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Pflaumenzeit!

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Stand August 2013
Herkunft und Wachstum

Gerade im August und September wachsen hierzulande viele Zwetschgen. Was liegt also näher, als sich einmal genauer mit der heimischen und gesunden Frucht zu befassen.
Unter den Vertretern der Gattung Prunus sind neben Pflaumen auch Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche und Mandeln. In Europa sind vor allem Reineclauden, die Edel-Rundpflaumen, Mirabellen und die Zwetschgen verbreitet. Durch Kreuzungen entstand eine sehr große Vielfalt.
Wenn die Pflaumen und Zwetschgen etwas weich sind, sollten sie am besten direkt verzehrt werden. Im Kühlschrank halten sie sich 3-4 Tage. 1)

 

Mirabellen von barockschloss auf www.flickr.com
Eigenschaften und gesundheitliche Vorteile

In Zwetschgen und Pflaumen stecken neben Vitaminen und Mineralstoffen auch wichtige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und insbesondere in Trockenpflaumen viel Energie (225kcal/100g).
Ihnen wird nachgesagt, dass ihr Verzehr Verstopfungen löst. Das ist zurückzuführen auf die enthaltenen wasserlöslichen Ballaststoffe und das Aufquellen im Darm. Dadurch wird eine gute Verdauung gefördert.
Sie enthalten Zink, Kupfer, ß-Carotin, Vitamin C, E und verschiedene B-Vitamine. Das sorgt zum einen für ein gutes Immunsystem, zum anderen sollen gerade Zink und Kupfer bei Nervosität helfen.
Weiterhin enthalten Pflaumen Vitamin K, Bor, Kalzium, Phosphor und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, wie Polyphenole. Diese stehen in der Diskussion, dem Knochenschwund im höheren Alter vorbeugen zu können. Die vielen Antioxidantien und die Polyphenole gelten auch als gute Mittel, um Krebs oder Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzubeugen. 2)

„Im Laufe meiner Karriere habe ich zahlreiche Früchte getestet, darunter Feigen, Datteln, Erdbeeren und Rosinen, und keine von ihnen kann auch nur ansatzweise mit der Wirkung auf die Knochendichte mithalten, die getrocknete Pflaumen oder Zwetschgen haben“, sagte Bahram H. Arjmandi, Professor und Vorsitzender des Department of Nutrition, Food and Exercise Sciences an der Hochschule für Humanwissenschaften in Florida. „Alle Früchte und Gemüse haben einen positiven Effekt auf Ernährung, aber hinsichtlich der Knochengesundheit ist dieses besondere Nahrungsmittel außergewöhnlich.“ 3)

 

Zwetschgen von dimercaprol auf www.flickr.com
Rezept: Zwetschgenkuchen vom Blech

Zutaten:
500 g Mehl
20 g frische Hefe
70 g Zucker
250 ml warmer Soja-Drink
Etwas Salz
60 g vegane Margarine oder 50 ml neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Raps)
Für den Belag: 2 kg Zwetschgen und 2 EL Zucker

Zubereitung:
Das Mehl sieben und in der Mitte eine Mulde bilden. Die Hefe mit Zucker in etwas warmen Soja-Drink glatt rühren und in die Mulde geben. Das Ganze 15 Minuten an einen warmen Platz stellen. Danach etwas Salz, den restlichen Soja-Drink und das Öl zugeben. Den Teig mit sauberen Händen gut durchkneten und wenn er eine glatte Oberfläche hat wieder eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Währenddessen die Pflaumen waschen, in der Mitte teilen und den Kern entfernen.
Den Teig auf einem Blech ausrollen und mit den Zwetschgen (Inneres nach oben) dicht belegen. Etwas Zucker darüber streuen und bei 180 Grad im Ofen backen.

Im Badischen isst man traditionell Kartoffelgemüsesuppe zum Zwetschgenkuchen vom Blech.