Straußenleder: Junge Strauße für Luxushandtaschen getötet

Im September 2015 gelangte PETA USA an Aufnahmen aus den weltweit größten Schlachtbetrieben für Strauße. Unter den Betrieben befand sich auch der Zulieferer von Straußenleder für die Birkin Bags von Hermès. Auf den Aufnahmen wurde die schreckliche Tierquälerei für Straußenleder endlich sichtbar!

Was ist Straußenleder?

Straußenleder besteht aus der Haut qualvoll getöteter Strauße. Meist werden die Häute der Tiere zu Handtaschen und anderen hochpreisigen Produkten verarbeitet.

Der Afrikanische Strauß ist der größte Vogel der Erde. Die Tiere leben meist in Familienverbänden und wandern gemeinsam über kilometerlange Strecken. Strauße können mehr als 40 Jahre alt werden – doch die auf Farmen gezüchteten Tiere werden schon mit einem Jahr getötet. In freier Natur bleiben junge Strauße bis zu drei Jahre lang bei ihren Eltern, doch in der landwirtschaftlichen Tiernutzung lernen sie ihre Eltern in der Regel nicht einmal kennen.

Wie wird Straußenleder hergestellt?

Die weltweit größten Schlachtfabriken für Strauße befinden sich in der südafrikanischen Provinz Westkap. Sie liefern „luxuriöse“ Straußenhäute an Hermès, Prada, Louis Vuitton und andere große Modehäuser. Was die Augenzeug:innen von PETA USA bei ihrer Recherche auf den Schlachthöfen sahen, war grausam:

straussenleder
Straeusse im Schlachthof
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sträuße hängen kopfüber
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Jungtiere werden für die grauenvolle Fahrt zum Schlachthaus in offenen Lastfahrzeugen zusammengepfercht. Dort angekommen fixieren die Arbeiter:innen jeden Vogel einzeln und betäuben ihn elektrisch. Die Augenzeug:innen konnten Arbeiter:innen dabei beobachten, wie sie völlig verängstigte Strauße in Betäubungsboxen zwangen. Viele Tiere rutschten dabei aus und fielen hin. Danach wurde ihnen die Kehle durchgeschnitten. Kurz darauf wurden die Federn aus den noch warmen Körpern der Vögel gerissen, und die Tiere wurden gehäutet und zerstückelt. Die anderen Strauße mussten hilflos dabei zusehen, wie Mitglieder ihrer Herde direkt vor ihren Augen getötet wurden.

Arbeiter:innen konnten dabei gefilmt werden, wie sie Straußen beim Transport ins Gesicht schlugen. Als mehrere Strauße vor einem Schlachthof über einen Artgenossen stolperten, der zusammengebrochen war, scherzte ein Werksleiter:

„Ich rufe gleich den Tierschutzbeauftragten an.“

Straußenfedern und -fleisch

Die Federn werden den Straußen teils bei vollem Bewusstsein ausgerissen und in Kostümen für das Pariser Varieté „Moulin Rouge“ oder den Karneval in Brasilien verarbeitet. Auch für Staubwedel, Federboas und Accessoires werden sie verwendet. Deutschland ist der zweitgrößte Importeur von südafrikanischen Straußenfedern. [1]

Das Straußenfleisch wird in ganz Südafrika verkauft und exportiert, hauptsächlich nach Europa.

Helfen Sie den Straußen

Bitte kaufen Sie niemals Kleidung aus Leder oder mit Federn, sondern greifen Sie auf vegane Kleidung zurück. Unterschreiben Sie außerdem unsere Petition an die Drogerie Müller mit der Bitte, Produkte aus Straußenleder aus dem Sortiment zu streichen.