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Angler-Latein

Weil Fische ein Gehirn, ein zentrales Nervensystem und Schmerzrezeptoren haben, können sie genau wie Katzen, Hunde und Menschen Schmerz empfinden. Die Tatsache, dass wir ihre Schreie nicht hören, bedeutet nicht, dass sie nicht leiden. Auch hat der „Angelsport" zur Folge, dass andere Tiere, wie etwa Vögel, häufig an liegengebliebenen Haken oder Angelschnuren ersticken.
Als PETA Deutschland e.V. seine Kampagne „Rettet die Fische!" begann und Angler bat, ihre Angelrute an den Nagel zu hängen, ernteten wir nur ungläubiges Staunen.

Hier eine Kostprobe des „Anglerlateins", das man uns auftischte - und dazu unsere Antworten:

„Fische empfinden nicht mehr Schmerz als eine Kartoffel, wenn man ihnen die Augen herausschneidet."
Falsch, Herr Kartoffelkopf! Dr. D. Broom, Tierschutzberater der britischen Regierung, sagt dazu: „Anatomisch und physiologisch ist das Schmerzsystem von Fischen dem von Vögeln oder Säugetieren gleichzusetzen." Und Dr. Austin Williams, ein Zoologe der amerikanischen Meeresfischerei-Behörde, meint, dass Fische „fühlende Organismen sind und natürlich Schmerz empfinden."

„Angler sind Engel verglichen mit kommerziellen Fischern."
Die großen Fabrikschiffe saugen in der Tat sämtliches Leben mit alarmierender Geschwindigkeit aus dem Meer, aber Angler sind noch weit davon entfernt, sich Engelsflügel verdient zu haben. Jahr für Jahr verheddern sich zahllose Tiere und Wasservögel in weggeworfenen Angelleinen.

"Ohne Angler wären die Flüsse und Seen reine Abwässer."
Nun sind sie statt dessen die Abfalleimer der Angler. Viele Angler hinterlassen Müll, Bierdosen und Angelleinen am Ufer.

„Angler sind Naturschützer"
Was hat das mit „Naturschutz" zu tun: Gewässer werden häufig erst mit „Sport-Fischen" besetzt, die dann wieder herausgeangelt werden. Die künstlich eingesetzten Fische irritieren das Ökosystem und verursachen eine Verringerung der Froschpopulation und Mikroorganismen. Künstlich eingesetzte Fische schleppen aber auch Krankheiten ein.

„Das Angeln, bei dem Fische gefangen und wieder freigelassen werden (Catch & Release), ist human."
Na klar, wenn Sie meinen, dass es nett ist, jemanden erst mit dem Auto zu überfahren und ihn dann wieder seines Weges zu schicken. Zu den gängigen Verletzungen, die ein an der Angel hängender Fisch erleidet, zählen: eingerissene Schwimmblasen und toxischer Aufbau von Milchsäure in den Muskeln. Fische leiden auch unter dem Verlust ihrer äußeren Schutzschicht (Epidermis), wenn man mit ihnen hantiert, was dann oft zu Infektionen führt.

„Angeln hält Kinder von Drogen fern."
In Wirklichkeit werden Kinder beim Angeln an den „Haken der Grausamkeit" genommen. Sie lernen, dass Fische getötet werden, damit Menschen "Spaß" haben. Sie verlernen Empathie mit anderen Lebewesen.

 

Nehmen Sie Ihre Freunde „an den Haken", indem Sie sie zu tier- und umweltfreundlichen Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Radfahren, Wandern, Schwimmen, Kanufahren oder Schnorcheln mitnehmen.