In der Bekleidungsindustrie werden Jahr für Jahr Milliarden Tiere ausgebeutet und getötet, um Kleidung aus ihrer Haut und ihren Haaren herzustellen. Wir von PETA Deutschland setzen uns gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen und unzähligen Unterstützer:innen weltweit für ein Ende dieser Tierquälerei ein.
Hier sind einige der wichtigsten Erfolge, die wir bereits für die Tiere erreichen konnten:
Großkonzerne steigen aus Tierqualprodukten aus
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Modemarken den Ausstieg aus Tierqualprodukten verkündet. Gründe dafür sind die steigende Qualität tierfreundlicher Materialien – etwa Alternativen zu Leder, Wolle oder Federn wie Daunen, Seide und Pelz –, ein wachsender Nachhaltigkeitsgedanke in der Modebranche sowie der unermüdliche Einsatz von PETA-Organisationen und Tierfreund:innen weltweit: Mit Unternehmensgesprächen, aufsehenerregenden Protestaktionen und Kampagnen machen wir regelmäßig auf das Tierleid hinter Produkten wie Wolle, Pelz, Leder und Daunen aufmerksam.
Tierfreundliche Entscheidungen namhafter Großkonzerne – 9 weltweite Erfolge
- TK Maxx / TJX – verbannt 2026 Mohair aus dem Sortiment: Der US-amerikanische Einzelhandelskonzern TJX – die Muttergesellschaft von unter anderem TK Maxx – hat verkündet, in Zukunft keine Produkte aus Mohair mehr zu verkaufen. Dies geschah, nachdem PETA USA den Konzern darauf hingewiesen hatte, dass für Produkte aus Mohair verängstigte Ziegen geschlagen und mit blutenden Wunden zurückgelassen werden.
- SHEIN – entfernt 2025 Pelz, sogenanntes Exotenleder und „exotische“ Federn (auch bei Drittanbietern): Nachdem PETA USA die Verantwortlichen darüber aufgeklärt hatte, wie sehr Füchse, Kaninchen, Strauße und andere Wildtiere für die Modeindustrie leiden, hat der internationale Anbieter sein unternehmensweites Verkaufsverbot für Produkte aus Pelz und Wildtierleder auch auf seine Drittanbieter ausgeweitet. Laut den neuen Richtlinien des Onlinehändlers beinhaltet das Vertriebsverbot nun sämtliche Erzeugnisse aus den Häuten oder Federn von Straußen, Alligatoren und anderen Tieren, die als „exotisch“ gelten.
- GALERIA – nimmt Angorawolle aus dem Sortiment: Nach einem Hinweis hat das Unternehmen seine Beschaffungspraktiken angepasst und Angora aus dem Sortiment entfernt; die Richtlinien wurden entsprechend 2023 aktualisiert.
- H&M – verwendet seit 2024 weltweit keine Produkte aus neuen Daunen: Der zweitgrößte Textilkonzern der Welt hat PETA USA gegenüber bestätigt, dass er keine neu produzierten Daunen mehr für sämtliche seiner Marken weltweit verwenden wird.
- idee. Creativmarkt – entfernt Pinsel aus Rotmarderhaar nach Protesten: Seit Sommer 2025 protestierten zahlreiche Tierrechtsgruppen, darunter auch PETA Streetteams, bundesweit mit wiederkehrenden Aktionen vor Filialen von idee. Creativmarkt, um das Unternehmen dazu zu bewegen, den Verkauf von Pinseln aus dem Haar getöteter Tiere dauerhaft zu beenden.
- Etsy – verbietet 2026 den Verkauf von Pelz: Nach anhaltendem Druck von Tierschützer:innen, verschiedenen Tierschutzorganisationen, darunter auch PETA USA und ihre internationalen Partnerorganisationen, sowie einer PETA-Petition mit über 100.000 Unterstützenden hat der Online-Marktplatz Etsy den Verkauf von Pelz verboten.
- adidas – nach Unternehmensgesprächen, Demonstrationen von PETA Streetteams und Initiativen von anderen Tierschutzorganisationen hat die Marke 2025 Känguruleder, das für Fußballschuhe genutzt wurde, aus dem Sortiment gestrichen.
- Victoria‘s Secret: Nach zwei Jahren voll intensiver Gespräche mit PETA USA hat die Unterwäschemarke 2026 Federn und Daunen aus all ihren Produkten verbannt. Zuvor hatte das Unternehmen bereits Federn aus seinen Shows verbannt und durch künstliche Federn ersetzt.

Tierfreundliche Gerichtsentscheidungen
Auch vor Gericht konnten wichtige Fortschritte erzielt werden:
- Neuseeland (Wollindustrie): Vier Schafscherer:innen wurden 2026 wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das neuseeländische Tierschutzgesetz angeklagt. Das Ministry for Primary Industries (MPI) ermittelte aufgrund von Beweisen, die während der Recherchen von PETA Asien bei mehr als 30 Wollbetrieben in Neuseeland gesammelt wurden. Das Material zeigte auch die Zustände in elf ZQ-zertifizierten Betrieben, was die Unzuverlässigkeit dieses Zertifizierungssystems offenlegt.
- Bort GmbH vs. PETA Deutschland: Das Oberlandesgericht Stuttgart bestätigte 2025 PETAs Kritik an tierischen Textilien vollständig – mit dem Ergebnis: PETA darf weiterhin öffentlich darauf hinweisen, dass tierische Textilien Tierleid verursachen und durch vegane Alternativen ersetzt werden sollten.
-
Mehr Infos zur gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Bort GmbH
Im August 2024 hatten wir die Bort GmbH öffentlich scharf dafür kritisiert, Wärmewäsche aus Angorawolle zu verkaufen.
- Daraufhin zog der Medizinprodukte-Hersteller mit Sitz in Weinstadt-Benzach gegen die Tierrechtsorganisation vor Gericht. Er beantragte den Erlass einer einstweiligen Unterlassungsverfügung. Damit versuchte Bort, PETA zu verbieten, einzelne Kritikpunkte zu Angorawollen und anderen tierischen Textilien zu äußern, die im Rahmen einer Petition veröffentlicht worden waren.
- In erster Instanz scheiterte das Unternehmen damit am 14. November 2024 vor dem Landgericht Stuttgart überwiegend.
- In den übrigen Fällen legten wir von PETA Deutschland am Oberlandesgericht Stuttgart Berufung ein. Dieses schloss sich am 9. Juli 2025 unserer Auffassung an, dass alle Anträge von Bort unbegründet waren.
Das Unternehmen nahm den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Unterlassungsverfügung daraufhin insgesamt zurück. Das bedeutet, dass PETA auch künftig öffentlich feststellen darf, dass tierische Textilien tier- und umweltschädlich sind und eine zukunftsgerichtete Textilbranche auf vegane Materialien setzt.
Veränderungen auf den Laufstegen
PETA, andere Organisationen und Tierschützer:innen haben Modeschaffende auf der ganzen Welt von der Verpflichtung überzeugt, verschiedene Tierqualprodukte zu verbannen. Neben der Fashion Week New York und der Fashion Week Berlin haben zahlreiche andere Veranstaltungen wie die Fashion Weeks in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Melbourne das Gebot der Stunde erkannt und „Exotenleder“ von ihren Laufstegen verbannt.
Immer mehr Modenschauen und Designer:innen setzen ein klares Zeichen gegen Tierleid:
- New York Fashion Week verbannt 2026 Pelz.
- London Fashion Week verbannt 2024 Pelz und 2025 Exotenleder.
- Berlin Fashion Week – ab 2026 ohne neue Federn, „Exotenleder“ und Pelz.
- Internationale Fashion Weeks (u. a. Kopenhagen, Helsinki, Stockholm, Melbourne): tierfreie Richtlinien.
Immer mehr tierleidfreie Textilien sind von PETA zertifiziert
Immer mehr Unternehmen und Produkte erhalten das „PETA-Approved Vegan“-Siegel für Textilien ohne Tierleid, das sicherstellt, dass kein Pelz, Leder, Federn, Wolle, Seide und keine versteckten tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind – mehr als 800 Zertifizierungen, darunter beispielsweise ausgewählte Produkte von Buffalo, Steve Madden, C&A, Aldo, Armedangels und Hugo Boss.
Diese positiven Beispiele zeigen: Die Zukunft der Mode ist tierfreundlich und vegan.
PETA Vegan Award im Bereich Fashion
Seit 2013 verleihen wir von PETA Deutschland jährlich den PETA Vegan Award Fashion an Unternehmen und Designer:innen in der Modeindustrie, die vegane Kleidung, Schuhe und Accessoires herstellen. Unsere Gewinner:innen zeigen, dass Mode ohne Tierleid auskommen kann und dass es bereits zahlreiche innovative Alternativen zu tierischen Materialien gibt. In den vergangenen Jahren haben wir bereits namhafte Unternehmen und Marken wie Birkenstock, PUMA und Marc O’Polo ausgezeichnet.
3 wegweisende gesetzliche Veränderungen
Auch politisch konnten entscheidende Fortschritte erzielt werden:
- Ende der Pelzfarmhaltung in Deutschland: Nach jahrzehntelangem Einsatz wurde die Haltung von Tieren auf Pelzfarmen praktisch beendet. 2019 schloss die letzte Nerzfarm in Deutschland.
- Verbot von Hunde- und Katzenfellen in der EU: Seit dem 31. Dezember 2008 ist der Import und Export von Hunde- und Katzenfellen in der EU verboten – maßgeblich durch PETA-Recherchen beeinflusst.
- WTO bestätigt Robbenimportverbot: 2013 bestätigte die Welthandelsorganisation das EU-Verbot für Robbenprodukte – ein Meilenstein für den internationalen Tierschutz.
Unser Einsatz wirkt, aber wir sind noch nicht am Ziel: Helfen Sie, das Tierleid in der Modeindustrie zu beenden!
Diese Erfolge zeigen: Veränderung ist möglich. Doch noch immer leiden unzählige Tiere für die Modeindustrie.
Gemeinsam können wir noch mehr erreichen. Unterstützen Sie unsere Kampagne „Rettet unsere Haut.