rente schicken

Eintracht Frankfurt ist neben dem 1. FC Köln der einzige deutsche Bundesligaverein, der noch immer ein lebendes Tier als Maskottchen missbraucht. Während beim Köllner Verein ein Ziegenbock auf das Spielfeld geführt wird, stellt Eintracht Frankfurt bei seinen Spielen Adler Attila zur Schau – eine enorm stressige Erfahrung für das Tier. Es wird Zeit, dass diese tierquälerische „Tradition“ abgeschafft wird!

Adler gehören nicht in Fußballstadien

Seit 2006 wird der 18-jährige Steinadler Attila bei Heimspielen der Eintracht Frankfurt in die Fußballstadien mitgeschleift. Zahlreiche Fans haben sich aus Tierschutzgründen bereits beschwert, denn im Stadion ist der Greifvogel großem Stress ausgesetzt: Eine lautstarke Kulisse, Menschenmassen und häufige Transporte sind eine Zumutung für das sensible Wildtier.

In freier Wildbahn umfasst das Revier eines Steinadlers häufig eine Fläche von 50 Quadratkilometern, die sie täglich durchfliegen. Auch leben die Tiere in monogamen Partnerschaften. Attila bleiben all diese natürlichen Verhaltensweisen verwehrt.

Tierquälerei darf keine Tradition sein!

Wir von PETA Deutschland haben uns im Dezember 2022 an den Vorstand des Fußballvereins mit der Bitte gewandt, Attila in Rente zu schicken und stattdessen auf tierfreundliche Alternativen zu setzen. So könnte eine spektakuläre Lasershow mit einem 3-D Adler-Hologramm für Stimmung bei den Fans sorgen – oder klassisch ein kostümierter Mensch. Bisher haben wir vom Verein noch keine Antwort erhalten.

„Den Adler regelmäßig ins Stadion zu bringen und angebunden vorzuführen, ist kein artgerechter Umgang mit einem Greifvogel. Wir hoffen, dass ihm der Stress schon beim kommenden Heimspiel gegen Schalke erspart bleibt. Circus Roncalli beispielsweise hat lebende Tiere durch eine spektakuläre 3-D Elefantenshow ersetzt und damit die Zuschauer begeistert. Diesem wegweisenden Beispiel sollte die Eintracht folgen, denn ein leidender Vogel ist kein geeigneter Glücksbringer.“

Peter Höffken, PETA Deutschland

Falknerei: Das Leid der Greifvögel

Greifvögel sind sensible und hochintelligente Wildtiere. Die Haltung in einer Falknerei bedeutet für sie große Entbehrungen und Leid. Meist sind die Tiere stunden- oder gar tagelang angebunden, sodass sie nicht fliegen können – ihr natürlichster Bewegungsdrang. Wenn sie versuchen zu fliegen, werden sie von einer kurzen Lederschnur von lediglich 1-2 Metern zurückgerissen.

Falke greift nach einer Beute
Greifvögel werden als Waffe missbraucht und auf andere Wildtiere gehetzt.

Laut der Gesetzgebung in Deutschland reicht es bereits, wenn die Tiere nur jeden zweiten Tag fliegen dürfen. [1] Ein artgerechtes Leben bleibt den Vögeln somit verwehrt.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keine Spiele von Eintracht Frankfurt, solange Adler Attila in den Stadien vorgeführt wird. Fordern Sie den Verein zudem auf, das Tier in Rente zu schicken und auf eine tierfreundliche Alternative zu setzen.