„Rennpferd“ So Royal ist mutmaßlich verhungert – PETA erstattet Anzeige

Ein duerres Pferd liegt auf seinen Vorderhufen auf dem Boden.
Symbolbild

Laut Medienberichten ist die für zahlreiche Galopprennen eingesetzte Stute „So Royal“ im Dezember 2023 wegen Vernachlässigung und mangelnder Versorgung gestorben. Versuche von Tierschützer:innen, das Pferd zu retten, blieben erfolglos. [1]

PETA-Anzeige: „Ausrangiertes Rennpferd“ starb mutmaßlich wegen Vernachlässigung

Eine Tierschützerin entdeckte das abgemagerte Pferd Ende 2023 auf einer Koppel in Streesow. Zur Rettung wurde So Royal auf eine Weide in Dahlenburg gebracht. Doch die Rettungsversuche waren erfolglos: Das 24 Jahre alte Tier sei zu schwach gewesen, um Nahrung aufzunehmen und musste schließlich eingeschläfert werden.

Wir von PETA Deutschland haben im Januar 2024 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg gegen unbekannt erstattet wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Wir sehen diesen traurigen Fall als weiteres Beispiel dafür, dass Pferde, die in der Rennbranche als wertlos erachtet werden, vernachlässigt werden.

„So Royal teilt die Leidensgeschichte vieler ehemals umjubelter Pferde, die von der Rennindustrie ausgebeutet und dann an Schlachthöfe oder dubiose Händler:innen verkauft wurden. Nur durch ein gesetzliches Verbot von Pferderennen kann der Missbrauch von Pferden als Sportgeräte beendet werden.“

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland

Nach Erfolg anscheinend „wertlos“: So Royal wurde aus reiner Profitgier ausgebeutet

So Royal wurde verschiedenen Medienberichten zufolge für zahlreiche Galopprennen eingesetzt. Sie soll zu 30 Rennen gezwungen worden sein, gewann sechs davon und war 14-mal platziert. [2] Insgesamt soll sie 60.000 Euro an Preisgeldern gewonnen haben. [3] Nachdem die Stute nicht mehr für Rennen „genutzt“ wurde, soll sie zwischen verschiedenen Halter:innen hin- und hergereicht worden sein. [4]

Ehemalige „Rennpferde“ werden skrupellos aussortiert und landen oft im Schlachthof

Tiere, die die halsbrecherischen Rennen überleben, werden oft wie die 24-jährige So Royal vernachlässigt – oder sie werden direkt an Schlachthäuser gegeben.

Im Januar 2024 veröffentlichte PETA USA den Leidensweg des berühmten „Rennpferdes“ My Elusive Dream, das gerettet werden konnte, kurz bevor die Stute in ein südkoreanisches Schlachthaus transportiert werden sollte.

Das Tier wird in die USA überführt, um dort den Rest seines Lebens in Frieden auf der Adena Springs-Farm in Florida zu verbringen. Eine Recherche von PETA USA offenbarte bereits 2019, dass zahlreiche ehemalige „Rennpferde“ in Südkorea qualvoll in Schlachthäusern getötet werden, wenn sie aus Sicht der Halter:innen nicht mehr von Nutzen sind. Ein offizieller Vertreter der koreanischen Rennindustrie gab an, dass 1.600 Pferde jedes Jahr aus der Rennindustrie aussortiert werden, weil sie nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen würden. Doch nur etwa drei Prozent von ihnen würden sich zu diesem Zeitpunkt noch für andere „Einsatzbereiche“ eignen.

Helfen Sie, das Leid der Pferde zu beenden: Unterschreiben Sie unsere Petition gegen Pferderennen

Wenn Sie das Leid in dieser tierquälerischen Industrie beenden möchten, unterschreiben Sie bitte unsere Petition für ein Verbot von Pferderennen an die Bundesregierung. Fordern Sie gemeinsam mit uns ein Verbot der gefährlichen Rennen.