Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Dramen bei SeaWorld in San Diego: Todesfall und Orca-Kampf

Am 4. August 2022 ist der Orca Nakai im SeaWorld-Park in San Diego gestorben. Der Park gab in einem Facebook-Post bekannt, dass Nakai nach über 20 Jahren Gefangenschaft an einer Infektion gestorben sei. [1] Nur einen Tag darauf kam es zu einem weiteren schlimmen Vorfall: Ein Besucher des Parks konnte auf Video festhalten, wie mehrere andere frustrierte und eingesperrte Orcas einen Artgenossen angriffen und schwer verletzten.

Orca Nakai stirbt nach über 20 Jahren in Gefangenschaft

Nakai war 2001 im SeaWorld-Park in San Diego geboren worden. Der Park gab an, dass Nakai neugierig, aufmerksam und intelligent war, weshalb er nicht nur zur Unterhaltung von Besucher:innen des Parks, sondern auch zu Studienzwecken missbraucht wurde. [1]

Nakai starb nach einem Leben in der tristen Gefangenschaft viel zu kleiner Betonbecken schließlich Anfang August 2022 an den Folgen einer schweren Infektion, nachdem jegliche Versuche, ihn mit einer medikamentösen Behandlung zu retten, fehlgeschlagen waren. [1]

Bereits 2012 war Nakai in einen Vorfall verwickelt, als er in einem winzigen Betonbecken mit unverträglichen Artgenossen gehalten wurde. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen den Tieren, bei denen Nakai ein Stück seines Kiefers verlor.

Schockierendes Video: Besucher filmt Orca-Angriffe

Am 5. August 2022 filmte ein Besucher desselben Parks einen gewaltsamen Angriff von Orcas auf einen Artgenossen, bei dem mindestens eines der Tiere schwer verletzt wurde.

In dem Video ist zu sehen, wie ein Orca am Rand des Beckens attackiert wird. Der Augenzeuge berichtet zudem, dass sich das Wasser durch das Blut des angegriffenen Orcas rot färbte. Die Seite des Wals sei von Bisswunden und frischen Wunden übersät gewesen. Immer wieder sprangen erneut Orcas aus dem Wasser, um ihren verletzten Artgenossen weiter anzugreifen.

Der Augenzeuge spielte das Videomaterial PETA USA zu, woraufhin die Organisation eine Beschwerde beim US-Landwirtschaftsministerium (USDA) eingereicht und die Behörde aufgefordert hat, den Park wegen offensichtlicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgrund der gemeinsamen Unterbringung unverträglicher Tiere zu untersuchen. Die Verantwortlichen von SeaWorld wurden bereits in der Vergangenheit vor den Gefahren dieser Praxis gewarnt.

„Innerhalb von zwei Tagen ist ein Orca gestorben und ein weiterer wurde von anderen zusammengepferchten und frustrierten Orcas angegriffen, was zu schweren Verletzungen führte – dabei wurden kleine Kinder Zeugen der blutigen Auseinandersetzung. […] Wir fordern die USDA auf, gegen SeaWorld zu ermitteln, weil die Tiere unter so stressigen Bedingungen gehalten werden, dass es zu schrecklichen Angriffen kommt, und erinnern Familien daran, sich von allen Parks fernzuhalten, die Orcas oder andere Tiere einsperren.“

Tracy Reiman, PETA USA

Meereszoos und -parks wie SeaWorld fördern Aggressionspotenzial und Konflikte

In der Natur reagieren Orcas normalerweise nicht aggressiv aufeinander – in Meereszoos werden jedoch oft Tiere in ein winziges Becken ohne Rückzugs- und Fluchtmöglichkeiten zusammengepfercht, die sich nicht immer gut verstehen. Auch durch die Enge und Frustration der Tiere erhöht sich das Risiko für solche gefährlichen Konflikte.

Helfen Sie, das Leid von Orcas in Gefangenschaft zu beenden

Entscheiden Sie sich gegen den Besuch von Meereszoos und Themenparks wie SeaWorld und Loro Parque, wenn Sie nicht dazu beitragen möchten, dass Orcas und andere Meerestiere zu Unterhaltungszwecken ausgebeutet werden.

Unterschreiben Sie unsere Petition, in der wir den Reiseveranstalter TUI bitten, die Unterstützung solcher Einrichtungen einzustellen.