Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Video: So leiden Hühner bei Lieferanten von Olympia 2021

Im Mai 2021 veröffentlichte PETA Asien Aufnahmen aus der japanischen Eierindustrie. Die Bilder zeigen, wie Hühner bei Japans größtem Unternehmen in der Eierindustrie und offiziellem Eierlieferanten der Olympischen Spiele in Tokio, ISE Foods, unter entsetzlichen Bedingungen leiden.

Olympia-Verpflegung mit Tierqual-Produkten

Auf den Bildern ist zu sehen, wie unzählige Hühner in aneinandergereihten Käfigen eingesperrt sind: Dabei stehen die Tiere so dich gedrängt, dass sie sich kaum bewegen, geschweige denn ihre Flügel ausbreiten können. Gesunde, verletzte und tote Tiere befinden sich in Massen auf engstem Raum. Die überfüllten Käfige sind sogar aufeinandergestapelt. So fallen die Ausscheidungen der oben eingesperrten Vögel in die unteren Käfige. Die Vögel werden ihrem Leid überlassen und sterben an qualvollen Krankheiten. Die Überlebenden sind gezwungen, ihr Dasein im Käfig neben den verwesenden Artgenossen zu fristen. Viele Hennen leiden an Krankheiten und schmerzhaften Verletzungen, da sie eingesperrt und gezwungen werden, riesige Mengen an Eiern zu legen:

  • Zahlreiche Hühner haben schmerzhaft entzündete Eileiter oder einen Eileiterprolaps, bei dem ihr Eileiter aus dem Körper heraushängt. Das ist äußerst schmerzhaft und wird durch ungeeignete Nahrung und den unnatürlichen Legestress verursacht.
  • Viele Hennen leiden an schweren Unterleibsschwellungen – eine weitere Erkrankung, die auf die Ausbeutung der Tiere als Eierproduzenten zurückgeht. Andere weisen schmerzhafte Verletzungen und entzündete Füße auf, weil sie ohne Unterbrechung auf den scharfkantigen Käfigdrähten stehen müssen, die die empfindliche Haut zwischen ihren Zehen durchschneiden.
  • Das Leid der Tiere wird ignoriert: Kranke und verletzte Tiere bekommen keine veterinärmedizinische Hilfe.
  • Unter den noch lebenden Tieren verwesen tote Hühner: Einige der Tiere sterben einen langsamen und qualvollen Tod, nachdem sie sich im Futtertrog eingeklemmt haben und nicht mehr herauskommen. Anstatt etwas gegen das Verletzungsrisiko dieser lebensgefährlichen Falle zu unternehmen, vermerken Arbeiter:innen die Hühner, die qualvoll gestorben sind, im täglichen Bericht über Verluste einfach als „Tiere, die eingeklemmt wurden“.

ISE Foods ist mit dem Siegel „Japan Good Agricultural Practices (JGAP)“ zertifiziert. Mit diesem Label sind Lebensmittel und tierische Produkte gekennzeichnet, die für die Verpflegung der Sportler:innen bei den Olympischen Spielen in Tokio geliefert werden. [1] Das Zertifikat ist eigentlich Unternehmen vorbehalten, die verschiedene Kriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Tierwohl bzw. -schutz erfüllen. [2]

Vegane Ernährung für Höchstleistungen im Sport ist möglich – auch bei den Olympischen Spielen in Tokio

Immer mehr erfolgreiche Leistungssportler:innen ernähren sich rein pflanzlich – auch in olympischen Disziplinen. Tennisspielerin Venus Williams, Radsport-Champion Dotsie Bausch, Carls Lewis, einer der erfolgreichsten Leichtathleten der Sportgeschichte, 400-Meter-Sprint-Champion Morgan Mitchell, Marathonläufer Scott Jurek und zahlreiche weitere Athlet:innen ernähren sich vegan. Vegane Profisportler:innen berichten sogar von Leistungssteigerung und verbesserter Regeneration. Sie achten auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, um Höchstleistungen zu erreichen. Die vegane Ernährung ist optimal für Sportler:innen geeignet, denn mit ihrem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen ermöglicht sie Höchstleistungen im (Profi-)Sport.

Tierquälerei darf von den Olympischen Spielen nicht unterstützt werden. Leider sind die Ausbeutung von Tieren und Tierleid in den Ställen aller Unternehmen, die tierische Produkte wie Eier produzieren, an der Tagesordnung. Wir haben uns daher an Thomas Bach, den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), gewendet und eine vegane Verpflegung bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio gefordert.

Was Sie tun können

Auch Tierwohl-Label schützen nicht davor, dass fühlende Lebewesen in den ausbeuterischen Industrien leiden. Meist können sich Unternehmen zertifizieren lassen, wenn sie die gesetzlichen Mindestanforderungen nur minimal überschreiten. Doch egal, wie viel „Tierwohl“ ein Unternehmen seinen Tieren zugesteht, die meisten Tiere werden qualvoll im Schlachthof getötet – lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung geht auch ohne Tierleid: Mit der Entscheidung für eine vegane Ernährungs- und Lebensweise helfen Sie unzähligen Tieren.