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Tierquälerei auf dem Hundeplatz: Systematischer Einsatz von Stromstößen?

PETA-Ermittler dokumentieren die Verwendung gesetzlich verbotener Teletaktgeräte

Stand Oktober 2013
Im Sommer 2013 dokumentierten Ermittler von PETA Deutschland e.V. in einer verdeckten Recherche die Verwendung von Teletaktgeräten auf verschiedenen Hundeplätzen – ein gefährliches Vorhaben unter Menschen, die ihre Hunde auch zu Beißmaschinen ausbilden wollen. Gesetzesverstöße gehören dabei eindeutig zum Alltag, denn der Einsatz von Teletaktgeräten zur Hundeerziehung ist laut Tierschutzgesetz seit Jahren explizit verboten.

Auch auf Hundeplätzen, die dem Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) angehören, der wiederum dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossen ist, finden die tierquälerischen Elektrogeräte offenbar Verwendung.

Teletakter-Sender
Der Kommentar zum Tierschutzgesetz (Hirt/Maisack/Moritz, 2. Aufl., 2007, § 3 Rn 63 f.) schreibt zum Verbot von Elektroreizgeräten: „Dass diese Geräte zu einer direkten Stromeinwirkung auf das Tier führen und dessen artgemäßes Verhalten und insbesondere seine Bewegung erheblich einschränken, ist unzweifelhaft (…).“ Zwar sei das Ziel des Gesetzgebers mit der Aufnahme des Verbots von Elektroreizgeräten ins Tierschutzgesetz gewesen, zum Schutz der Tiere über den bis dahin bestehenden Rechtszustand hinauszugehen, doch scheint „Ungeachtet dieser Gesetzeslage [..] aber in der Praxis insbesondere der Einsatz von Teletaktgeräten bei der Ausbildung und dem Einsatz von Sporthunden alltäglich geworden zu sein.“ Das Oberlandesgericht Oldenburg urteilte bereits, dass auch die Angst des Hundes vor (weiteren) Stromstößen erhebliches Leiden bedeuten kann.

Beim SV scheint der Einsatz dieser Geräte Normalität zu sein. Wie PETAs Recherche belegt, verwenden sogar Mitglieder des Vereinsvorstands Teletakter. Es ist davon auszugehen, dass die Betroffenen vorsätzlich und bewusst handeln. PETA erstattet gegen alle tatverdächtigen Hundehalter Anzeige wegen des Verdachts der tierschutzwidrigen Verwendung von Teletaktgeräten in der Hundeerziehung.

 

Stoppen Sie Tierquälerei auf Hundeplätzen!

Der Einsatz tierschutzwidriger Teletaktgeräte muss gestoppt werden. Hundehalter, die ihre Hunde mit Stromstößen quälen oder ihnen damit drohen, müssen scharfe Konsequenzen erfahren – auch von ihren Vereinen. Bitte unterstützen Sie unseren Appell an die Verantwortlichen des SV und des VDH für den Ausschluss von Tierquälern!

Selbstverständlich müssen Hundehalter, die sich mittels der tierquälerischen Teletaktmethode zur Teilnahme an der Bundessiegerprüfung 2013 qualifiziert haben – quasi der Deutschen Meisterschaft des „Schutzhundesports“ – umgehend disqualifiziert und dauerhaft gesperrt werden.

Richten Sie Ihren Protest an

Geschäftsführer Verein für Deutsche Schäferhunde (SV)
Hartmut Setecki
Präsident des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Prof. Dr. Peter Friedrich
Präsident Verein für Deutsche Schäferhunde (SV)
Dr. Wolfgang Henke

Derzeitige Erfolgsstatistik

Versendete Protest-Mails: 16998
Versendete Einladungen: 147

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Hintergrundinformation Bundessiegerprüfung/ Schutzhundesport

Im sogenannten Schutzhundesport hat die Bundessiegerprüfung enorme Relevanz. Viele Halter trainieren ihre Hunde während des ganzen Jahres gezielt auf diese Veranstaltung hin – und nutzen den Ergebnissen von PETAs Recherche zufolge dabei auch tierquälerische Elektroreizgeräte. Über die Bundesiegerprüfung können sich Hundehalter für die sogenannte WUSV-Weltmeisterschaft der Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde (WUSV) qualifizieren. Der Sitz dieses Vereins ist wie auch der vom SV in Augsburg.

Bereits im Begleitheft zur Bundessiegerprüfung in Meppen im letzten Jahr wurde explizit betont, dass der Gebrauch von Elektroreizgeräten jedweder Form und Beschaffenheit auf allen Hauptvereinsveranstaltungen des SV verboten ist. Die Realität vermittelt ein anderes Bild. Nicht nur die PETA-Recherche zeigt, dass diese Geräte auf den Hundeplätzen eingesetzt werden, auch in einschlägigen Foren wird die Wirkung der Geräte offen diskutiert. Bei der Bundessiegerprüfung 2013 arbeitet zudem ein "Schutzdiensthelfer", der ebenfalls Teletaktgeräte verwenden soll; was dem SV mitgeteilt wurde.

 

Was Sie tun können

Wenn Sie die Nutzung von Teletaktgeräten, deren Verkauf im Handel leider legal ist, beobachten, informieren Sie die Hundehalter bitte, dass der Einsatz der Geräte nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich verboten ist.
  • Werden die Geräte in einer Hundeschule eingesetzt, zeigen Sie die Hundehalter bitte beim zuständigen Veterinäramt oder der Polizei an.