Etwa 600.000 Hunde und unzählige Katzen kämpfen in Rumänien täglich ums Überleben. Jährlich werden Tausende von ihnen von Hundefängern gefangen und in städtischen Tierheimen oder Tötungsstationen untergebracht.

Ein nachhaltiges Tierschutzprojekt

Um dieses Leiden zu verringern, haben wir von PETA gemeinsam mit unserem Partner Eduxanima ein großes Kastrations- und Bildungsprogramm ins Leben gerufen, mit dem jedes Jahr tausende Tiere kastriert, registriert sowie medizinisch versorgt werden können. Im Rahmen dieses Programms stehen wir mit lokalen Politikern und Bürgermeistern in Kontakt und ermöglichen zudem Tierschutzunterricht für Kinder an rumänischen Schulen.

So vielen Tieren konnten wir bisher helfen:

19.644

… und dazu TAUSENDE von heimatlosen Hunden und Katzen, die wir medizinsich versorgen, füttern und ihnen Wasser bringen. Die schlimmsten Fälle nehmen wir mit in unsere Notunterkunft.

Rumäniens lohnendes Geschäft mit den „Straßenhunden“

Nach einem zweifelhaften „Beißvorfall“ im Jahr 2013 erließ die rumänische Regierung quasi über Nacht das Tötungsgesetz 258/2013. Laut diesem Gesetz ist es erlaubt, Hunde auf den Straßen einzufangen und in städtische Tierheime und Tötungsstationen zu bringen. Genau aufgrund diesem Gesetz, hat sich ein lohnendes Geschäft für skrupellose Menschen, in Rumänien etabliert. Für jeden gefangenen, zwischenzeitlich versorgten und gegebenenfalls getöteten Hund, lassen sich beträchtliche Summen, durch eine staatliche Förderung verdienen.

Die EU hat Rumänien bereits vor Jahren dazu ermahnt, ein besseres und tierfreundliches Stray-Dog-Management umzusetzen. Die rumänischen Gesetze zum Schutz von heimatlosen Hunde beinhalten konkrete Vorgaben bezüglich der einzuhaltenden Tierschutzstandards. Als Teil des rumänischen Tierschutzgesetzes decken sie ein Mindestmaß an ethischem Verhalten ab und beziehen sich auf Aspekte wie Nahrung, medizinische Versorgung, Kastration, Schutz von Hundemüttern und Welpen sowie Maximalbelegung von Zwingern pro Quadratmeter. Zumeist werden diese Regelungen jedoch nicht umgesetzt; auch ihre Einhaltung wird nicht kontrolliert – weder durch lokale Behörden noch durch die EU. Obgleich bereits zahlreiche Beschwerden und Beweise für die Gräueltaten bei der EU eingereicht wurden, unter anderem von der rumänischen Organisation FNPA, mit der PETA Deutschland kooperiert, ist bis heute nichts geschehen!
Als EU-Mitgliedstaat erhält Rumänien zweckgebundene und nicht zweckgebundene Subventionen für verschiedenste Bereiche. Ein Teil dieser Gelder fließt in das Straßenmanagement und die Abfallwirtschaft, wozu auch das sogenannte Stray-Dog-Management zählt – also das Einfangen und ggf. Töten von Hunden in städtischen Einrichtungen.

Die EU sieht tatenlos zu!

Bis heute hat die Europäische Union weder Auflagen noch Verbote gegen diese grauenvolle Praxis verhängt. Offensichtlich fühlt sich die EU nicht zuständig und stuft das Thema heimatlose Hunde weiterhin als Ländersache ein.

Kastrationen

Jahr für Jahr werden aufgrund der rumänischen Gesetzlage tausende Hunde auf den Straßen Rumäniens von Tierfängern gefangen und in städtischen Tierheimen und Tötungsstationen untergebracht. Hier leidet jede einzelne Hundeseele jeden Tag.

In diesen Einrichtungen fehlt es meist an tiergerechtem Futter, ausreichendem Platz und Schutz vor der eisigen Kälte. Ein Großteil der Tiere wird nicht kastriert und vermehrt sich im Tierheim weiter. Beinahe jeder Hund leidet an schlimmen Hautkrankheiten und unversorgten Wunden, da eine medizinische Versorgung meist gänzlich fehlt. Der überwiegende Teil der Tiere stirbt an Unterversorgung oder erleidet einen anderen grausamen Tod.

Obwohl bereits seit 2013 eine Kastrations- und Registrierungspflicht für alle Hunde gilt, stellen besonders Tiere, die sich in der Obhut von Menschen befinden, eine tierschutzrelevante Herausforderung dar.

Fast alle „Besitzerhunde“ sind nicht kastriert

Da die in der Obhut von Menschen befindlichen Hunde oftmals angekettet und ohne Aufsicht in Gärten gehalten werden, vermehren sie sich ungehindert mit heimatlosen Hunden. So werden tagtäglich Jungtiere geboren, die niemand aufnehmen möchte.

Mit der Einführung einer mobilen Kastrationskampagne, die jeweils mehrere Wochen an einem Ort Station macht, können im Jahr etwa 4.000 Tiere kastriert und registriert werden. Auf diese Weise werden auch ländliche und arme Gebiete erreicht. „Besitzerhunde“ und heimatlose Hunde werden kostenlos kastriert, registriert und medizinisch versorgt. Die zusätzliche Ausstattung mit Laufleinen statt Ketten, neuen Hundehütten und Stroh verbessert das Leben der „Besitzerhunde“.

Schulische Bildung

Eine weitere wichtige Säule dieses Projekts ist der Tierschutzunterricht an rumänischen Schulen, der durch Schulmaterialien von PETAKids unterstützt wird. Kinder und Jugendliche lernen auf diese Weise, wie wichtig es ist, Mitgefühl und Empathie für alle Lebewesen zu entwickeln. Denn nur durch eine für Tierrechte sensibilisierte junge Generation, die im Alltag mitfühlend entscheidet, kann sich die Situation für die Tiere langfristig verbessern.

Politische Arbeit

Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Bürgermeistern und Politikern versuchen wir zudem, dieses wichtige Projekt an vielen weiteren Orten in Rumänien zu etablieren. Auf diese Weise kann das Kastrationsgesetz weiter verbreitet und durchgesetzt werden, um das Leben der Tiere in Rumänien auf lange Sicht zu verbessern. Nur gemeinsam können wir in großen Schritten vorankommen!

Hilfe vor Ort

In ländlichen Gegenden werden viele Hunde im Freien gehalten, was bei eisigen Temperaturen und extremer Hitze zur großen Gefahr werden kann: Viele Tiere haben keinen schützenden Unterschlupf bzw. müssen schwere Ketten tragen, die ihren Bewegungsradius auf einen Meter beschränken. Im Sommer fehlt häufig Schatten, das Trinkwasser wird nicht regelmäßig nachgefüllt – der Körper kann überhitzen. Im Winter frieren Futter und Wasser ein. Die angeketteten Tiere haben keine ausreichende Bewegung und müssen ihre Notdurft in ihrem engen Lebensbereich verrichten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit Eduxanima klären wir deshalb die Menschen vor Ort auf und zeigen ihnen, wie sie sich besser um ihre Hunde und Katzen kümmern können. Damit tragen wir dazu bei, vor allem Hunde aus lebensunwürdigen Situationen zu befreien und ihr Leben zu verbessern. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützen diese mit benötigten Materialien und Futter. Um sicherzustellen, dass unsere Empfehlungen eingehalten werden, kehren wir zu allen Hunden zurück, deren Haltern wir detaillierte Vorgaben bezüglich der  Versorgung ihrer Tiere gegeben haben.

Wir versorgen hunderte Hunde und Katzen, die an Hautkrankheiten, Parasiten, offenen Brüchen, entzündeten Bisswunden, Pfotenverletzungen und schlimmen Ohrentzündungen leiden. Wir impfen sie und kümmern uns um ihr allgemeines Wohl.

Entdeckt unser Team ein verletztes Tier am Straßenrand, nehmen wir es natürlich mit und lassen es medizinisch versorgen. Zudem haben wir immer einen Blick für Tiere, die ein besonders
hartes Schicksal getroffen hat.

Jetzt helfen!

Mit 5 Euro unterstützen Sie uns bei der Herstellung von Informationsmaterial, damit Kinder in der Schule lernen, wie wichtig es ist, Mitgefühl und Empathie für alle Lebewesen zu entwickeln.

Bereits mit 40 Euro helfen Sie, einen Hund zu kastrieren (inkl. Medizin, Narkose, Material, Besteck, Mikrochip, Heimtierpass und Personalkosten sowie verpflichtende Impfungen und Kontrolle der Ohren, Zähne und Pfoten).

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