Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Erfolg! „Indiens dünnster Elefant“ nach PETA-Kampagne in Auffangstation

Nach einer intensiven dreiwöchigen Kampagne von PETA Indien ordnete ein Gericht im indischen Chhatarpur die dauerhafte Rehabilitation der Elefantin Lakshmi an. Lakshmi war zum Betteln gezwungen worden und gelangte als „dünnster Elefant Indiens“ zu trauriger Berühmtheit. Nun darf sie den Rest ihres Lebens in der Auffangstation von „Wildlife SOS“ in Mathura (Uttar Pradesh) verbringen.

PETA Indien und Aktive vor Ort hatten zunächst erwirkt, dass Lakshmi von der zuständigen Forstbehörde beschlagnahmt wurde. Übergangsweise hatte sich das tiermedizinische Team von PETA Indien um sie gekümmert.

Elefantin Lakshmi aus leidvollem Leben gerettet

Als Lakshmi gefunden wurde, litt sie unter chronischer Arthritis. Sie hatte deformierte Gelenke und Abszesse an der Hüfte. Ihrem Körper machten nicht nur die unsagbaren Schmerzen zu schaffen – auch dass man ihr über so lange Zeit immer wieder Nahrung und Wasser vorenthalten hatte, zeigte deutliche Spuren. In der ersten Dezemberwoche 2021 stellte die Forstbehörde nach Beschwerden von PETA Indien und Aktiven vor Ort eine vorläufige Strafanzeige gegen Lakshmis Halter:innen wegen illegaler Haltung und Missbrauch zum Betteln.

Nachdem das Animal Welfare Board of India und die Project Elephant Division des Ministeriums für Umwelt, Forst und Klimawandel durch PETA Indien von dem Fall erfahren hatten, forderten sie die Forstbehörde auf, unverzügliche Schritte zur Rehabilitierung der Elefantin zu unternehmen. Das Gericht ordnete daraufhin ihre Überstellung an die Auffangstation von „Wildlife SOS“ an, welche sich zu ihrer Aufnahme bereiterklärt hatte.

Abgemagerter Elefant Lakshmi
Lakshmi gelangte als „dünnster Elefant Indiens“ zu trauriger Berühmtheit.

PETA Indien half bei Lakshmis Versorgung

Als Lakshmi in der Übergangszeit von PETA Indien versorgt wurde, bekam sie eine Sandgrube, um ihren arthritischen, deformierten Beinen Linderung zu verschaffen. Sie hatte außerdem einen großen Schlammhaufen zur Verfügung, damit sie sich ordentlich ausruhen und bequem schlafen konnte. Auf einem extra errichteten Bambusgestell konnte Elefantin Lakshmi ihren Kopf und Rüssel ablegen und ein passend angefertigter Mantel schützte sie vor der nächtlichen Kälte.

Selbstverständlich kam auch die tägliche Körperpflege nicht zu kurz und die Blutzirkulation wurde mit wohltuenden Massagen angeregt. Täglich wurde Lakshmi gebadet und an den schmerzenden Abszessen und anderen Wunden behandelt. Medikamente linderten ihre Gelenkschmerzen und auch ihre Füße und Nägel wurden jeden Tag gereinigt und feucht gehalten. Besonders genoss Lakshmi auch das ihr angebotene Obst.

Ende Dezember 2021 wurde Lakshmi schließlich in die Auffangstation überführt. Dort wird man sich für den Rest ihres Lebens gut um sie kümmern.

Elefanten gehören nicht in Gefangenschaft!

Wir von PETA setzen uns weltweit für das Ende der Gefangenschaft von Elefanten ein. Viele von ihnen sind über Jahrzehnte angekettet, müssen Tourist:innen auf ihren Rücken tragen oder in Zirkussen auftreten. Auch in Zoos leiden die grauen Riesen, die dort unter dem Vorwand des Artenschutzes lebenslänglich eingesperrt werden.

Demonstrant mit Elefantenmaske und Schild
In Gefangenschaft haben Elefanten niemals ausreichend Platz, um ihren arttypischen Bedürfnissen nachgehen zu können.

Was Sie für Elefanten tun können

Zahlreiche weitere Elefanten leiden in Indien in Gefangenschaft. Diese Tiere sind auf unsere Hilfe angewiesen.

  • Besuchen Sie niemals Zirkusse, Tempel und andere Attraktionen, in denen Elefanten als Attraktion gehalten werden. Nutzen Sie zudem niemals Angebote wie Elefantenreiten.
  • Informieren Sie bitte auch Familie, Freund:innen und Bekannte über das Leid der Elefanten in Indien.
  • Unterschreiben Sie unsere Petition gegen das Elefantenreiten in Indien. Sie können uns dabei helfen, die Tierquälerei zu stoppen.