Entzug, Isolation und Leid: Das Leben der Tiere im Versuchslabor

Stellen Sie sich vor, in einem kleinen Raum eingeschlossen zu sein, ohne jegliche Kontrolle über Ihr Leben zu haben. Sie können sich nicht aussuchen, was und wann Sie essen, wie Sie Ihre Zeit verbringen, ob Sie einen Partner und Kinder haben und wenn ja, wer dieser Partner sein wird. Sie können noch nicht einmal entscheiden, wann das Licht ein- und ausgeschaltet wird. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihr ganzes Leben so verbringen, obwohl Sie kein Verbrechen begangen haben.

So müssen Tiere im Versuchslabor leben

Denken Sie an all die speziellen Bedürfnisse der Tiere, die in Laboren eingesperrt sind. Affen beispielsweise sind in ihrer natürlichen Umgebung nie von ihren Familien und ihrer Gruppe getrennt und verbringen täglich Stunden mit der gegenseitigen Körperpflege. Im Labor hingegen werden sie oft einzeln eingesperrt, haben keine Familie, keinen Partner, pflegen sich nicht gegenseitig. Dort gibt es nichts als kalte Metallkäfige, Angst und jahrelange Einsamkeit, die bei vielen Tieren Depressionen auslöst und sie letztendlich in den Wahnsinn treibt.

Ratten und Mäuse können im Labor nicht graben, oftmals können sie sich nicht einmal verstecken. Hunde und Katzen haben keine Bewegungsmöglichkeiten, erfahren weder Liebe noch das Familienleben, nach dem sie sich sehnen. Kaninchen haben nicht genug Platz, um zu springen und zu buddeln. Schweine können nicht im Boden wühlen oder Nester bauen. Selbst wenn ihre Käfige sauber sind – und das ist nicht immer der Fall –, wird den Tieren nahezu jedes natürliche Verhalten verwehrt.

Qual, Folter und Tod in Tierversuchen

Zusätzlich zu all diesen Entbehrungen müssen die Tiere grausame Versuche ertragen. Sie werden mit Krankheiten infiziert, mit denen sie normalerweise nie in Berührung kommen würden. Dadurch entwickeln winzige Mäuse Tumore so groß wie ihr ganzer Körper, Babykatzen werden taub gemacht, Ratten müssen Krampfanfälle durchstehen. Die Experimentatoren zwangsverabreichen den Tieren Chemikalien, führen wiederholt Operationen an ihnen durch, pflanzen ihnen Drähte ins Gehirn, zertrümmern ihr Rückgrat und vieles mehr.  

Stellen Sie sich vor, wie es sich anfühlen muss, all dies zu erleiden und dann – oft ohne ausreichende Schmerzmittel – in einen Käfig zurückgeworfen zu werden. Videoaufnahmen aus Versuchslaboren zeigen, dass Tiere oft im hintersten Eck ihres Käfigs kauern, wenn jemand vorbeigeht. Sie wissen nicht, ob sie ihrer Gefängniszelle für eine Spritze, eine Blutentnahme, eine schmerzhafte Prozedur oder eine Operation entrissen oder sogar getötet werden. Häufig müssen Tiere mit ansehen, wie andere vor ihren Augen umgebracht werden. Es gibt keine glücklichen Tiere in Versuchslaboren.
 

Was Sie tun können

  • Kaufen Sie keine Produkte von Firmen, die Tierversuche durchführen, in Auftrag geben oder in Kauf nehmen. Auf unseren Listen finden Sie tierversuchsfreie Kosmetik und Haushaltsmittel.
  • Informieren Sie Ihre Freunde und Familie über die Grausamkeit der Tierversuche.