#GivingTuesday: Hilf traumatisierten Tieren
Der Zähler ist abgelaufen.

Todkranke Welpen kämpfen im Straßengraben ums Überleben

Es ist noch früh am Morgen, als wir uns im Rahmen unserer Kastrationskampagne PETA HELPS ROMANIA auf den Weg ins ländliche Rumänien machen. Wir wissen, dass im kleinen Ort Merisani viele Tiere auf uns warten und es ein langer Tag werden wird.

Auf unserem Weg über eine Landstraße entdecken wir im Straßengraben plötzlich drei kleine, magere Hundebabys – augenscheinlich in Not. Wir halten natürlich sofort an und eilen zu den Tierkindern. Was folgt, sind Tage voller Bangen und Hoffen – Tage, die uns zeigen, dass wir Menschen manchmal so machtlos sind.

Übersät mit Würmern und Parasiten

Drei tiefschwarze, traurige Augenpaare blicken uns an. Das Fell der Welpen ist kahl und stumpf, ihre Haut mit unzähligen Parasiten übersät. Die Hundekinder sehen schlecht aus, ihre Bäuche sind prall aufgedunsen – ein Hinweis auf massiven Wurmbefall. Alle drei sind ausgemergelt, wirken hungrig und durstig. Wir leisten direkt am Straßenrand Erstversorgung und erkennen, dass wir die kleinen Vierbeiner nicht zurücklassen können. Ohne unsere Hilfe werden sie aufgrund ihrer Unterversorgung und ihres schlechten Gesundheitszustands hier in Kürze sterben. Eine weitere große Gefahr sind die vorbeirasenden Autos, die keine Rücksicht auf kleine schutzlose Vierbeiner am Straßenrand nehmen.

Wir nehmen Fiona, Flora und Sniffy, wie wir die drei Notfall-Welpen nennen, mit und bringen sie zu unserer Notunterkunft Triva. In der Quarantänestation werden sie tierärztlich versorgt und entwurmt, erhalten Aufbaumittel und Medikamente gegen die schlimmen Bauchschmerzen. Die drei Hundeschwestern stürzen sich auf das angebotene Essen und scheinen zu spüren, dass sie nun endlich in Sicherheit sind. Auch wir sind erleichtert, den drei Hundeseelen helfen zu können.

PETA Mitarbeiterin fuettert Welpen
Welpen trinken Wasser aus einem Becher
Hund mit Parasiten im Fell

Nach der Erleichterung folgt die Ernüchterung

Doch kurz darauf stellt „Sniffy“, die schwächste der drei Schwestern, die Nahrungsaufnahme ein. Sie will nicht mehr spielen, ist apathisch und auffallend zurückgezogen. Wir untersuchen das Hundekind und testen es auch auf Parvovirose. Die gefährliche und hochansteckende Viruserkrankung ist in Rumänien weit verbreitet und führt besonders bei Welpen häufig zum schnellen und grauenvollen Tod. Sniffy erhält Infusionen und weitere medizinische Hilfe, doch das Testergebnis bringt Ernüchterung: Sniffy ist tatsächlich am gefährlichen Parvovirus erkrankt!

Wir versuchen alles in unserer Macht Stehende, um dem Tierkind zu helfen – doch trotz sofortiger Notversorgung schafft Sniffy es nicht und verstirbt kurze Zeit später. Auch ihre beiden Schwestern Flora und Fiona haben sich mit dem Virus infiziert, zeigen jedoch erst kurze Zeit später Symptome. Trotz medizinischer Hilfe verliert auch Fiona nur wenige Stunden später den Kampf gegen die Krankheit – ihr kleiner Körper ist einfach zu schwach.

PETA Mitarbeiterin streichelt Welpen
PETA Mitarbeiterinnen streicheln Welpen
PETA Mitarbeiterin pflegt Welpen

Flora, das dritte Hundekind, wird nun rund um die Uhr von unserem Team versorgt. Immer wieder zeigt ihr schwacher Körper, dass sie kämpfen will. In guten Stunden steht Flora auf ihren wackeligen Pfötchen und isst ein bisschen Suppe. Doch es gibt auch viele schwere Stunden, in denen wir darüber nachdenken müssen, Flora von ihrem Kampf zu erlösen. Die kleine Welpin lässt uns 10 Tage lang hoffen und bangen.

An Tag 10 hört Flora auf, zu kämpfen

Wir verbringen auch diese Nacht neben Flora auf der Couch. Wir halten ihr kleines Pfötchen, schenken ihre Liebe, Geborgenheit und Wärme. Doch von Stunde zu Stunde wird deutlicher, dass das letzte bisschen Leben aus Floras Augen schwindet. Ganz langsam und leise macht auch Flora sich auf den Weg zu ihren Schwestern Fiona und Sniffy und hinterlässt uns unheimlich traurig und leer.

Flora, Fiona und Sniffy werden immer einen Platz in unseren Herzen haben.

Welpe mit Verband

Ihre Geschichte steht für all die Hundeseelen, die unentdeckt und unbekannt bleiben

Drei kleine, schwache Hundemädchen mit schwarzen, wundervollen Augen – wir durften sie kennenlernen, und nun sind sie von uns gegangen. Wie so viele andere unbekannte und ungesehene Welpen hätten auch Flora, Fiona und Sniffy nicht so unendlich leiden müssen, wenn Menschen, die keine Welpen wollen, ihre Tiere kastrieren lassen würden.

Aus diesem Grund sind wir mit unserem karitativen Projekt PETA HELPS ROMANIA in Rumänien unterwegs. Wir versuchen, solch traurige Schicksale zu verhindern, informieren die rumänische Bevölkerung und ermöglichen die Kastration ihrer Tiere. Wir verdeutlichen den Menschen, wie wichtig es ist, verantwortungsbewusst zu handeln und Mitgefühl zu zeigen – doch all diese Maßnahmen sind nur mit ihrer Unterstützung möglich!

Previous
Next
Weitere Berichte aus Rumänien
welpe sitzt auf der straße

Video: Welpe mit Behinderung ausgesetzt

Welpe in Einkaufstüte

Wie Müll entsorgt: Welpe aus Einkaufstüte gerettet

Hund und Welpe ausgesetzt auf der Strasse

Welpe Lulu – aus einer dunklen Grube gerettet

Helfen Sie den Tieren in Rumänien

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir das Kastrationsprojekt in Rumänien weiter ausbauen können.

Rumänien ist das Land mit den meisten heimatlosen Hunden in ganz Europa. Tausende von ihnen werden Jahr für Jahr von Hundefänger:innen eingefangen und in städtischen Tierheimen und Tötungsstationen untergebracht. Um dieses Leid zu verringern, haben wir gemeinsam mit unserem Partner EDUXANIMA ein großes Kastrations- und Bildungsprogramm vor Ort ins Leben gerufen.

Mit einer mobilen Kastrationskampagne können wir jedes Jahr über 8.000 Tieren helfen. Mithilfe von Kastration und Registrierung sorgen wir für eine nachhaltige Populationskontrolle von Hunden und Katzen. Durch Spenden von Laufleinen und Nahrung und mit medizinischer Versorgung hilft unser Team Hunden, die auf der Straße leben, und jenen, die zwar ein Zuhause haben, aber im Freien gehalten werden.

Kinder lernen im Tierschutzunterricht an Schulen, wie wichtig es ist, Mitgefühl und Empathie für alle Lebewesen zu entwickeln. Durch Gespräche mit Politiker:innen und lokalen Bürgermeister:innen wird die Kampagne auf viele weitere Orte in Rumänien ausgeweitet, denn nur so lässt sich das Leid Tausender Tiere langfristig verringern. Wo immer Hilfe benötigt wird, helfen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Kräften.