Beagle aus dem Labor retten: Helfen Sie Hunden in Tierversuchslaboren!

In deutschen Versuchslaboren werden nicht nur Mäuse, Ratten und Kaninchen für grausame Versuche missbraucht. Auch Tausende Hunde werden in Experimenten gequält, vor allem gutmütige Beagle. Nach oftmals jahrelangem Leid und qualvollen Untersuchungen sind die meisten Tiere physisch und psychisch stark geschädigt. Nur in den wenigsten Fällen verlassen Tiere ein Versuchslabor lebend – doch wenn sie es tun, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen und haben ein glückliches, dauerhaftes Zuhause verdient.

Hunde werden in Laboren vergiftet, gelähmt und misshandelt

Die Grausamkeiten, die Hunden in Versuchslaboren angetan werden, kennen keine Grenzen. Oft werden die Tiere in Giftigkeitstests eingesetzt, die ermitteln sollen, ab welcher Dosis ein Stoff toxisch wirkt. Diese Versuche werden beispielsweise für Chemikalien, Medikamente oder Mittel gegen Zecken und Flöhe durchgeführt. Letztere werden zusätzlich in sogenannten Wirksamkeitstests geprüft, in denen Hunde absichtlich mit Flöhen oder Zecken in Kontakt gebracht werden, um einen mehrmonatigen Befall herbeizuführen. Zu den dadurch ausgelösten Schmerzen kommen Nebenwirkungen der Chemikalien wie Erbrechen oder Durchfall. In anderen Versuchslaboren werden Hunden gezielt lähmende Muskelerkrankungen angezüchtet, um dann an den Tieren experimentieren zu können. Die kranken Hunde können nur unter großer Anstrengung gehen, schlucken und atmen.

Besonders Beagle werden häufig in Versuchen eingesetzt – denn ausgerechnet ihr freundliches und verträgliches Wesen wird den Hunden zum Verhängnis. Nach Ansicht der Experimentatoren eignet sich die gutmütige Hunderasse besonders gut, um in enge Käfige gesperrt und in Versuchen misshandelt zu werden, denn die Tiere wehren sich meist nicht.

Tierversuche an Beaglen
Welche Qualen ein Tier in einem Labor durchleiden muss, übersteigt meist unsere Vorstellungskraft.

Hunde aus dem Labor adoptieren: eine besondere Aufgabe

Glücklicherweise gibt es Menschen, die Hunden aus Versuchslaboren ein Zuhause schenken. Sie wollen den Tieren endlich die Liebe und Geborgenheit zukommen lassen, die sie ihr ganzes Leben schmerzlich vermisst haben. Allerdings sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, dass die Aufnahme dieser misshandelten Hunde eine besondere Herausforderung darstellt. Oftmals kennen die Tiere kein normales Leben und haben massive Traumata erlitten. Die Hunde kommen regelrecht aus Isolationshaft: Sie kennen von Geburt an nichts anderes als ihren Käfig oder den Raum im Labor und müssen alles neu erlernen – angefangen bei der Stubenreinheit bis hin zum Laufen auf Gras. Man sollte darauf vorbereitet sein, dass der Hund zunächst verängstigt ist und Neues ihn erst einmal verunsichert, beispielsweise der Kontakt zu anderen Hunden, das Laufen an der Leine oder das Essen im Beisein des menschlichen Freundes.

Bis sich ein Hund wohler fühlt und selbstbewusster wird, braucht es mitunter einige Zeit. Beagle Louie beispielsweise hielt sich in seinem neuen Zuhause wochenlang ausschließlich auf seinem Platz auf und traute sich kaum aus seiner Ecke hervor. Er brauchte einfach nur Zeit, bis er schließlich schwanzwedelnd und aufrecht durch sein Zuhause laufen konnte.

Hund „Louie“ wurde für Tierversuche missbraucht. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren hat er das Leid überlebt. 

Vermittlung von Beagle und anderen Hunden aus Laboren

Für die Vermittlung von Hunden aus Tierversuchslaboren gibt es verschiedene Plattformen, z. B. die Laborbeaglehilfe oder den Laborbeagleverein. Die meisten seriösen Institutionen erheben für die Vermittlung eine Schutzgebühr. Mit einer Überprüfung des neuen Zuhauses, ausführlichen Gesprächen und gegebenenfalls Nachkontrollen wird sichergestellt, dass es dem Hund bei seiner neuen Familie gut gehen wird und sich alle Familienmitglieder mit dem neuen Mitbewohner verstehen. Einige Plattformen bieten zusätzlich Foren, in denen man sich Rat holen kann, Ansprechpartner findet und sich mit anderen austauschen kann. Auch Tierheime vermitteln teilweise Hunde aus Versuchslaboren – hier lohnt es sich, lokale Vereine zu kontaktieren. 

Wer ein anderes Tier als einen Hund aus einem Labor aufnehmen möchte, der kann sich auf Vermittlungsplattformen für Katzen, Ratten, Kaninchen oder Meerschweinchen informieren. Denn schließlich hat jedes Tier ein Leben in artgerechter Umgebung ohne Angst und Leid verdient.  

Diese Katze entkam einem Leben im Tierversuchslabor.

Was Sie außerdem tun können

Auch wenn Sie kein Tier aus einem Labor aufnehmen möchten, können Sie Tieren helfen, indem Sie keine Produkte kaufen, die an Tieren getestet wurden. Kaufen Sie nur Tiernahrung, Haushaltsmittel, Kosmetik und Lebensmittel, für die kein Tier im Labor leiden musste.

Auf unserer Liste tierversuchsfreier Kosmetik finden Sie viele Kosmetikhersteller, die PETA Deutschland schriftlich versichert haben, weltweit keinerlei Tierversuche für ihre Produkte oder deren Inhaltsstoffe durchzuführen, durchführen zu lassen oder in Kauf zu nehmen.