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Pelz ist Tierquälerei: Unzählige Tiere werden lebendig gehäutet

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Obwohl die globale Pelzproduktion rückläufig ist, leiden weltweit dennoch weiterhin Millionen Tiere wie Nerze, Marderhunde, Waschbären und viele weitere, damit aus ihrem Fell Produkte für die Bekleidungsindustrie hergestellt werden können. [1]

Welchem unvorstellbaren Tierleid die fühlenden Lebewesen sowohl durch die Jagd in freier Natur als auch auf unsäglichen Pelzfarmen ausgesetzt sind, welche Auswirkungen die Pelzindustrie auf die Umwelt hat und weshalb die Ausbeutung sogenannter Pelztiere speziesistisch ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhalte im Überblick

Welche Tiere werden für Pelz getötet?

Pelz ist die abgezogene Haut eines Tieres. Sie wird in der Regel zu Bekleidung und Accessoires verarbeitet. Am häufigsten werden Nerze und Füchse ihrer Felle wegen getötet; 2024 wurden immer noch über 20,5 Millionen Nerze für die Pelzproduktion mit Gas getötet und gehäutet. [2] Weitere Tierarten, die wegen des internationalen Pelzhandels leiden, sind vor allem

  • Marderhunde
  • Waschbären
  • Chinchillas
  • Wiesel
  • Eichhörnchen
  • Schafe
  • Luchse
  • Hamster
  • Hunde

Pelz: Tierquälerei in der Bekleidungsindustrie – die schockierenden Fakten

Die Herstellung von Pelz ist mit unvorstellbarem Tierleid verbunden: Millionen Tiere wie Nerze, Füchse, Marderhunde oder Kaninchen werden jährlich für Modeartikel wie Mäntel, Kragen, Mützenbesätze und Accessoires getötet – unter grausamen Bedingungen.

  • Millionen Tiere sterben jährlich für Pelz: Allein in Europa wurden bis vor Kurzem jährlich rund 7,7 Millionen Tiere auf Pelzfarmen gehalten. [3, 4]
  • 85 Prozent der Tiere stammen aus tierquälerischen Pelzfarmen: [5] Ein Großteil aller Tiere, die ihres Pelzes wegen getötet werden, leidet auf Pelzfarmen. Dort werden sie in winzigen Drahtgitterkäfigen eingepfercht, es fehlt ihnen an jeglichen Beschäftigungsmöglichkeiten und sie können ihren natürlichen Bedürfnissen in keiner Weise nachgehen. Die Tiere leiden unter massivem Stress, entwickeln häufig Verhaltensstörungen wie Selbstverstümmelung oder Kannibalismus.
  • 15 Prozent der Pelze stammen aus qualvollen Jagdmethoden: Viele der Tiere, die wegen ihres Fells getötet werden, werden bei der Jagd erschossen, beispielsweise mit qualvoller Schrotmunition, die die Fellqualität aufrechterhalten soll, oder sie werden mit Fangeisen gefangen. Tritt ein Tier in die Falle, gräbt sie sich oft bis zum Knochen in das Fleisch. In diesem Zustand sind Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen Witterungsverhältnissen, Hunger, Durst und Angriffen durch Beutegreifer schutzlos ausgeliefert – so lange, bis die Pelzjäger:innen zurückkommen und die wehrlosen Opfer erschlagen oder erschießen. [6]
  • Grausame Tötungsmethoden: Um das Fell nicht zu beschädigen, werden kleinere Tiere wie Nerze häufig durch Vergasung und größere wie Füchse oder Marderhunde mit analem Elektroschock getötet – oft bei vollem Bewusstsein. In Ländern wie China mit sehr geringen Tierschutzstandards werden Marderhunde oftmals gewaltsam erschlagen oder zu Tode getreten. 
  • Lebendig gehäutet: Die Tötungsmethoden sind dabei nicht immer wirksam: Es kommt oft vor, dass Tiere bei vollem Bewusstsein gehäutet werden und sogar noch mehrere Minuten atmen, nachdem ihnen das Fell vom Körper geschnitten wurde, dies belegen Undercover-Aufnahmen. Ein Grund dafür ist beispielsweise, dass eigentlich illegale Autogase, die kleine Betriebe teils anwenden, meist langsam und unzuverlässig töten und jedes Tier eine andere Toleranz besitzt. Einige Tiere erlangen daher wieder das Bewusstsein, während sie bereits gehäutet werden. Statt mit Kohlenstoffdioxid müssten die Tiere rechtlich mit Kohlenstoffmonoxid getötet werden.
  • Täuschung beim Verkauf: Echtpelz wird häufig als Kunstpelz deklariert oder gar nicht gekennzeichnet. Viele Menschen tragen Pelz, ohne es zu wissen.
  • Pelz ist eine Umweltsünde: Die chemische Behandlung der Felle (z. B. mit Formaldehyd oder Chrom) belastet Umwelt und Gesundheit.

Woher kommen die Pelze?

Rund 50 Prozent der weltweit gehandelten Pelze stammen aus Europa. [7, 8] Auch in Nordamerika und China existieren zahlreiche Pelzfarmen. [9] Jedes Land hat eigene Gesetze und Verordnungen, um die Haltungsbedingungen von Tieren auf Pelzfarmen oder bei der Pelzjagd zu regeln – in China gibt es gar keine.

Die Herkunft eines Pelzes sagt nichts über die realen Haltungsbedingungen der Tiere aus. Von der europäischen Pelzindustrie selbst eingeführte Marketinglabels wie „Origin Assured“ verweisen lediglich auf existierende Verordnungen und Gesetze, ohne deren Einhaltung oder das Tierwohl zu beachten.

Nerz im Kaefig fuer Pelz
Über 50 Prozent aller weltweit gehandelten Pelze stammen aus europäischen Zuchtfarmen.

Wie leben die Tiere auf Pelzfarmen?

Momentan stammen 85 Prozent aller Felle für die Pelzindustrie von Tieren, die auf Farmen gezüchtet werden. [10] Um möglichst billig zu produzieren, werden Nerze, Füchse oder Marderhunde in winzige, karge und verdreckte Drahtgitterboxen gepfercht, in denen sie sich kaum bewegen können und immer nur Gitterstäbe unter den empfindlichen Pfoten spüren. Sie sind gezwungen, ihr ganzes Leben im Geruch ihrer eigenen Exkremente zu verbringen und haben keinerlei Möglichkeit, ihren natürlichen sozialen Verhaltensweisen nachzugehen:

  • Füchse können für ihre Familien keinen Bau buddeln,
  • Nerze nicht schwimmen
  • und Marderhunden bleibt die Nahrungssuche im Revier verwehrt.

Zoolog:innen der Universität von Oxford haben in Studien mit Nerzen festgestellt, dass Wildtiere auch nach Generationen in Gefangenschaft nicht domestiziert sind und in der Pelzzucht enorm leiden. Dies gilt insbesondere, wenn ihnen die Ausübung angeborener Verhaltensweisen verwehrt bleibt – zum Beispiel wenn Nerze keine Gelegenheit zum Schwimmen haben. [11]

Die artwidrige Haltung auf Pelzfarmen führt oft zu:

  • Selbstverstümmelung in Form von Bisswunden an Haut, Schwänzen und Füßen.
  • Kannibalismus; die Tiere essen ihre Artgenossen oder ihren Nachwuchs.
  • Verhaltensstörungen wie unaufhörliches Drehen, Im-Kreis-Laufen oder stundenlanges Nagen an den Gitterstäben ihrer Käfige.

Die Monotonie ihres Lebens treibt die Tiere regelrecht in den Wahnsinn.

Aufdeckungen
Thumbnail Die grausame Realitaet fuer Nerze in der Pelzindustrie
Video: Nerze auf Pelzfarm zerfleischt
Pelzfarm in Russland
Horror: Schreiende und enthauptete Tiere
Chinchilla Pelzfarm
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Nerzfarm Litauen
Litauen: Kannibalismus auf Nerzfarm
Nerz im Kaefig fuer Pelz.
Kanada: Nerze umgeben von Maden
fuchs in einem käfig
Das blutige Geschäft polnischer Pelze
Kaninchen auf einer Pelzfarm
Kaninchen für Pelz lebendig gehäutet
Hund im Käfig in der Pelzindustrie
Hunde- und Katzenpelz aus China

Wie werden die Tiere für Pelz getötet?

Die Tötungsmethoden sind auf der ganzen Welt qualvoll und nicht immer wirkungsvoll. Im Vordergrund stehen die „Unversehrtheit“ und „Qualität“ des Endprodukts.

  • Nerze werden zu Dutzenden in Kisten gestopft und mit heißen, ungefilterten Auspuffgasen aus LKW-Motoren vergast. Weil Auspuffgase jedoch meist langsam und unzuverlässig töten, kommen manche Tiere wieder zu Bewusstsein, während sie gehäutet werden.
  • Ähnlich ist es bei der Tötung per Elektroschock. Hierbei wird den Tieren eine Elektrode in den Mund und eine zweite in den After eingeführt und an Strom angeschlossen. Die Tiere erleiden einen Herzinfarkt und verbrennen quasi innerlich.
  • Auf chinesischen Märkten versuchen Pelzfarmer:innen teilweise, Marderhunden mit Eisenstangen den Schädel zu zertrümmern.

Nach dem Häuten werden die pelzlosen Körper der Tiere oftmals auf einem Haufen gesammelt. Die Tiere, bei denen der Tötungsversuch fehlschlug, liegen lebendig und keuchend inmitten ihrer toten Artgenossen. Bei manchen Tieren schlägt das Herz noch mehrere Minuten, nachdem ihnen die Haut abgezogen wurde.

Welche Länder haben Pelzfarmen bereits verboten?

In vielen Ländern wird die Ausbeutung von Tieren auf Pelzfarmen von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnt. [12] Daher ist die Zucht von Tieren wegen ihres Fells in diesen Ländern beispielsweise bereits verboten.

Neben Pelzfarmverboten gibt es auch erste Handelsbeschränkungen. Nachdem in den USA einzelne Städte wie Berkeley, San Francisco und Los Angeles Verkaufsverbote für neu hergestellte Pelzwaren eingeführt hatten, zog Kalifornien nach: Seit 2023 ist der Verkauf dieser Produkte im gesamten US-Bundesstaat verboten. Ähnliche Gesetze gelten auch in der brasilianischen Stadt São Paulo.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Im Mai 2017 konnte ein wichtiger Teilerfolg für Tiere auf Pelzfarmen in Deutschland erzielt werden. Obwohl die CDU/CSU-Fraktion ein Pelzfarmverbot verhinderte, stimmte der Bundestag für eine weitere Verschärfung der Haltungsbedingungen auf Pelzfarmen. [13] Seither sind die Nachzucht und das Vergasen von Nerzen nicht mehr rentabel. Die letzte Pelzfarm Deutschlands schloss folglich im März 2019. Damit endete für die Bundesrepublik eine Ära, in der Wildtiere in viel zu kleinen Käfigen ohne festen Boden, Schwimm- oder Klettermöglichkeiten gefangen gehalten und am Ende ihres kurzen Lebens qualvoll getötet wurden.

Pelze aus der Jagd

Doch Tiere leiden für die Pelzindustrie nicht ausschließlich auf Pelzfarmen. Weltweit werden etwa 15 Prozent der sogenannten Pelztiere durch Schusswaffen oder aufgestellte Fallen getötet. Häufig werden sogenannte Fangeisen verwendet. Tritt ein Tier in die Falle, gräbt diese sich oft bis zum Knochen in sein Fleisch ein. Die Tiere durchleben einen verzweifelten Kampf und unermessliche Schmerzen. Dabei sind sie Witterungsverhältnissen, Wundbrand, Hunger, Durst und Angriffen durch Beutegreifer schutzlos ausgeliefert. Schwimmtiere werden häufig in Unterwasserfallen gefangen und sterben einen grausamen Erstickungstod, der bis zu 9 Minuten dauern kann. [6]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vor allem der Fuchspelz aus der Bejagung mit Schusswaffen von Bedeutung. Hier verschweigen die Jäger:innen, dass ein Großteil der Tiere nur angeschossen wird und sich mit klaffenden Wunden, zerschlagenen Knochen und heraushängenden Eingeweiden durch den Wald schleppt. Die meisten dieser Tiere werden erst sehr spät oder gar nicht mehr von den Jagenden gefunden und sterben einen langsamen und elendigen Tod.

Jaeger mit toten Fuechsen
Hierzulande wird das Fell bejagter Füchse als „nachhaltiger Pelz aus heimischer Jagd“ angeboten.

Pelzhandel in der EU: Haltungsbedingungen und Kennzeichnung von Pelzen

Einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge ist die Haltung von sogenannten Pelztieren nicht mit dem EU-Tierschutzrecht vereinbar. [14]

Seit 2012 gilt in der EU die Textilkennzeichnungsverordnung, sie schreibt bei Pelzen und Pelzbesätzen an Mützen oder Jackenkragen den Vermerk „Enthält nicht-textile Teile tierischen Ursprungs“ vor. [15] Trotz dieser Kennzeichnung stoßen Tierrechtler:innen und Journalist:innen sehr häufig auf falsch oder gar nicht deklarierte Pelze in Modegeschäften aller Preisklassen. [16] Die Kennzeichnung ist nicht nur unwirksam, sondern führt immer wieder zu Verbrauchertäuschung, indem Tierpelze, womöglich absichtlich, als Kunstpelz verkauft werden.

Für Pelze bestimmter Tierarten gibt es in der EU bereits Handelsverbote. So dürfen seit 2008 keine Hunde- und Katzenfelle mehr in der EU verkauft werden. [17] Da die Tierart, von der ein Pelz stammt, kaum kontrolliert und nur mit aufwändigen Labortests bestätigt werden kann, entdecken Tierschützer:innen weiterhin Pelzprodukte von Hunden und Katzen auf dem europäischen Markt. [18, 19, 20] Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man echte Tierhaare von Kunstpelzen unterscheiden kann.

Auch der Import von und Handel mit „Robbenprodukten“ sind in der EU seit 2010 verboten. Neben Fleisch, Fett und Öl schließt das Verbot auch den Pelz der Tiere ein. [23] Nach Russland, den USA und der Schweiz ist Indien das 36. Land, das sich diesem Handelsverbot angeschlossen hat. [24]

Doch es ist ganz egal, ob das Fell von einer Robbe, einem Marderhund, Fuchs, Kaninchen, Hund oder einer Katze stammt – Tiere sind nicht dazu da, dass wir aus ihnen Bekleidung machen. Die Einteilung von Tieren nach ihrem Nutzen für den Menschen nennt sich Speziesismus, doch es ist moralisch niemals in Ordnung, anderen Lebewesen Leid zuzufügen und sie auszubeuten.

Hunde in Käfigen für Pelze
Viele importierte Pelzwaren werden falsch deklariert. So gelangen auch Produkte aus Hundefell nach Europa.

Pelze belasten die Umwelt und die Gesundheit

Pelzfarmen bergen ein erhebliches Risiko für die Entstehung und Verbreitung von Zoonosen, also von Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Rund 75 Prozent aller neu auftretenden Infektionskrankheiten sind zoonotisch, darunter SARS, MERS, Ebola, Vogelgrippe und COVID-19.

  • Auf Nerzfarmen kam es während der Corona-Pandemie zu massiven SARS-CoV-2-Ausbrüchen, bei denen das Virus zwischen Menschen und Tieren hin- und herwechselte und neue Varianten bildete.
  • Ähnliche Risiken bestehen durch Ausbrüche der hochpathogenen Vogelgrippe (H5N1), die sich auf Pelzfarmen in Spanien und Finnland ausbreitete und dort sogar Mutationen zeigte, die eine Anpassung an Säugetiere erleichtern.

Die Haltungsbedingungen – enge Käfige, hohe Tierdichte und chronischer Stress – fördern Immunschwäche und erleichtern die Ausbreitung von Viren. Nerze haben ähnliche Atemwege wie Menschen. Sie sind empfänglich für Vogel- und für Menschenviren und können als „Mischwirte“ für menschliche und tierische Influenzaviren dienen, was die Gefahr neuer Pandemie-Stämme erhöht.

Studien fanden auf Pelzfarmen zahlreiche Hochrisiko-Viren, darunter Coronaviren und Influenza-Stämme, die potenziell auf den Menschen übertragbar sind. Trotz dieser Gefahren bleibt die Pelztierzucht in vielen Ländern legal, obwohl Wissenschaftler:innen sie als ähnlich riskant wie den Wildtierhandel einstufen und ein weltweites Verbot fordern. [25, 26]

Nicht nur Tiere leiden für die Pelzproduktion. Die Haltung und Ernährung der meist fleischessenden Wildtiere verschwendet eine Menge Ressourcen in Form von Tiernahrung, Wasser und Anbauflächen. Zusätzliche Schäden entstehen durch die Ausscheidungen der Tiere, die zur Versäuerung des Ökosystems führen, sowie durch gefährliche Treibhausgase wie Lachgas und Ammoniak.

Um die Verwesung der Tierpelze zu verhindern, werden die Felle unter hohem Energieaufwand gekühlt oder mit Tonnen umweltbelastender Salze bedeckt. Bei der Gerbung kommen umweltschädigende Chemikalien wie Chrom III, Aluminium und Schwefelsäure zum Einsatz. Gegerbt wird häufig in Billigproduktionsländern, wo die giftigen Abwässer oftmals ungefiltert in die Natur abfließen. Laboruntersuchungen zeigten in Pelzprodukten aller Preisklassen Rückstände krebserregender, allergieauslösender und hormonverändernder Chemikalien auf, die bei Hautkontakt zu schweren Erkrankungen wie Krebs, chronischen Vergiftungen oder Allergien führen können. [27]

Kunstpelze sind besser für die Umwelt als Tierpelze

Die Herstellung eines Nerzmantels benötigt 20-mal mehr Energie als die Produktion eines Kunstpelzes. Gründe dafür sind unter anderem

  • der Transport von Tiernahrung zu Farmen,
  • die Müllverwertung,
  • Elektrizität für Gebäude und Tötungsapparate,
  • der Einsatz von Pestiziden, Impfstoffen und Antibiotika
  • sowie der Abtransport von Tierkörpern. [27]

Pelz von Tieren zu tragen, ist speziesistisch

Sogenannte Pelztiere wie Nerze, Füchse und andere werden allein für den Zweck auf Pelzfarmen gezüchtet, in kleine Käfige gepfercht und getötet, um ihr Fell zu menschlicher Kleidung zu verarbeiten. Diese Form der Ausbeutung einer Spezies zum Nutzen des Menschen nennt sich Speziesismus. Das Denkmuster bedient sich sozialer Ungerechtigkeiten und reiht sich damit neben weiteren entwertenden Systemen wie dem Rassismus und dem Sexismus ein.

Es ist moralisch falsch, andere Lebewesen – egal welcher Spezies – auf einen menschengemachten Nutzen zu reduzieren und danach zu behandeln. Das betrifft nicht nur Tiere, die zur Herstellung von Kleidung aus Pelz, Leder, Wolle, Daunen und Seide missbraucht werden: Während wir sogenannte Haustiere wie Hunde und Katzen hierzulande lieben, hegen und pflegen, erleiden Millionen sogenannter Nutztiere Nutztiere täglich unvorstellbare Qualen in der Ernährungsindustrie zur Herstellung von Tierleidprodukten wie Fleisch, Milch und Eiern.

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Tierfreundlich kaufen: So unterscheiden Sie Kunstpelz von Echtpelz

Statt andere Spezies auszubeuten, können wir bewusst tierfreie Alternativen wählen. Entscheiden Sie sich beispielsweise statt echtem Pelz für ein Kleidungsstück aus Kunstpelz. Wie Sie die Unterschiede erkennen, erfahren Sie hier.