TIERVERSUCHE IN EUROPA BEENDEN. JETZT UNTERSCHREIBEN!

PETA deckt mit HUNDKATZEMAUS illegalen Katzenhandel auf

Der illegale Handel mit tierischen Mitbewohnern floriert derzeit massiv. Dieser hat seit Beginn der Corona-Pandemie sprunghaft zugenommen. Vom illegalen Handel betroffen sind nicht nur Hundekinder, sondern auch Katzenbabys, welche mehr und mehr im Internet gehandelt werden. Besonders die Nachfrage nach „Rassekatzen“ wie der Britisch Kurzhaar oder Scottish Fold ist angestiegen. Darauf haben sich kriminelle Tierhändler:innen eingestellt – nicht selten werden somit Katzen auf Internetplattformen angeboten, die illegal aus dem Ausland nach Deutschland transportiert wurden, um hier dann Profit mit den Tieren zu machen.

Ohne Schutzimpfung, ohne Heimtierausweis und in den meisten Fällen auch viel zu jung, um von ihrer Mutter getrennt zu werden. Gemeinsam mit der Tierschutzdetektivin Judith Pein und dem Team von HUNDKATZEMAUS haben wir uns auf die Spur des illegalen Katzenhandels in Berlin gemacht.

„Rassekatzen“ so gefragt wie noch nie

In der Großstadt finden sich massenhaft Angebote zu gefragten „Rassekatzen“. Im ersten Fall machen sich die Ermittlerinnen auf den Weg zu einer Britisch Kurzhaar Katze, welche aufgrund einer „Allergie“ abgegeben werden soll. Es handelt sich um einen Wohnungsverkauf, der kleine Kater soll 600 Euro kosten. Vor Ort befinden sich weder das Muttertier noch die Geschwister des jungen Katers. Völlig verunsichert sitzt das kleine Tierkind auf einer Decke und weiß nicht, was mit ihm geschieht.

Nachdem alle Beweise gesichert sind, holt das Ermittlerinnenteam Verstärkung durch die Polizei hinzu. Der kleine Kater wird von der Polizei beschlagnahmt, von einem Tierarzt medizinisch untersucht und dann dem Berliner Tierheim übergeben.

Katze in Transportbox

Tiere leiden ein Leben lang

Katzen leiden oftmals unter den Erlebnissen des illegalen Handels ein Leben lang. Werden sie zu früh von ihrer Mutter getrennt, führt dies häufig zu Verhaltensproblemen, im Kleinkindalter zeigen sich Fehlprägungen, im Erwachsenenalter vermehrt Aggressionen.

„Der Handel mit Katzenwelpen im Internet floriert, besonders Rassekatzen sind auf Internetplattformen so gefragt wie noch nie – ein trauriger Trend. Die Katzenkinder werden für den Verkauf auf offener Straße oder in extra angemieteten Wohnungen viel zu früh von ihren Müttern getrennt. In vielen Fällen sind die Tiere nicht nur zu jung, sondern auch schwer krank und versterben im neuen Zuhause. Teilweise übertragen sie auch Krankheiten wie Salmonellen oder Parasiten wie Giardien und Würmer auf ihre neuen Halter:innen.“


Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland e.V

Verkauf auf offener Straße

In einem weiteren Fall sollen den Ermittlerinnen zwei kleine Katzenkinder für jeweils 250 Euro auf offener Straße verkauft werden. Die Verkäuferin interessiert sich weder dafür, wohin die kleinen Kitten kommen, noch wie erfahren die „neuen Halterinnen“ sind. Auch hier unterstützen die Polizeibehörden den Einsatz und beschlagnahmen die Katzenkinder, nachdem alle Beweise gesichert sind.

Bei der darauffolgenden Wohnungsdurchsuchung finden sich weder das angebliche Muttertier noch Beweise, dass die Katzenkinder in Deutschland geboren sind. Die Vermutung liegt nahe, dass die jungen Kitten im Alter von wenigen Wochen – und somit viel zu früh – ihrer Mutter entrissen wurden, um dann in Berlin schnellstmöglich verkauft zu werden. Ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Katzen im Karton

Woher stammen die Katzenkinder?

Mittlerweile ist es gang und gäbe, dass Katzenhändler:innen im Ausland grenznahe Bauernhöfe abfahren und dort möglichst kleine und junge Tierkinder einsammeln – oftmals ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Wenige Stunden später finden sich die Katzenwelpen dann auf deutschen Internetportalen, auf denen sie für 80 bis 300 Euro verkauft werden. Die oft zu früh von der Mutter getrennten Katzenkinder sind meist krank und geschwächt, wenn sie in ihrem neuen zu Hause ankommen. Nicht immer kann den Tierkindern geholfen werden und so sterben die viel zu jungen Tiere häufig, allein wegen dem profitorientierten Machenschaften der Züchter:innen und Händler:innen.

Dieser Handel muss beendet werden. PETA setzt sich dafür ein, dass der Handel mit Tieren auf Onlineplattformen nicht mehr möglich ist. Nur so können die illegalen Geschäfte krimineller Netzwerke beendet und Tausende Tiere Jahr für Jahr vor massivem Leid geschützt werden.

Was Sie tun können

  • Bitte kaufen Sie niemals Lebewesen über Internetportale. Wer einem Tier ein Zuhause schenken möchten, der sollte den tierischen Mitbewohner immer im Tierheim adoptieren und niemals kaufen.
  • Kaufen Sie auch kein Tier aus Mitleid frei, sondern wenden Sie sich in Verdachtsfällen immer an das zuständige Veterinäramt oder im Notfall an die Polizei.
  • Unterstützen Sie bitte unsere Forderung nach einem Heimtierschutzgesetz und gesetzlichen Regelungen für den Verkauf und die Zucht von Tieren.