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Update: PETA deckt mit Tierschützer und Galileo illegalen Tierhandel auf

Update April 2021

Der ursprüngliche Termin der TV-Ausstrahlung des zweiten Teils der Galileo-Reihe, in der wir von PETA Deutschland illegalen Tierhandel mit Welpen und Katzen aufdecken, wurde am 11. April kurzfristig verschoben. Den neuen Ausstrahlungstermin geben wir in Kürze an dieser Stelle bekannt.

Originaltext (März 2021)

Der Handel mit Hunde- und Katzenwelpen floriert. Seit dem ersten Corona-Lockdown stieg die Anzahl der in Deutschland gehaltenen „Haustiere“ um knapp eine Million auf 34,9 Millionen [1] Tiere. Darunter 15,7 Millionen Katzen und 10,7 Millionen [2] Hunde. Auch aufgrund der Corona-Krise werden mehr und mehr Tiere im Internet angeboten und verkauft, während in Tierheimen im In- und Ausland tausende Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause warten. Für Preise von bis zu 7.000 Euro werden Hunde unterschiedlicher „Rassen“ auf diversen Portalen angeboten und an jeden Interessenten verkauft – nicht selten in extra angemieteten Verkaufswohnungen oder an Bahnhöfen. Die PETA-Ermittler sind mit einem Team von Galileo (Pro7) und dem Tierschützer Stefan Klippstein der Spur des Welpenhandels in Berlin gefolgt und konnten erneut Fälle des illegalen und skrupellosen Tierhandels aufdecken.

Florierendes kriminelles Geschäft

Auf der Plattform Quoka stießen unsere Ermittler auf eine Anzeige, in welcher junge Schäferhundwelpen in Berlin angeboten wurden. Wir kontaktierten die Verkäufer und gaben uns als Interessenten für eine Hündin aus. Die Händlerin erzählte unserem Team, die Welpen würden aus einer liebevollen Zucht stammen und können in einer Wohnung besichtigt und dann direkt mitgenommen werden. Wir machten uns auf den Weg, um dieser spannenden Spur zu folgen und wurden Zeugen des perfekt organisierten, mafiösen Geschäfts mit kleinen Lebewesen.

Schäferhundwelpen
Der Welpenhandel im Internet boomt. Auch diese jungen Tiere wurden zum Verkauf angeboten.

In einem weiteren Fall bot ein Verkäufer eine kleine französische Bulldogge für mehrere tausend Euro zum Kauf an. Der Hund sollte in einem Berliner Wohngebiet auf der Straße übergeben werden. Dabei stellte sich heraus, dass der kleine, hilflose Welpe weder ausreichend geimpft war, noch legal nach Deutschland gebracht worden war. Denn: Die Händler hatten den kleinen Vierbeiner aus einem Nicht-EU-Land illegal in einer Katzentransportbox eingeführt. Doch konnten die Tierschützer den kleinen Welpen retten und den Händler überführen?

Das kriminelle Geschäft mit Katzenbabys

Nicht nur Hunde, sondern auch Katzen werden in Deutschland mittlerweile wie Ware auf Internetplattformen angeboten. Viele der kleinen Katzenkinder stammen, wie auch viele Hundewelpen, aus dem osteuropäischen Ausland. Ohne ausreichenden Impfschutz, Behandlung gegen Parasiten und oftmals viel zu jung werden sie dann auf den Plattformen angeboten und für Preise von bis zu 300 Euro an jeden Interessenten verkauft. So stießen die Ermittler auch auf eine bereits polizeilich bekannte Tierhändlerin, die direkt an der polnischen Grenze wohnt und immer am selben Berliner Bahnhof extrem junge Katzenbabys illegal verkauft.

Ob und wie die Katzen und Hunde gerettet werden konnten, seht ihr am 28. März und 11. April bei Galileo auf Pro7.

Das Leid der Elterntiere

Nicht nur wegen seiner Größe ist Berlin ein beliebter Verkaufsort bei illegalen Händlern, auch die Grenznähe zu Polen zieht sie an. Die meisten Welpen stammen aus Vermehrerzuchten in Osteuropa, wo sie großem Leid ausgesetzt sind. Für die kriminellen Geschäfte werden die Welpen meist viel zu jung von ihrer Mutter getrennt.

Die illegal verkauften Welpen sollen für den Händler an erster Stelle Profit bringen – wie es den Tieren und ihren Eltern geht, ist nebensächlich. Da die meisten Vierbeiner nicht geimpft sind, sind die Welpen oft schwer krank, haben Würmer oder sind voller Parasiten. Die teilweise langen Transportwege schwächen die jungen Tiere zusätzlich – einige sterben sogar nach kurzer Zeit in ihrem neuen Zuhause.

Auf den Welpenfarmen in Osteuropa werden die Muttertiere wie Gebärmaschinen behandelt. Sie müssen oft in engen Käfigen ohne Tageslicht in ihren eigenen Ausscheidungen leben. Viele sind krank und unterernährt. Sind die Mütter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie erbarmungslos erschlagen oder ausgesetzt, da sie für die Vermehrer wertlos werden.

Hund im Käfig
Muttertiere auf Zuchtfarmen erfüllen nur einen einzigen Zweck: Sie sollen möglichst viele Welpen „produzieren“.

Tiere sind keine Ware! Unterstützt niemals, auch nicht aus Mitleid, diesen kriminellen Handel!

  • Kaufen Sie niemals ein Tier aus dem Internet oder beim Züchter. Ihr neuer tierischer Begleiter wartet im Tierheim auf Sie.
  • Melden Sie sich bei uns, wenn Sie den Verdacht haben, illegalen Welpenhandel entdeckt zu haben. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die kriminellen Geschäfte mit Tieren zu beenden.