Bei Recherchen in einem indonesischen Schlachthof, der das italienische Modeunternehmen Gucci mit den Häuten von Echsen beliefert, stieß PETA Asien auf unvorstellbare Tierquälerei. Mitarbeitende banden den Echsen die Beine zusammen, warfen die Tiere achtlos herum und schnitt ihnen ohne vorherige Betäubung die Köpfe ab – ein langsamer, qualvoller Tod. Diese Tierquälerei steckt hinter jeder Handtasche, jeder Geldbörse, jedem Gürtel und jedem anderen Modeaccessoire aus Echsenleder, das Gucci verkauft.
Sehen Sie mit eigenen Augen, was den Tieren angetan wird, die für Guccis Accessoires ausgebeutet und getötet werden. Helfen Sie uns, den Echsen diese Qualen zu ersparen!
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Deutsche Übersetzung des Petitionstextes
Ich habe gerade die Untersuchung von PETA Asia zum Handel mit Schlangenhaut in Thailand gesehen. Darin wird gezeigt, wie Arbeiter in Einrichtungen, die nachweislich Teil Ihrer Lieferkette sind, Schlangen auf grausame Weise züchten und töten. Die Arbeiter schlagen den Tieren auf den Kopf, hängen sie an Haken auf und pumpen sie mit Wasser voll, obwohl man noch sehen kann, dass sich die Tiere bewegen. Auch Krokodile werden von den Arbeitern auf schmerzhafte und langwierige Weise getötet, damit aus ihrer Haut Accessoires hergestellt werden können. Bitte hören Sie auf, von dieser extremen Grausamkeit zu profitieren, und verzichten Sie bei allen Kering-Marken auf exotische Häute.
Trotz der „Standards”, die Kering in seiner Lieferkette propagiert, ist das Leiden im Handel mit exotischen Häuten weit verbreitet. Das Töten von Tieren für die Mode lässt sich nicht rechtfertigen.
Kering hat bereits die ethische Entscheidung getroffen, Pelz, Angora und Kaninchenfilz aus seinen Marken zu verbannen, und das Unternehmen hat bereits in die Entwicklung veganer Leder investiert, für die keine Tiere leiden und sterben mussten. Ich fordere Sie dringend auf, auch den Verkauf exotischer Häute sofort einzustellen.
Freundliche Grüße
Lebende Echsen herumgeworfen und mit der Machete geschlagen
Die Aufnahmen zeigen, wie Mitarbeitende Echsen aus Säcken und kleinen Käfigen herauszerren. Die Beine der Tiere sind zusammengebunden, was vermutlich Schmerzen und Gewebeschäden verursacht. Die Echsen werden herumgeworfen und in Wasserbecken getaucht. Mitarbeitende schlagen mindestens zwei Tieren mit der Seite einer Machete auf den Kopf – allem Anschein nach aus keinem anderen Grund, als ihnen noch mehr Schmerzen und Stress zuzufügen.

Echsen für Gucci-Accessoires betäubungslos enthauptet
Sie legten eine Echse nach der anderen auf einen Holzblock und hackten ihnen die Köpfe ab. PETA Asien konnte dokumentieren, dass Arbeiter bis zu 14 Mal mit der Machete auf einzelne Tiere einschlugen, bis diese tatsächlich enthauptet waren. Die Echsen schlugen während des Vorgangs wie wild um sich.
Laut dem Reptilienexperten Dr. Clifford Warwick, der sich die Aufnahmen von PETA Asien ansah, stufen führende wissenschaftliche Institutionen das Enthaupten lebender, bei Bewusstsein befindlicher Reptilien schon seit rund 40 Jahren als besonders inhuman ein. Entsprechend ist eine solche Tötung in Teilen der Welt auch illegal. Denn das Abtrennen des Kopfes führt bei Echsen nicht zum sofortigen Tod. Dr. Warwick zufolge war das Gehirn der Echsen vermutlich noch über 30 Minuten nach der Enthauptung bei Bewusstsein und somit auch in der Lage, körperlichen Schmerz und mentale Belastungen ungefiltert wahrzunehmen. Die Aufnahmen von PETA Asien zeigen, wie sich der Kopf einiger Echsen nach der Enthauptung noch bewegt.

Nach der Enthauptung pumpten Mitarbeitende die kopflosen Körper der Echsen mit einem Luftkompressor auf, um die Haut leichter abzulösen.
„Das Video zeigt den brutalen Umgang mit Echsen und deren ebenso brutale Tötung mit Methoden, die mit wissenschaftlichen, evidenzbasierten Protokollen nicht vereinbar und darüber hinaus kontraindiziert, missbräuchlich und inhuman sind.“
Dr. Clifford Warwick, PGDip (MedSci), Ph.D., C.Biol., C.Sci., EurProBiol, FRSB
PETA UK hat Gucci über die Tierquälerei informiert, doch das Unternehmen hält an den bestehenden Methoden fest und profitiert weiter vom Leid der Tiere.
Genau wie jede Katze und jeder Hund hat auch jede Echse eine ganz eigene Persönlichkeit. Die Forschung hat gezeigt, dass einige Echsenarten hingebungsvolle Eltern und Partner sind. Teils leben drei Generationen von Echsen in einer Familiengruppe zusammen. Echsen hingegen, die für Gucci ausgebeutet werden, fristen ein gänzlich anderes Dasein. Statt üppige Regenwälder erkunden zu können, werden sie ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, misshandelt und getötet – einzig und allein zum Zweck der menschlichen Eitelkeit.

Tiere für Marken wie Gucci qualvoll getötet
Ganz gleich, mit welchen vermeintlichen Standards sich Unternehmen auch schmücken: PETA und ihre Partnerorganisationen konnten schon mehrfach die unsäglichen Qualen aufdecken, denen Tiere im Handel mit exotischen Häuten ausgesetzt sind. So enthüllte etwa eine frühere Recherche von PETA Asien, dass Schlangen in Vietnam bei ihrer Tötung mit Druckluft aufgepumpt werden. Aufnahmen zeigten Krokodile, denen Elektroschocks zugefügt wurden. Sie wurden aufgeschnitten, aufgepumpt und dann vermutlich lebend gehäutet.
In Südafrika gelang es PETA USA, Mitarbeitende dabei zu filmen, wie sie Straußen während eines Transports ins Gesicht schlugen. Am Schlachthof angekommen wurden die Tiere betäubt und kopfüber aufgehängt, bevor man ihnen vor den Augen ihrer verängstigten Artgenossen die Kehle durchschnitt. Aus der Haut der Strauße werden die bekannten Gucci-Taschen mit Noppenstruktur hergestellt.

Ehemalige Gucci-Mitarbeiterin klagt wegen irreführender Tierschutzbehauptungen
Eine ehemalige Gucci-Mitarbeiterin aus den USA hat kürzlich das Unternehmen wegen mutmaßlicher Täuschung der Verbraucher:innen und irreführender Geschäftspraktiken verklagt. Nach ihrer 18-jährigen Karriere bei Gucci, in der sie Waren im Wert von 50 Millionen Dollar verkauft habe, fühlt sie sich laut eigenen Angaben vom Unternehmen getäuscht. Sie sei darin geschult worden „Verkaufszeremonien“ durchzuführen, bei denen sie die Kund:innen über Guccis angeblich ethische Produktionsprozesse informieren sollte. Dazu hätten Behauptungen gehört wie jene, die Pythonhaut stamme aus natürlichen Häutungsprozessen und das verwendete Leder sei ein Nebenprodukt der Nahrungsmittelindustrie. Nur durch die Recherchen von PETA Asien sei der ehemaligen Mitarbeiterin klargeworden, welche Qualen die Tiere wirklich für Schlangenleder-Produkte durchleben müssen. Auf eine Anfrage von PETA Deutschland zu den Vorwürfen nahm Gucci bislang keine Stellung.
Was Sie tun können
Kein Gürtel, keine Tasche und keine Geldbörse ist es wert, Tiere solchem Schmerz und Leid auszusetzen. Bitte kaufen Sie keine Accessoires aus Exotenleder – greifen Sie stattdessen zu den vielen tier- und umweltfreundlichen veganen Optionen.
Außerdem: Fordern Sie Gucci noch heute dazu auf, den Verkauf von Exotenleder umgehend zu beenden!