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René Casselly missbraucht Elefanten im Zirkus als Turngeräte

Zirkus-Artist René Casselly jr. nimmt aktuell an der RTL-Sendung „Let´s Dance“ teil, die seit Ende Februar 2022 ausgestrahlt wird. Zuvor unterhielt er bereits bei „Ninja Warrior Germany“ die Zuschauer:innen mit seinen Auftritten und ging 2021 als erster deutscher Gewinner der Sendung hervor. Was jedoch nur wenige wissen: In seiner Tätigkeit als Zirkus-Artist benutzt Casselly Elefanten als lebende Turngeräte und ritt auf einer Giraffe.

Elefantenhaken und Peitsche: Tierquälerei bei Zirkusfamilie Casselly

René Casselly jr. ist Mitglied einer Dompteursfamilie, die seit Jahren Tiere für solche Zirkusaufführungen dressiert und in der Vergangenheit bereits wegen Tierquälerei in der Kritik stand. Elefanten, Giraffen und andere Wildtiere werden zur Unterhaltung des Publikums dazu gezwungen, unnatürliche Kunststücke aufzuführen, die ihren natürlichen Bewegungsabläufen nicht entsprechen und oft ihrer Gesundheit schaden.

Auch ist die Dressur von Wildtieren in der Regel mit Gewalt und Zwang verbunden. Als „Hilfsmittel“ dienen dazu beispielsweise die Peitsche [1] und der sogenannte Elefantenhaken. So zeigt eine Videoaufnahme von der Vorstellung im Karlsruher Weihnachtscircus im Jahr 2012, wie der Vater von René Casselly bei bestimmten Dressurtricks den spitzen Metallhaken bei den Elefanten einsetzt.

René Casselly turnt auf Elefanten und ritt auf Giraffe

Auch René Casselly jr. selbst behandelt Tiere nicht mit Respekt, sondern missbraucht sie als lebende Turngeräte. So landete er beispielsweise nach einem Salto auf dem Rücken eines Elefanten oder kletterte an ihren Stoßzähnen herum [1] – obwohl die Körper der Tiere nicht dafür gemacht sind, dass Artist:innen auf ihnen turnen. Zahlreiche Elefanten in Zirkussen leiden unter Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen, die durch unnatürliche Bewegungsabläufe bei der Dressur sowie Bewegungsmangel bedingt sind. Auch Elefantenbulle Mambo der Familie Casselly hatte laut Expertengutachten der European Elephant Group eine Deformation der Hinterbeine und musste dennoch in der Manege einen Hinterbeinstand vorführen. [1] Dabei können gerade solche „Kunststückchen“ die Gelenke, Sehnen und Muskeln überlasten.

Auf Instagram postete Casselly im Mai 2021 ein Video, in dem er auf dem Giraffenbullen Sabu reitet. [2]

Plötzliche Todesfälle bei Elefanten und Giraffe

Nicht nur Giraffenbulle Sabu verstarb im Februar 2022 sehr plötzlich im ungarischen „Kimba Elefant Park“ der Zirkusfamilie Casselly – 2020 starben zwei Elefanten nach einem Transport in Ungarn, als die Tiere über Nacht im Lkw eingesperrt gelassen wurden. Eine weitere Elefantin schwebte in Lebensgefahr, aber überlebte. Zuvor soll es keinerlei Anzeichen für Krankheiten bei den Elefanten Mambo und Betty gegeben haben. [3]

Familie Casselly machte den plötzlichen Tod der beiden Elefanten erst zwei Monate später öffentlich und gab dabei an, die Tiere seien im Stall an einer Viruserkrankung gestorben. Eine Obduktion, um die Todesursache abzuklären, fand nicht statt. Die zuständige ungarische Behörde (Nébih) ermittelte gegen die Zirkusverantwortlichen, die die beiden Tierleichen zwischenzeitlich auf dem Gelände des Safariparks verscharrt hatten.* [4] Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt und den Zirkusverantwortlichen die Zahlung einer Geldstrafe von 900.000 Forint (umgerechnet etwa 2.500 Euro) angeordnet. [5]

Elefanten von Familie Casselly: Deutliche Anzeichen für psychische Erkrankung

Bei allen – damals noch vier – Afrikanischen Elefanten von René Casselly jr. und seiner Familie wurden laut einem Gutachten bereits 2011 teils extreme Verhaltensstörungen beobachtet. [1] Auch eine spätere Videoaufnahme der Elefanten während des Gastspiels im Offenburger Weihnachtscircus 2019 zeigt das sogenannte Weben, wobei die Tiere teilweise mit Kopf und Rüssel hin- und herschwingen. [6] Diese Verhaltensstörung gilt als Anzeichen für schweres seelisches Leid und als Ausprägung einer psychischen Erkrankung, die bei in Gefangenschaft gehaltenen Elefanten leider typisch ist.

Was Sie tun können

Bitte unterstützen Sie niemals Menschen, die Tiere ausbeuten und quälen. Besuchen Sie niemals einen Zirkus mit Tieren und sprechen Sie auch mit Ihrem Umfeld über die Grausamkeiten, die Tiere im Zirkus erleiden müssen.

Unterschreiben Sie außerdem unsere Petition und fordern Sie gemeinsam mit uns, dass Tierdressuren im Zirkus in Deutschland endlich verboten werden!

*Korrektur: Die Stoßzähne wurden wohl entgegen der vorherigen Formulierung nicht illegal entfernt, sondern entsprechend den geltenden Rechtsvorgaben nach abgenommen.