»  »  »  » Elefantenreiten im Asienurlaub – Kein Vergnügen für Tiere

 

Misshandelt und gequält: Die Wahrheit über das Elefantenreiten in Asien

Bitte helfen Sie uns, die Elefantenquälerei zu beenden

Stand November 2013
Jedes Jahr im November beginnt die Hauptsaison für Reisen nach Thailand, Indien und Nepal. Oft wird den Touristen Elefantenreiten oder eine Tiershow als Attraktion angeboten. Doch für die Elefanten und die anderen Tiere sind diese Aktivitäten untrennbar mit einem leidvollen Leben unter ständigen Misshandlungen verbunden. Um die hohe Nachfrage nach Elefanten für die Tourismusbranche zu bedienen, werden zudem die letzten freien, in der Natur lebenden Asiatischen Jungelefanten ihren Familien entrissen. Auch für Touristen kann es lebensgefährlich werden: Schwere Verletzungen oder Todesfälle sind beim Elefanten-Trekking keine Seltenheit. (1)

Was Sie tun können

Bitte nehmen Sie während Ihres Urlaubs auf keinen Fall an Aktivitäten teil, bei denen Wildtiere eingesetzt oder zur Schau gestellt werden. Insbesondere das Elefantenreiten, aber auch Tiershows, Delfinarien und Zoos sind untrennbar mit Tierquälerei verbunden.
  • Wenn Ihnen vor Ort die Buchung einer derartigen Aktivität angeboten wird, sagen Sie dem Veranstalter höflich, aber unmissverständlich, dass sie aus Tierschutzgründen ablehnen.
  • Bitten Sie Ihren Reiseveranstalter/Reisebüro in Deutschland, Elefantenreiten aus Tierschutzgründen grundsätzlich nicht mehr anzubieten.
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    © PETA India
    Misshandlungen sind systembedingt
    Zahlreiche Videoaufnahmen und Reiseberichte zeugen von der grausamen Unterwerfungsprozedur, die alle Elefanten über sich ergehen lassen müssen – auch die in Gefangenschaft geborenen. Doch auch wenn ihr Wille schließlich gebrochen ist, reißen die Misshandlungen nicht ab. Der Elefantenführer (Mahout) muss dem Elefanten immer wieder aufs Neue zeigen, wer die Oberhand hat. Die sensiblen Rüsseltiere werden dafür mit spitzen Metallhaken besetzten Stöcken auf ihre empfindlichsten Körperteile geschlagen. Die Schläge, auch ins Gesicht und auf die Augen, hinterlassen schmerzhafte Wunden und Narben für ihr ganzes Leben. Teilweise wird ihnen auch eine mit spitzen Haken besetzte Metallkette um den Fuß gebunden, mit der der „Mahout“ dem Elefanten die Laufrichtung aufzwingt. Wird der Elefant tagsüber oder nachts nicht gebraucht, muss er in der Regel stundenlang angebunden an einer kurzen Kette stehen.

    © PETA USA
    Nachfrage wird durch Wildfänge „bedient“
    Weil die Nachfrage nach jungen und weiblichen Elefanten für den Tourismus drastisch steigt, fangen Wilderer nun auch noch die letzten von ihnen aus Wäldern und Nationalparks in Südostasien ein. (2) Ihre Familienmitglieder werden dabei oft erschossen. (3) Die Nachzucht ist kaum möglich, da sich Elefanten aufgrund der artwidrigen Bedingungen in Gefangenschaft nur selten vermehren. Anstatt gemeinsam mit ihrer Familie durch Wälder zu streifen, sind die intelligenten und hochsozialen Herdentiere in der Tourismusbranche ständiger Gewalt, Gefangenschaft und seelischer Misshandlung ausgesetzt. (4)

     

    Quellen:
    (1) http://www.blick.ch/news/ausland/so-toetete-der-elefant-meine-freundin-martha-id70282.html.
    (2) TRAFFIC Southeast Asia (2009). Daniel Stiles: The elephant and ivory trade in Thailand. Petaling Jaya, Selangor, Malaysia
    (3) http://www.iol.co.za/scitech/science/environment/baby-elephants-killed-for-tourist-dollars-1.1240962
    (4) http://www.spiegel.de/panorama/tierquaelerei-in-thailand-babyelefanten-am-salatbuffet-a-677626.html