Elon Musks sinnlose Tierversuche: Tierquälerei beim Tesla-Chef

Elon Musk gilt als einer der größten Visionäre des 21. Jahrhunderts. Mit Beteiligungen an zahlreichen großen Unternehmen wie dem Raumfahrtunternehmen SpaceX erlangte er internationale Bekanntheit. Doch auch in einem weiteren Bereich ist Elon Musk ganz vorne mit dabei: Immer wieder trägt er die Verantwortung für grausame Experimente, in denen Tiere skrupellos ausgebeutet werden.

Sinnlose Tierversuche für SpaceX

Im Juni 2021 schickte das Unternehmen SpaceX, bei dem Musk gleichzeitig Gründer, CEO und Chefingenieur ist, 128 im Dunkeln leuchtende Baby-Zwergtintenfische und 5.000 Bärtierchen, auch Wasserbären genannt, zur Internationalen Raumstation. Dort soll im Namen der „Forschung“ weiter an ihnen experimentiert werden.

Den Experimenten an Zwergtintenfischen und Bärtierchen war eine ähnliche Aktion im Dezember 2020 vorausgegangen, bei der Mäuse in einer SpaceX-Rakete losgeschickt wurden. Zuvor hatte man einigen von ihnen im The Jackson Laboratory Medikamente injiziert, die dafür sorgten, dass sich ihre Muskelmasse verdoppelte. Diese Versuche und die unten erwähnten Aktionen sind nicht nur Tierquälerei, sondern auch reine Zeitverschwendung – für die Astronaut:innen oder andere Menschen sind sie völlig irrelevant.

SpaceX Unternehmenszentrale
SpaceX schickte zahlreiche Tiere für Experimente zur Internationalen Raumstation.
Steve Juvetson / CC BY 2.0

Neuralink – unnötige Versuche an Affen und Schweinen

Am 28. August 2020 stellte Elon Musk Gertrude vor: eines von mehreren Schweinen, die er in Tierversuchen ausbeutet. Die Präsentation erfolgte im Rahmen eines Webcasts zum neuesten Projekt seiner Firma Neuralink. Diese will Schweinen münzgroße Computerchips in das Gehirn implantieren, um zu zeigen, dass Hirnströme nachverfolgt werden können. Natürlich wusste Musk, dass es einen öffentlichen Aufschrei geben würde, wenn er Schweine zu diesem Zweck missbraucht. Deshalb lief seine PR-Maschine an und er stellte die ganze Sache so dar, als sei ihm und seinem Team viel am Wohl der Schweine gelegen. Doch dieser tierfreundliche Anstrich kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um Tierquälerei, menschliches Überlegenheitsdenken, Speziesismus und schlechte Wissenschaft geht.

In einem Videoclip ist ein Schwein zu sehen, das auf einem Laufband gehen muss. In den Ohren hat es riesige Löcher, wie sie den Tieren auch in der Intensivtierhaltung ohne Betäubung eingestanzt werden.

Schweine sind wie wir. Über Schweine ist bekannt, dass sie träumen, ihren eigenen Namen kennen, sich komplizierte Wege merken und ein ebenso komplexes Sozialleben wie Primaten führen. Wer Schweine besser kennt, weiß, dass sie Menschen in vielen Dingen ähnlich sind: Sie hören gern Musik, spielen mit Fußbällen und genießen es, massiert zu werden.

Als wären die Experimente an Schweinen nicht schon schlimm genug, wurden im April 2021 weitere Tierversuche mit Affen bekannt. Das Bild, das dabei durch die Medien ging, sieht auf den ersten Blick harmlos aus: Ein Affe steuert das Computerspiel „Pong“, im Hintergrund ist eine an die Wand gebeamte Dschungel-Optik zu sehen.

Doch keines der von Neuralink ausgebeuteten Tiere wird jemals im Dschungel leben und die Freiheit genießen können. In neurowissenschaftlichen Experimenten müssen die Affen teils stundenlang auf einen Bildschirm starren. Um sie zur Kooperation zu zwingen, werden die Tiere ständig durstig oder hungrig gehalten. Wenn die „Sitzung“ vorbei ist, müssen sie zurück in ihren Käfig.

Experimente, die denen von Neuralink ähneln, wurden schon viele Male zuvor durchgeführt, haben jedoch keine relevanten Ergebnisse hervorgebracht. Sie gehen immer auf Kosten von Tieren, deren Leben rücksichtslos gestohlen wird. Wer schon um jeden Preis das menschliche Gehirn mit dem Internet verbinden möchte, der sollte das nicht auf Kosten von Schweinen, Affen oder anderen Tieren tun.

Tierversuch mit Affe
Symbolbild. Weltweit leiden und sterben Millionen von Tieren in Tierversuchen.

Tierversuche sind unnötig und grausam – Innovation geht anders

Tiere empfinden genau wie wir Schmerz und Angst, und ihre Interessen sollten genauso ins Gewicht fallen wie unsere eigenen. Wissenschaftlich betrachtet bringen Musks Vorführungen keine Erkenntnisse, die es nicht vorher schon gab. Wie in den meisten seiner „Durchbrüche“ geht es auch hier hauptsächlich um den damit verbundenen Hype. Beweise dafür, dass das, was er vorhat, tatsächlich umgesetzt werden kann, bleibt er weitestgehend schuldig. 

PETA fordert von Musk, sich wie ein richtiger Pionier zu verhalten und einen Neuralink-Chip in sein eigenes Gehirn implantieren zu lassen – nicht in das von klugen, empfindsamen Schweinen, die nicht aus freien Stücken an den Versuchen teilnehmen. Diesen Tieren bringt es auch nichts, wenn Musk sie streichelt oder sie in eine Zelle voller Stroh sperrt. Sie sollten nicht unter seinen Luftschlössern leiden müssen.

wissenschaft statt tierversuche

Wäre Musk tatsächlich so innovativ, wie er vorgibt, dann würde er erkennen, wie künftige Generationen wohl über seine Ausbeutung anderer Lebewesen denken werden. Man wird ihn als Speziesisten in Erinnerung behalten.

Nur weil man etwas machen kann, heißt das nicht, dass man es auch machen sollte. Elon Musk weiß, dass es ethisch vertretbare Möglichkeiten gibt, um seine Ziele zu erreichen – das hat er mit lederfreien Autoausstattungen bereits bewiesen. Tiere in Versuchen auszubeuten, gehört eindeutig nicht zu diesen Möglichkeiten.

Was Sie gegen Tierversuche tun können

Es ist an der Zeit, diesen grausamen Versuchen ein Ende zu setzen. Wie der Ausstieg aus Tierversuchen gelingt, zeigt PETAs Research Modernisation Deal. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!