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Harvard: Affenbabys in grausamen Experimenten gequält

Als Aktivist:innen das Affenbaby Britches 1985 aus einem Labor der University of California befreiten, war das öffentliche Entsetzen groß: Das winzige Äffchen war seiner Mutter kurz nach der Geburt entrissen worden und ihm waren seine Augenlider zugenäht worden. Bei seiner Rettung war Britches in einem katastrophalen Zustand. Der darauf folgende Skandal führte zusammen mit der Aufdeckung anderer grausamer Experimente durch PETA USA zu einer historischen Änderung des Gesetzes zum Schutz der Tiere, um diese Tierquälerei künftig zu verhindern.

Doch die Realität sieht anders aus: In den vergangenen vier Jahrzehnten quälte Margaret Livingstone, Experimentatorin an der US-amerikanischen Harvard University in Cambridge, weiterhin Affenbabys auf die gleiche Weise.

Gesunde Affenbabys wurden isoliert und totaler Dunkelheit ausgesetzt

Margaret Livingstone, Experimentatorin an der Harvard-Universität, hat ihre gesamte 40-jährige Laufbahn damit verbracht, Affenbabys von ihren Müttern zu trennen und ihnen die Augen zuzunähen oder dafür zu sorgen, dass sie nie ein menschliches oder Affengesicht sehen, nur um herauszufinden, wie stark dies ihre Gehirn- und Sehentwicklung schädigt.

  • Bei den meisten von Livingstones Experimenten näht sie den Affenbabys bis zu einem Jahr lang die Augen zu.
  • In anderen Experimenten werden die mutterlosen Affen von Labormitarbeiter:innen aufgezogen, die Schweißermasken tragen.
  • Diese kleinen und verängstigten Neugeborenen sehen ein Jahr lang kein Gesicht – weder von Affen noch von Menschen, damit Livingstone untersuchen kann, wie diese Isolation ihre Fähigkeiten zur Gesichtswahrnehmung beeinflusst.
  • Zu diesem Zweck setzt Livingstone den wehrlosen Tieren einen Stahlpfosten in den Kopf, schnallt ihnen das Kinn fest oder zwingt sie, auf eine Stange zu beißen. Manchmal pflanzt sie ihnen auch Elektroden ins Gehirn, um aufzuzeichnen, wie die Gehirnzellen auf visuelle Reize reagieren.
  • Nach jahrelangem Missbrauch tötet sie viele der Affen und seziert ihre Gehirne.

Diese Tierquälerei bezeichnete Livingstone fadenscheinig als „Wissenschaft“. Tiere sind jedoch genau wie Menschen denkende, fühlende und leidensfähige Lebewesen mit individuellen Bedürfnissen. Aus diesen Gründen ist es moralisch nicht vertretbar, ihnen Schmerzen und Leid zuzufügen – für einen vermeintlichen Erkenntnisgewinn.

Person fuettert Affenbaby im Versuchslabor
In grausamen Experimenten werden die Affenbabys in Livingstones Labor ihren Müttern entrissen und unter isolierten Bedingungen aufgezogen. Ein Jahr lang wird ihnen selbst die Möglichkeit genommen, Gesichter von Menschen oder anderen Affen zu sehen. Dazu tragen Labor­mitarbeiter:innen Schweißermasken.
Bild: PiN Program in Neuroscience, Havard University

Die wenig überraschenden Ergebnisse der Livingstone-Experimente

Die Ergebnisse dieser absurden Tierquälerei? Wenig überraschend wirkt es sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns und des Sehvermögens aus, im ersten Lebensjahr blind zu sein. Diese Erkenntnis ist Livingstones Beitrag zur Wissenschaft.

Zudem erleiden Affenbabys, die ihren Müttern bei der Geburt entrissen werden, dauerhafte physiologische und auch psychologische Schäden:

  • Mutterlose Affen sind ängstlicher und aggressiver, produzieren einen Überschuss an Stresshormonen und befinden sich häufig am unteren Ende der sozialen Hierarchie.
  • Sie kreisen oder laufen in ihren Käfigen herum, schaukeln hin und her oder machen pausenlos Rückwärtssaltos – Verhaltensstörungen, die auf Frustration und Stress hinweisen.
  • Diese misshandelten Affen haben ein abnormales Schlafverhalten, neigen in Tierversuchen eher zu Alkoholmissbrauch und tendieren eher zu Angst und Stress bei Bedrohungen.

Auch diese Erkenntnisse sind nicht neu – Livingstones tierquälerische Experimente tragen in keiner Weise zu neuem Wissen bei.  

Zuletzt stellte Livingstone fest, dass Affenmütter in Panik geraten, wenn ihnen ihre Babys weggenommen werden. [1] Auch dies ist kein wissenschaftlicher Durchbruch. Trotz ihrer angeblichen wissenschaftlichen Kompetenz war Livingstone dies zuvor offenbar nicht bewusst, obwohl Affenmütter oft vor Verzweiflung schreien und sogar betäubt werden müssen, um ihnen ihre Babys überhaupt aus den Händen reißen zu können.

Livingstone stellt weiterhin bereits bekannte Informationen so dar, als ob sie neu wären: Dazu gehört beispielsweise die Tatsache, dass sich einige dieser Affenmütter an weiche Gegenstände klammern, um sich zu trösten – falls ihnen so etwas angeboten wird. Und wie kam Livingstone zu dieser Erkenntnis? Einer Affenmutter wurde direkt nach der Geburt ihr Baby weggenommen und stattdessen ein Stofftier gegeben. Es wurde fotografisch festgehalten, wie die Affenmutter das Plüschkind an sich drückt, es beschützt und ihm gegenüber weitere mütterliche Gesten zeigt:

Affe mit Baby im Tierversuchslabor
Dass eine Affenmutter stattdessen ein weiches Stofftier „adoptiert“ ist eine entbehrliche wissenschaftliche Erkenntnis. Der Versuch dokumentiert vor allem die tierquälerischen Methoden hinter den Experimenten.
Bild: Triggers for mother love, Margaret S. Livingstone

32 Millionen US-Dollar Steuergelder für diese Tierquälerei verschwendet

Affenbabys werden seit Jahrzehnten unvorstellbarem Leid ausgesetzt, ohne dass die Forschung daraus einen Mehrwert für die menschliche Gesundheit ziehen könnte. Dennoch wurde Livingstone seit 1998 mit 32 Millionen US-Dollar an Steuergeldern von der US-amerikanischen Behörde National Institutes of Health unterstützt – und so das Tierleid mit Steuergeldern in Millionenhöhe finanziert.

Livingstones Experimente erinnern an Horrorfilme – sind aber traurige Realität

In den vergangenen vier Jahrzehnten hat Livingstone völlig gesunde Affenbabys ihren Müttern bei der Geburt entrissen und ihnen jegliche visuellen Einflüsse vorenthalten, indem sie ihre Augen zugenäht und sie zu einer Welt der völligen Dunkelheit verdammt hat – Bilder, die an Horrorfilme erinnern, aber grausame Realität in Versuchslaboren sind. Allein der Gedanke an eine solche Form des Missbrauchs ist unvorstellbar, ganz zu schweigen von der Einrichtung eines ganzen Labors, das sich dieser Praxis täglich widmet.

Harvard muss das Leid der Affen beenden

Margaret Livingstone nimmt Affenmüttern ihre neugeborenen Babys weg und näht ihnen in verwerflichen Experimenten die Augen zu. Was Livingstone als wissenschaftliche Arbeit bezeichnet, ist keine beeindruckende Forschung, sondern Tierquälerei.

Wir von PETA Deutschland fordern gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen, dass die Harvard University Livingstones Labor schließt und die grausamen Affenversuche damit beendet.

Demonstrant mit Maske gegen Tierversuche
Wir von PETA setzen uns seit Jahren gegen grausame Tierversuche ein.

Helfen Sie, grausame Tierversuche zu beenden und die Forschung zu modernisieren

In Tierversuchen werden unzählige fühlende Lebewesen missbraucht – dabei sind die Ergebnisse nicht zuverlässig auf den Menschen übertragbar. Diese tierquälerischen Experimente sind veraltet, moralisch nicht vertretbar und speziesistisch.

Indem Sie unseren Research Modernisation Deal unterstützen, tragen Sie dazu bei, die Forschung zu modernisieren und das Tierleid in den Versuchslaboren zu beenden. Dieser umfasst ein Strategiepapier zum Ausstieg aus Tierversuchen, das von PETAs internationalen Partnerorganisationen erstellt wurde.

Unterschreiben Sie unsere Petition, damit Tierversuche endlich abgeschafft und durch wirksame und sicherere Methoden ohne Tierleid ersetzt werden.