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Trabrennsport: Starb Hopium de Cambri wegen Fahrlässigkeit?

Immer wieder kommt es bei sogenannten Pferderennen zu schweren und tödlichen Verletzungen. Am 20. Februar 2022 ist erneut ein Pferd zu Tode gekommen, nachdem es in den Startwagen gelaufen war. Beim Startvorgang soll eines der Pferde ausgebrochen sein. Dabei sei einer der Fahrer, Jochen Holzschuh, aus dem Wagen gestürzt und das Pferd Hopium de Cambri rannte Augenzeugen:innen berichten zufolge selbstständig mehrere Runden über die Bahn. Das Tier lief gegen den Startwagen oder geriet schließlich zwischen den Startwagen und die Streckenbegrenzung, wobei es sich einen schweren Bruch zugezogen haben soll und noch auf der Bahn getötet wurde.

Wir von PETA Deutschland fordern das Veterinäramt Mönchengladbach auf, die offiziellen Videoaufnahmen des Rennens sicherzustellen und ein Verfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten.

Zeug:innen berichten: Der Tod des Pferdes hätte verhindert werden können

„Den uns vorliegenden Zuschauerberichten zufolge wurde der Tod des Pferdes durch fahrlässiges Verhalten ausgelöst, weil es offenbar genug Zeit gab, den Startwagen von der Bahn zu fahren. Dass die Tragödie in den Rennberichten mit keinem Wort erwähnt wird und keine Videos online sind, passt ins Bild einer Branche, die Pferde rücksichtslos als Sportgeräte betrachtet und sichtlich um Schönfärberei bemüht ist. Dass der Rennbetrieb trotz des Todesfalls anschließend fortgeführt wurde, zeigt, dass es Veranstaltenden und Teilnehmenden nur ums Geld geht“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

„Der Fahrer des getöteten Pferdes ist bereits wiederholt wegen Tierquälerei auffällig geworden. So musste er 2021 nach einer PETA-Strafanzeige wegen Peitschenschlägen bei einem früheren Rennen in Gelsenkirchen 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.“

Peter Höffken, Fachreferent

Pferde werden als Sportgeräte missbraucht

Der sogenannte Pferderennsport findet niemals im Sinn der Pferde, sondern einzig und allein aufgrund der Profitgier des Menschen statt. Pferde im Trabrennsport vor einen Sulky – eine Art Kutsche – zu spannen und sie über eine Rennstrecke zu prügeln, ist weder artgerecht noch pferdefreundlich. Auch im Galopprennsport werden Pferde in einem sehr hohen Tempo über die Bahnen gescheucht und häufig mit einer Peitsche zu noch mehr Leistung angetrieben. Aufgrund des hohen Tempos kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Tiere stolpern, brechen aus und verletzen sich oft so schwer, dass sie noch während der Rennen getötet werden. Auch Aortenabrisse und andere innere Verletzungen führen häufig zum Tod der sogenannten Rennpferde.

Symbolbild

Schweden verbietet den Einsatz von Peitschen bei Pferderennen

Im Januar 2022 hat die schwedische Rennbehörde bekannt gegeben, dass ab April 2022 keine Peitschen bei Galopprennen eingesetzt werden dürfen. Die Peitschen dürfen noch mitgeführt, jedoch nicht mehr zur Leistungssteigerung eingesetzt werden. Auch wenn sogenannte Rennpferde weiterhin ausgebeutet werden, ist diese Entscheidung ein kleiner Fortschritt für die Tiere.

Helfen Sie mit und fordern Sie gemeinsam mit uns ein endgültiges Verbot für Pferderennen!