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Eine deutsche Skandal-Chronik

BSE, Gammelfleisch, Pferdefleisch... - Was kommt als nächstes?

Stand November 2013
Die Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft häufen sich. Längst sind Gammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände und Dioxinbelastung keine Fremdwörter mehr und lassen auch den unbekümmerten Konsumenten ins Grübeln kommen. In den heutigen Formen der Tierhaltung sind alle Prozessabläufe auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Tiere und die Gesundheit der Verbraucher finden kaum Beachtung.

 

Auch Mozzarella hatte schon seinen Skandal.
April 2014: Rückruf von „Deutsche See“-Garnelen wegen Antibiotikarückständen
Damit Garnelen in den kotreichen Gewässern der Garnelenzucht überleben können, werden ihnen hohe Dosen Antibiotika verabreicht. Diese können, wie im vorliegenden Fall, als Rückstände im toten Tier verbleiben und Antibiotikaresistenzen verursachen. Weitere Informationen finden Sie hier.

März 2014: Listerien in Biokäse
Listerien sind Bakterien, die besonders für immungeschwächte Personen gefährlich werden können. Sie können grippeähnliche Symptome, Durchfall und schlimmeres verursachen. Die Krankheitserreger wurden in drei Käsesorten des Bergpracht Milchwerks gefunden. Weitere Infos hier

Februar 2014 - Erneuter Pferdefleischskandal in Deutschland
Erneut bestätigt: Pferdefleisch in Lebensmitteln, in denen kein Pferdefleisch deklariert wurde. Jedes tote Tier in einem Produkt sollte ein Skandal sein. Hier geht es allerdings um Verbrauchertäuschung und um eine potenzielle Gefährdung für die Gesundheit des Konsumenten. Denn wenn man nicht weiß, welches Fleisch im Produkt enthalten ist, woher weiß man dann, wie der hygienische Umgang damit war? Mehr Informationen erhalten sie hier.

2013: Listerien in Reibekäse
Deutschlands größte Molkerei ruft wegen Verdachts auf gesundheitsschädliche Keime verschiedene Reibekäse zurück. Listerien sind Bakterien, die schwere Erkrankungen auslösen können, von Durchfall und Fieber bis hin zu Lähmungen oder den Tod von Kleinkindern und immungeschwächten Personen.
Mehr Infos hier.

2013: Mal wieder Gammelfleisch
In einer niedersächsischen Wurstfabrik wurde anscheinend verdorbenes Fleisch zu Wurst verarbeitet. Zwei ehemalige Mitarbeiter berichten von Zehntausenden Kilo an teilweise schon grünem, stinkenden Fleisch, welches wöchentlich mit frischem Fleisch gemischt und dann zu Wurst verarbeitet wurden.
Weitere Infos hier.

2013: Antibiotika in Putenfleisch
In Kantinen wurde mit Antibiotika belastetes Putenfleisch verkauft, das von Rumänien nach Nordrhein-Westfalen gelangt sei, dort verarbeitet wurde und schließlich als Tandoori-Pute in Kantinen verkauft wurde.
Weitere Infos hier.

2013: Gift in Tier-Futtermittel
In Futtermitteln wurde das hochgiftige und krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen.
Über die Verfütterung an Kühe kann das Pilzgift auch in die Milch gelangen. Die deutliche Überschreitung der Aflatoxin-Höchstwerte in den Futtermitteln und die Vermischung von verseuchter mit nichtverseuchter Milch verunsichert die Verbraucher. Weitere Infos hier.

2013: Falsche Etikettierung von Bio-Eiern
Mehrere hundert Betriebe stehen im Verdacht, falsch gekennzeichnete Bio-Eier in den Handel gebracht zu haben, die in Wirklichkeit aus Betrieben mitKäfig-, Freiland- oder Bodenhaltung stammen oder nicht den gesetzlichen Vorgaben der Bio-Verordnung entsprechen. Die Eier stammen beispielsweise von Tieren, deren Ställe stark überbelegt sind. Es ist die Rede von „systematischem Betrug“, und Verbraucher werden wissentlich um ihr Geld gebracht, obwohl es den Tieren nicht besser geht. Weitere Infos hier.

2013: Der Pferdefleisch-Skandal
Zuerst waren nur Fleischfertiggerichte aus Frankreich und England betroffen, doch auch in Fertiggerichten deutscher Supermarktketten oder in den Köttbullar eines schwedischen Einrichtungshauses fanden sich Spuren von Pferdefleisch, die nicht als solches gekennzeichnet waren. Die Tatsache, dass in Umlauf gebrachtes Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft wurde und die Verbraucher versehentlich ein Tier gegessen haben, das ihnen so nahesteht, löst eine Welle der Empörung aus. Folge ist eine europaweite Rückrufaktion und ein großer Vertrauensverlust in die Fleischindustrie. Weitere Infos hier.

2010: Dioxin zum Dritten
Der schleswig-holsteinische Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch mischt alte Industriefette, die stark mit krebserregendem Dioxin belastet sind, in seine Futtermischungen. Diese werden an die Mastanlagen ausgeliefert und gelangen damit in Eier, Schweine- und Geflügelfleisch. Die dioxinverseuchten Futtermittel werden entdeckt, als festgestellt wird, dass die Dioxinwerte in Eiern über das 80-Fache erhöht sind.
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2008: Mäusekot-Mozzarella
In verschiedene europäische Supermärkte gelangt italienischer Mozzarella, der mit Mäusekot und Würmern verunreinigt ist.
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2006: Gammelfleisch
Bei Wild-Produkten der Firma Berger Wild aus Passau werden verfaulte Fleischproben nachgewiesen. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hat, wird dem Betrieb die weitere Verarbeitung von Wild verboten. Im August des gleichen Jahres wird bei einem Münchner Döner-Großlieferanten, der bundesweit Fleisch ausliefert, tonnenweise Gammelfleisch sichergestellt. Das Haltbarkeitsdatum des Fleisches war teilweise schon seit vier Jahren abgelaufen. Ebenso werden in einem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Deggendorf im Landkreis Passau und in Regensburg um die 40 Tonnen teilweise vergammeltes Fleisch sichergestellt.
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2006: Gammel-Eier
Ein oberbayrisches Unternehmen verarbeitet angeschlagene, verschmutzte und verdorbene Eier. Diese werden an Großbäckereien und Nudelhersteller als Flüssigei-Produkte weiterverkauft.
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2005: Der Ekelfleischskandal
Wieder wird überlagertes abgepacktes Hackfleisch in Real-Supermärkten umetikettiert. Bundesländer von Nordrhein-Westfalen bis Bayern sind betroffen.
Im gleichen Jahr müssen deutschlandweit auch Hühner, Enten, Gänse und Puten in den Ställen bleiben. Die Vogelgrippe ist in asiatischen Ländern bereits verbreitet und man möchte verhindern, dass sich die „Masttier“ über Zugvögel anstecken und der Gewinn geschmälert wird. Ein Jahr später erreicht die Vogelgrippe Deutschland doch.
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Küken auf dem Fließband.
2004: Gammel-Geflügel
Eine Geflügelproduktion im niederbayrischen Gangkofen und eine Firma in Stahnsdorf südlich von Berlin pfuschen bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Schlachtabfälle aus der Schweiz werden umdeklariert und weiterverkauft und überlagerte Lebensmittel erhalten ein neues Haltbarkeitsdatum, um sie weiterhin im Handel belassen zu können.
Außerdem werden durch die Lebensmittelüberwachung krebserregende Farbstoffe in Gewürzen aus Indien, der Türkei, Osteuropa und den ehemaligen Sowjetstaaten nachgewiesen.
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2003: Dioxin
Ein Trockenfutterhersteller in Thüringen liefert massenweise mit Dioxin verseuchte Produkte aus, wodurch Schweine mit Dioxin-Futter gemästet werden. 2100 Tonnen verunreinigtes Futter gelangen in den Umlauf und haben die Tötung von tausenden Schweinen zur Folge.
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2002: Nitrofen-Skandal

Aus einer mit Unkrautvernichtungsmitteln belasteten Lagerhalle wird nitrofenbelastetes Futtergetreide an Bio-Produzenten geliefert. Nitrofen ist verboten und krebserregend. Bio-Fleisch und Bio-Eier werden mit dem Pflanzengift verunreinigt und gelangen in die Nahrungskette. Über 200.000-fach erhöhte Werte über dem Grenzwert des Unkrautvernichtungsmittels werden im Futtermittel festgestellt.
Antibiotika: Nitrofuran-belastetes Fleisch aus thailändischer Produktion taucht in Deutschland auf. Außerdem gelangen mit synthetischen Hormonen gemästete Schweine aus den Niederlanden in den deutschen Handel.
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2001: Antibiotika-Skandal in Deutschland
Illegale Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika oder Impfstoffe wurden über Jahre hinweg von deutschen Tierärzten tonnenweise an Schweinezuchtbetriebe verkauft. Außerdem wird aufgedeckt, dass Fleischhersteller aus allen Teilen Deutschlands ihre Fleischprodukte, beispielsweise Kochschinken oder Schnitzel, mit Wasser strecken.
Das war in diesem Jahr längst nicht alles. Fischmehl, das aus mit Antibiotika verseuchten Garnelen hergestellt war, wird an Geflügel und Schweine verfüttert.
Ende des gleichen Jahres gelangen mit Chloramphenicol belastete Shrimps aus Asien nach Deutschland. Chloramphenicol ist ein in der EU verbotenes Antibiotikum. Weiterhin findet die Stiftung Warentest heraus, dass verpackter Räucher- und Wildlachs häufig schon vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben und damit gesundheitsschädlich ist.
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Sieht nicht nur eklig aus, ist es auch: Fleisch
2000: Erster Fall von BSE bei deutscher Kuh festgestellt
Drei Jahre später wird tatsächlich der erste Fall in Deutschland festgestellt und lässt den Rindfleischkonsum erneut kurzfristig zurückgehen.
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1997: Illegale Rindfleisch-Importe aus Großbritannien
Aufgrund der BSE-Vorfälle in Großbritannien sind die Verbraucher verunsichert und der Rindfleischkonsum sinkt drastisch. Jetzt werden auch in Deutschland tausende Rinder vorbeugend getötet. Die Tiere müssen sterben, weil der Verdacht besteht, dass sie an der Rinderseuche BSE erkrankt sein könnten.
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1997: Nematoden-Wurmbefall bei Seefisch nachgewiesen
Die Nematoden werden trotz neuer Fischhygiene-Verordnung in Rotbarsch, Seelachs, Hering und Kabeljau entdeckt.
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1996: Belastete Eier
Nikotinrückstände werden auf Eiern der Hühnerfarm von Anton Pohlmann festgestellt. Sie gelangten bereits in den Handel. Das Nikotin wurde zur Schädlingsbekämpfung in den Legebatterien eingesetzt.
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1996: Etikettenschwindel
In einem Supermarkt des Metrokonzerns wird abgelaufenes Fleisch umetikettiert.
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1993: Ekel-Fleisch
Verdorbenes Gammelfleisch taucht in den Kühltruhen von Kaufhäusern und Supermärkten auf. Der Verderb entstand aufgrund hygienischer Mängel in den Schlachthöfen.
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1989: Listeriose-Bakterien
Bakterien in französischen Weichkäsesorten und deutschen Leberpasteten werden nachgewiesen.
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1988: Erneuter Hormonskandal bei Kalbfleisch
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1987: Larven von Fadenwürmern in Fischen
In den Eingeweiden von Seefischen werden Parasiten, die man Nematoden nennt, gefunden. Daraufhin wird die Fischhygiene-Verordnung erlassen.
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1980: Wachstumssteigernde Östrogene
Östrogene werden in deutschem Kalbfleisch nachgewiesen.

 

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