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 »  »  »  »  » Das Leiden der Hühner im Sprehe-Konzern

Sprehe – ein Markenzeichen für ausgezeichnete Qual!

PETA-Recherchen decken erneut die systembedingte Tierquälerei in Hühnermastanlagen auf

Stand September 2015
In den vergangenen Jahren hat PETA Deutschland durch zahlreiche Recherchen auf das erschütternde Leid von Hühnern, Enten und Puten in der landwirtschaftlichen Tierhaltung aufmerksam gemacht. Dass sich für die Tiere nichts verändert hat, zeigen die Aufnahmen aus Hühnermastbetrieben der Sprehe-Gruppe. Nach den bisherigen Ermittlungen in Betrieben von Wiesenhof, Rothkötter, Heidemark und der Plukon Food Group zeigen die Aufnahmen aus sechs niedersächsischen Betrieben der Sprehe-Gruppe ganz klar: Tierquälerei ist in den Mastanlagen allgegenwärtig! Auch von Ausnahmen oder einzelnen Negativbeispielen kann keine Rede mehr sein. Die Undercover-Recherchen von PETA der vergangenen Jahre decken nun schätzungsweise 80 % des Geflügelmarktes in Deutschland ab.
 
Durch die Zucht auf immer mehr Fleisch häufen sich schmerzhafte Beinverletzungen

Was unsere Aufnahmen zeigen:

Auch in Hühnermastanlagen der Sprehe-Gruppe werden tausende qualgezüchtete Hühner auf ihren eigenen Exkrementen in riesigen – und dennoch engen – Hallen eingesperrt. Diese Hühner wurden züchterisch so manipuliert, dass sie innerhalb weniger Wochen massiv Fleisch ansetzen. Dieses unnatürlich schnelle Wachstum und das enorme Gewicht der Fleischmassen – vor allem am Ende der Mast – führen dazu, dass die Tiere mehr oder weniger stark an schmerzhaften Verformungen der Beine und des Brustbeins leiden. Diese Fehlstellungen oder gar Beinbrüche können dazu führen, dass die Tiere bewegungsunfähig werden und somit an Ort und Stelle verdursten – ein langsamer und qualvoller Tod.
Tote Tiere sind von Anfang an einkalkuliert und liegen oft wochenlang zwischen den lebenden Artgenossen
Ebenso sterben Tiere nicht selten an Herzinfarkten oder einem Kreislaufzusammenbruch. Denn das enorme Wachstum und der chronische Stress, der durch die Haltung von tausenden Tieren auf engstem Raum in solchen Hühnermastanlagen hervorgerufen wird, führen dazu, dass viele Tiere nicht einmal die Zeit bis zum Schlachthof überleben. Oftmals verrotten die Körper dieser armen Lebewesen zwischen den Artgenossen bis zur Unkenntlichkeit. Doch der massenhafte Tod dieser Hühner ist bereits im Vorfeld einkalkuliert und daher Alltag in der heutigen Geflügelmast. Ebenso alltäglich wie grausam ist das gegenseitige Federpicken, welches bis zum Kannibalismus führen kann. Diese Verstümmelung von Artgenossen oder sich selbst kann viele Auslöser haben: Züchtung, nicht artgerechte Fütterung, chronische Langeweile oder Stress sind neben dem Nicht-Ausleben arttypischen Verhaltens die Gründe dafür.
Beim sogenannten Ausstallen werden die Tiere grob an den schmerzenden Beinen gepackt und kopfüber in Kisten gestopft
Das sogenannte Ausstallen am Ende der Mast ist an Grausamkeit fast nicht zu übertreffen. Routinemäßig greift sich ein Arbeiter bis zu sechs Hühner in einer Hand und stopft sie in die Transportkisten. Damit die tausenden Hühner so schnell wie möglich zum Schlachthof transportiert werden können, werden die Tiere also an ihren sowieso schon schmerzenden Beinen gepackt und kopfüber in die Luft gezogen. Teilweise schlagen sie dabei heftig mit den Flügeln oder winden ihre erschöpften Körper mit letzter Kraft. Nicht selten brechen Beine und Flügel, Gelenke kugeln aus oder verdrehen sich schmerzhaft und Körperteile werden eingequetscht. Um Platz für neue Transportkisten zu schaffen, treten die Arbeiter die Tiere mit den Füßen oder schleudern sie teilweise mit der Hand in die Gruppe.

Wir haben gegen alle sechs niedersächsischen Mastbetriebe, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen zur Sprehe-Gruppe („Gräfendorfer Mäster“) gehörten, Anzeige erstattet. Insgesamt jedoch stehen diese sechs Betriebe beispielhaft für die systembedingte Tierquälerei von über 600 Millionen Hühner pro Jahr alleine in Deutschland!

Wer ist die Sprehe-Gruppe?

Die Sprehe Unternehmensgruppe mit Sitz in Lorup erzielt durch die Mast von Hühnern und Schweinen sowie deren Schlachtung über 700 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Auf ihrer Homepage wird mit dem verbrauchertäuschenden Slogan „Sprehe – ein Markenzeichen für ausgezeichnete Qualität“ geworben. Ein Hohn in Anbetracht der Aufnahmen. Unter den Marken „Sprehe-Feinkost“, „Astenhof“, „Daut Fleischwaren“, „Sprehe frisch“ und „Wernke“ sind die Fleischprodukte des Sprehe-Konzerns in den Supermärkten und Discountern, wie REWE, Aldi, Lidl und Edeka, zu finden.

Wie viele große Unternehmen erhält auch die Sprehe-Gruppe Subventionen von der EU. Die Sprehe Mast GbR wurde im Jahr 2014 immerhin mit rund 12.000 Euro und die Sprehe Sauenhaltung GbR sogar mit rund 23.000 Euro subventioniert. An die einzelnen Betriebe von Sprehe in Oldenburg, Cloppenburg und Wallenhorst wurden zudem Direktzahlungen in Höhe von insgesamt rund 40.000 Euro ausgezahlt.

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