Der Elefant – 13 faszinierende Fakten über Elefanten

Dass Elefanten die größten Landtiere auf dieser Welt sind, wissen die meisten Menschen. Doch dass Elefanten auch sehr gute Hebammen sind, mit den Füßen hören können und eine empfindliche Haut haben, ist nur sehr wenigen bekannt.

Wir haben 13 faszinierende Fakten über Elefanten zusammengetragen, die Sie überraschen werden!

13 Fakten über die größten Landtiere: Was ist besonders an Elefanten?

Elefanten sind die größten Landsäugetiere, zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören ihr Rüssel, ihre Stoßzähne und ihre großen Ohren. Elefanten sind sehr intelligente und soziale Tiere, die tiefe Bindungen eingehen und ein ausgezeichnetes Gedächtnis haben.

Wo leben Elefanten?

Es gibt insgesamt drei Elefantenarten, die in Asien und Afrika leben:

  • In Afrika lebt die Gattung Loxodonta mit den beiden Arten des Afrikanischen Savannenelefanten und des Afrikanischen Waldelefanten.
  • In Asien ist der Asiatische Elefant beheimatet und gehört zur Gattung Elephas.

Schätzungsweise leben weltweit 45.000 bis 49.000 Elefanten in freier Wildbahn in kleinen, oft isolierten Gruppen, die in 13 Ländern verteilt sind.

Ein Elefant mit Kind laeuft durch die Savanne hinter einem Buschzweig.
Elefanten sind in Asien und Afrika verbreitet, allerdings leben auch viele Tiere in Gefangenschaft.

Weltweit leben jedoch auch etwa 15.000 Elefanten unter meist schlechten Bedingungen in Gefangenschaft – zu Unterhaltungszwecken in Zoos, Zirkussen und sogenannten  Elefanten-Reitcamps eingesperrt und missbraucht. Die Tiere leiden in Gefangenschaft: Die beengten Verhältnisse, fehlender Kontakt zu Artgenossen, fehlende Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten verwehren den Tieren, ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben.

1. Elefanten haben das beste soziale Netzwerk aller Landsäugetiere

Bei den Afrikanischen Elefanten führt ein weibliches Leittier seine Töchter und Enkel bis zu seinem Tod an; von der Weisheit der Elefantenkuh hängt das Wohlergehen der gesamten Herde ab. Vor allem zum Schutz der Jungtiere muss die Herde Feinde frühzeitig erkennen. Ältere und damit erfahrenere Anführerinnen können Bedrohungen, etwa durch Löwen, besser einschätzen und ihre Reaktion an die jeweilige Situation anpassen. Damit erhöhen sich die Überlebenschancen des Nachwuchses. [1]

Was ist der Feind von Elefanten?

Der größte Feind des Elefanten ist der Mensch: Denn seit Jahrhunderten werden Elefanten wegen ihrer Stoßzähne gejagt.

Erwachsene Elefanten haben in der Natur keine natürlichen Feinde. Für den Nachwuchs des Afrikanischen Elefanten können Löwen, Hyänen oder Krokodile gefährlich werden.

2. Elefanten können mit den Füßen hören

Elefanten unterhalten sich unter anderem, indem sie mit einem ihrer sensiblen Füße aufstampfen oder ihn rollen, wobei nur die Zehen den Boden berühren. Dabei handelt es sich um sehr tiefe, für den Menschen nicht hörbare Schallwellen, die sich über die Erdoberfläche kilometerweit ausbreiten können und mit denen sich die Tiere gegenseitig vor Gefahren warnen. Dies fand Caitlin O‘Connell-Rodwell, Wissenschaftlerin am Stanford Center for Conservation Biology, heraus. [2]

3. Elefanten benutzen ihren Rüssel als Schnorchel

Die Vorfahren der Elefanten hielten sich wahrscheinlich im Wasser auf, ähnlich wie Seekühe, die noch heute lebenden nächsten Verwandten der Rüsseltiere. [3] Auch anatomische Besonderheiten weisen darauf hin: Elefanten-Embryonen haben eine besondere Nierenstruktur, die für Wassertiere typisch ist.

Außerdem haben Elefanten innenliegende Hoden, genau wie Wale und Seehunde und im Gegensatz zu den meisten anderen Landsäugetieren. [4] Was von der aquatischen Lebensweise übrig blieb: Auch heute noch benutzen Elefanten ihren Rüssel beim Schwimmen wie einen Schnorchel. [5]

Ein Elefant schaut mit dem Ruessel aus dem Wasser.
Um beim Tauchen unter Wasser atmen zu können, nutzt der Elefant seinen Rüssel als Schnorchel.

4. Elefanten trauern um Familienmitglieder

Wenn ein vertrautes Familienmitglied stirbt, zeigen Elefanten großes Mitgefühl. Dies beobachteten beispielsweise Verhaltensforscher:innen in Kenia, als das Muttertier eines Elefantenfamilienverbandes starb. Die Herde versammelte sich um die Elefantenkuh und hielt neben ihrem Leichnam Wache. Ein junger Elefantenbulle versuchte, die Leitkuh wieder aufzurichten. Eine andere Familiengruppe kehrte sogar täglich zu ihrer verstorbenen Artgenossin zurück. [6]

5. Elefanten vergessen wirklich nie

Elefanten haben besonders ausgeprägte Schläfenlappen, in denen im Gehirn die Erinnerungen gespeichert werden. Mit fünf Kilogramm ist ihres das größte Hirn unter allen Landtieren. [7]

6. Elefanten gehen für Nahrung sehr weit

Elefanten sind alles andere als faul: Die Tiere legen im Schnitt am Tag eine Strecke von 25 Kilometern zurück, um Nahrung zu finden [8]. Bei einer Notzeit-Wanderung können Elefanten in einer einzigen Nacht sogar bis zu 80 Kilometer bewältigen. Dabei prägen sie sich die Wanderwege ein und geben dieses Wissen über Generationen weiter. [9]

Eine Elefantenherde laeuft auf einen Fluss zu.
Elefanten legen täglich einige Kilometer zurück zwischen Nahrungs-, Wasser- und Schattenplätzen.

7. Elefanten haben einen „Kindergarten“

Bei den Indischen Elefanten ist ein weibliches Tier für die Betreuung der Kinder zuständig und passt auf, dass sich keines zu weit von der Gruppe entfernt, während der Großteil der anderen ausgewachsenen Elefanten auf Nahrungssuche geht. [10]

Wie viele Kinder kann ein Elefant bekommen?

Pro Schwangerschaft bekommt eine Elefantendame in der Regel nur ein Kind. Weibliche Elefanten werden mit 10 Jahren geschlechtsreif – sie bekommen meist ab einem Alter von 12 bis 15 Jahren alle drei bis neun Jahre Nachwuchs, den sie fünf Jahre lang säugen. [11] Im Laufe ihres gesamten Lebens können Elefantinnen bis zu zehn Kinder bekommen [11].

8. Elefanten laufen praktisch auf Zehenspitzen

Die vermeintlichen „Knie“ der Vorderbeine entsprechen in Wirklichkeit den menschlichen Handgelenken. Elefanten bewegen sich äußerst leichtfüßig. Selbst vier Tonnen schwere Bullen hinterlassen im harten Boden kaum Spuren, weshalb man Elefantenherden oft erst bemerkt, wenn man die Tiere sieht. [12]

9. Die dicke, robuste Elefantenhaut ist ein Mythos

Die Wundheilung bei Elefanten dauert etwa zwei- bis dreimal so lang wie bei Pferden. Selbst nach der Heilung benötigen die Tiere noch mindestens einen Monat Ruhe, weil die noch zarte Haut leicht wieder aufreißen kann. Die Elefantenhaut blutet sogar nach einem Bremsenstich. [13]

Damit ausgewachsene Elefanten in der Unterhaltungsindustrie in Zoos, Zirkussen und beim sogenannten Elefantenreiten kontrolliert werden können, werden sie von klein auf mit sogenannten Elefantenhaken „dressiert“: Dabei werden die Tiere mit einem spitzen Metallhaken, der ihnen in ihre empfindlichsten Stellen gestochen und geschlagen wird, misshandelt.

Online-Petition
Helfen Sie uns, Elefantenhaken in Zoos zu verbieten
Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an den europäischen Zoo-Dachverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) für ein Verbot des Elefantenhakens.

Online-Petition

Gewalt mit Elefantenhaken in Zoos verbieten! Jetzt unterschreiben!

Helfen Sie uns, die Misshandlung von Elefanten in europäischen Zoos schnellstmöglich zu beenden!

Please Ban the Use of the Bullhook for EAZA’s Member Zoos until 2023 at the latest

 

Ladies and Gentlemen,

elephants are sensitive animals who should no longer be forced into submission through violence, beatings, and psychological pressure in zoological institutions. Keeping elephants in “free contact” and using the bullhook will inevitably cause the animals physical and mental suffering. Taming elephants by violent means is not only intolerable for animal welfare reasons – statistics show a considerably higher risk for keepers in “free contact” husbandry systems. As you are probably aware, the American zoo association AZA (Association of Zoos & Aquariums) resolved upon a new policy in 2012 that required member institutions to transition from “free contact” to “restricted contact” until 2014.

I strongly welcome the recent EAZA Position Statement on the transition to “protected contact” for EAZA member zoos until 2030. However, I urge you to implement this change with a considerably shorter transition period – both for the good of all elephants and to protect zoo staff. There is no way of keeping elephants in captivity according to their true needs, but “protected contact” will at least prevent direct violence. Please prevent any further elephant abuse in European zoos and prohibit the use of the bullhook until 2023 at the latest.

Yours sincerely,

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10. Elefanten sind Hebammen

Während der Geburt eines Elefantenbabys stellen sich andere Elefantenkühe vor die Mutter und beschützen sie. Die „Hebammen“ helfen beim Entfernen der Eihäute und versuchen, das Neugeborene anschließend mit ihren Rüsseln und Beinen aufzurichten. [14]

Wie lange ist ein Elefant schwanger?

Elefantenmütter sind bis zu 680 Tage schwanger, in dieser Zeit wachsen die Babys im Mutterleib länger heran als bei anderen Tieren. Elefanten bekommen meist nur ein Kind pro Schwangerschaft. Wenn das Elefantenbaby geboren wird, wiegt es nur etwa 100 Kilo – im Vergleich zur Mutter, die rund drei Tonnen wiegt, sehr wenig. [15]

Ein Elefantenbaby steht unter dem Ruessel eines Elefanten und isst Heu aus dessen Mund.
Bei Elefanten passen neben der Mutter auch andere Elefantenkühe aus der Herde auf den Nachwuchs auf.

11. Elefanten leiden unter traumatischen Erfahrungen

Wenn Afrikanische Elefanten miterleben müssen, wie ihre Familienmitglieder in dramatischen Fangaktionen („Culling“) getötet werden, entwickeln die Überlebenden ernste psychische Probleme, ähnlich einer „posttraumatischen Belastungsstörung“. Diese quälen die Tiere oft ein Leben lang. Auch „Wildfänge“ in Zoos leiden oftmals darunter. [16]

12. Elefanten sind keine Langschläfer

Elefanten sind die Säugetiere, die mit dem wenigsten Schlaf auskommen. Während Koalas bis zu 22 Stunden am Tag ruhen, kommen Elefanten mit überraschend wenig Schlaf aus. In einigen Fällen machten die Tiere auch eine Nacht oder zwei Nächte durch – und blieben bis zu 46 Stunden am Stück wach, ohne den Schlaf nachzuholen.

Wie lange schläft der Elefant?

Pro Nacht schlafen in der Natur lebende erwachsene Elefanten durchschnittlich vier Stunden. Bei einigen Tieren wurde eine durchschnittliche Schlafdauer von zwei Stunden dokumentiert. Der Schlaf verteilt sich auf vier bis fünf Schlafphasen – mit einer Hauptschlafphase, die etwa eine Stunde dauert.

In Gefangenschaft verbringen die Tiere zwischen drei und sieben Stunden schlafend. [17]

Ein Babyelefant liegt auf einem Haufen gruener Halme und schlaeft.
Elefanten kommen mit wenig Schlaf aus, denn Wachsamkeit ist ein wichtiger Überlebensfaktor.

13. Elefanten leiden in Zoos

Zahlreiche Zoos und Tierparks in Deutschland halten Elefanten unter tierquälerischen Bedingungen: Im Jahr 2023 wurden in 24 Zoos und Safariparks Elefanten in der Gefangenschaft gehalten und zur Schau gestellt.

  • In zoologischen Einrichtungen entwickeln Elefanten Verhaltensstörungen wie das „Weben“, bei dem sie den Kopf und Körper in sich wiederholenden rhythmischen Bewegungen hun- und herschaukeln – ein Anzeichen für seelisches Leid. Solche Stereotypien treten bei 72 bis 85 Prozent der Elefanten in nordamerikanischen [18] und europäischen [19] Zoos auf.
  • Elefanten haben komplexe Ansprüche an ihren Lebensraum, die Zoos nicht erfüllen können: So sind die Gehege viel zu klein, die Tiere können ihrem Bewegungsdrang nicht nachgehen. Der Bewegungsmangel und das ständige Stehen führen zu Übergewicht und verschiedenen Fuß- und Gelenkerkrankungen. In rund 84 Prozent der zoologischen Einrichtungen leidet mindestens ein Tier an Fußerkrankungen wie Nagelrissen, Abszessen oder Arthritis. [18]

So können Sie Elefanten in der Unterhaltungsindustrie helfen

  • Besuchen Sie niemals einen Zoo, denn dort werden die faszinierenden Tiere unter artwidrigen Bedingungen in Gefangenschaft gehalten, sodass sie häufig Verhaltensstörungen entwickeln.
  • In Zirkussen werden Elefanten zu Kunststücken und Tricks gezwungen, die ihren natürlichen Bewegungsabläufen widersprechen. Sie werden mit Gewalt und Schlägen gefügig gemacht; körperliche Belastungen machen die Elefanten krank. Das Leben zwischen Käfig und Manege führt dazu, dass auch Elefanten in Zirkussen schwere Verhaltensstörungen entwickeln.
  • Meiden Sie bitte auch alle anderen vermeintlichen Attraktionen, bei denen Elefanten ausgebeutet werden, wie beispielsweise das Elefantenreiten im Urlaub.