Menschenaffen fühlen und leiden wie wir Menschen – und dennoch werden unsere nächsten Verwandten noch immer auf entwürdigende Art in Zoos für zahlendes Publikum zur Schau gestellt.

Die Gefangenschaft in einem Zoo ist für einen Schimpansen, einen Orang-Utan oder einen Gorilla gleichbedeutend mit einer lebenslangen Haftstrafe für einen Menschen.

Weil es kaum möglich ist, in Gefangenschaft geborene Menschenaffen auszuwildern, sollten Steuergelder nicht wie bisher in Zoos, sondern in Schutzmaßnahmen für ihre Lebensräume in Afrika und Asien investiert werden.

Menschen­affen raus aus Zoos

Wir von PETA Deutschland fordern ein Import- und Nachzuchtverbot für Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans in Gefangenschaft. Damit würde die Haltung in den 34 deutschen Zoos und Tierparks, die noch immer Menschenaffen einsperren, mittelfristig auslaufen.

Schließen Sie sich jetzt Tausenden Tierfreund:innen an und helfen auch Sie mit Ihrer Unterschrift dabei, das Leid unserer nächsten Verwandten in Zoos zu beenden!

Online-Petition

Jetzt ist die Zeit gekommen, das Leid unserer nächsten Verwandten in Gefangenschaft zu beenden

Bitte helfen Sie, das Leid von Menschenaffen in deutschen Zoos zu beenden. Appellieren Sie mit uns an das Landwirtschaftsministerium, die Nachzucht und den Import von Menschenaffen zu verbieten, damit die Haltungen mittelfristig auslaufen.

Bitte untersagen Sie die Haltung von Menschenaffen in Gefangenschaft

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister, sehr geehrte Damen und Herren,

Menschenaffen sind entwicklungsgeschichtlich unsere nächsten Verwandten. Primatologen zufolge können sie sich in andere Individuen hineinversetzen und Handlungen für die Zukunft planen. Ebenso können sie in Gefangenschaft die Ausweglosigkeit ihrer Situation erkennen. Die kognitiv hoch entwickelten Tiere leiden unter dem eintönigen Alltag und der Beengtheit im Zoo. Viele Menschenaffen in deutschen Zoos entwickeln daher Verhaltensstörungen wie Bewegungsstereotypien, Apathie, Essstörungen und Selbstmutilation. Um diese zu überdecken, kommen in Zoos nachweislich auch Psychopharmaka zum Einsatz.

Die Zucht und Haltung von Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans als lebendige Ausstellungsstücke ist zutiefst unethisch und durch nichts zu rechtfertigen. In deutschen Zoos geborene Menschenaffen können für das Überleben in der Natur wichtige Verhaltensweisen nicht erlernen. Eine Auswilderung von Menschenaffen gestaltet sich deshalb so gut wie unmöglich, weshalb die Zucht nicht effektiv zum Arterhalt in der Natur beiträgt. Auch der Bildungseffekt ist zu hinterfragen: Besucher betrachten im Zoo lediglich Tiere, die nur ein trauriges, verzerrtes Abbild ihrer freilebenden Artgenossen darstellen, und lernen dabei nichts über das natürliche Verhalten und die Bedürfnisse der Tiere.

Die Belange von Menschenaffen dürfen nicht länger ignoriert werden. Wir brauchen jetzt einen Paradigmenwechsel im Umgang mit unseren nächsten Verwandten. Bitte beenden Sie das sinnlose Leiden von Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, indem Sie ein Verbot von Zucht und Import dieser Tierarten erlassen, damit die Haltungen mittelfristig auslaufen.

Mit freundlichen Grüßen

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So leiden Menschenaffen­ in Gefangenschaft

Menschenaffen in Zoos begreifen die Ausweglosigkeit, in der sie stecken, und zerbrechen daran. [1] Viele von ihnen leiden deshalb an Verhaltensstörungen, die psychischen Erkrankungen bei Menschen gleichen: Sie verletzen sich selbst, essen ihre Exkremente oder ihr Erbrochenes, reißen ihre Haare aus oder wippen mit dem Körper hin und her. Ausschlaggebend hierfür ist die untragbare Gefangenschaft an sich und nicht die konkreten Haltungsbedingungen. [1, 2]

Um diese Zustände zu unterdrücken, setzen einige deutsche Zoos Psychopharmaka ein – dabei ist es inakzeptabel, die Tiere an die schlechte Haltung anzupassen, statt diese zu beenden. [3, 4] Selbst Gehege, die Menschen groß oder ansprechend gestaltet erscheinen, haben nur einen Bruchteil der Größe des natürlichen Lebensraums von Menschenaffen. Daher können die Tiere ihre arteigenen Verhaltensweisen in Zoos nicht ausleben und die Besucher:innen entsprechend nichts über die Lebensweise der Primaten lernen.

Bonobo frisst Kot
Zoos können Menschenaffen keinen artgerechten Lebensraum bieten. 

Zoo-Gefangenschaft ist kein Artenschutz

Menschenaffen, die in deutschen Zoos geboren wurden, können nicht ausgewildert werden. Denn die triste und artwidrige Gefangenschaft kann sie nicht auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten, in dem sie Nahrung selbst suchen oder Feinde und Gefahren abwehren müssten. Artenschutz erfordert den Schutz natürlicher Lebensräume, doch Zoos erhalten jährlich Millionen Euro an Subventionen, während Artenschützer:innen vor Ort um finanzielle Mittel kämpfen müssen.

Viele Naturschützer:innen und Primatolog:innen sind zu Recht empört über die hohe finanzielle Unterstützung für Zoos. [5] Ian Redmond, Chefberater für Menschenaffen für die Vereinten Nationen, kritisierte bereits 2007, dass fünf Millionen Pfund für drei Gorillas im Londoner Zoo ausgegeben wurden, während in Nationalparks täglich Gorillas wegen mangelnder Ressourcen getötet werden. [6]

Zoos mit Menschenaffen in Gefangenschaft

In diesen 34 deutschen Städten sind insgesamt etwa 450 Bonobos, Gorillas, Orang-Utans oder Schimpansen in Zoos eingesperrt. Bitte klären Sie die Menschen in Ihrem Umfeld darüber auf, und besuchen Sie keine Zoos.

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Jetzt spenden und Tieren helfen

Wir setzen uns unermüdlich für ein Ende des Leids von Menschenaffen in Zoos und allen anderen Tieren in der Unterhaltungsindustrie ein. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit für die Tiere, die PETAs Hilfe so dringend benötigen, und lassen Sie uns noch heute eine Spende zukommen.