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Separatorenfleisch: Schlachtreste in Wurstprodukten nachgewiesen

Am 23. Juni 2022 wurde bekannt, dass Laboruntersuchen im Auftrag des SPIEGEL und NDR darauf hindeuten, dass mehrere Schlachtbetriebe in Deutschland in Fleischprodukten Restfleisch ohne gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung verarbeitet haben – darunter auch der größte deutsche Schlachtkonzern Tönnies. [1] Erfahren Sie hier mehr zu dem Separatorenfleisch-Skandal!

Nachweis von Separatorenfleisch: Fleischreste in Wurstprodukten

Im Auftrag des SPIEGEL und NDR fanden Wissenschaftler:innen in Geflügelwurstprodukten von mehreren deutschen Herstellern sogenanntes Separatorenfleisch. Dieses sogenannte Restfleisch soll verarbeitet und verkauft worden sein – ohne gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung.

In einem Labor des Bremerhavener Hochschulprofessors Stefan Wittke sollen im Rahmen der Recherchen 30 Geflügelwurst- und Geflügelfleischproben von verschiedenen Herstellern geprüft worden sein – neun Proben wurden positiv getestet, darunter auch vier Bio-Wurstwaren. Bei den 20 Wurstproben war fast jede zweite positiv.

Eingerollte Wurstscheiben
In mehreren Wurstwaren wurde Separatorenfleisch gefunden.

Die Produkte wurden in zahlreichen großen Supermarktketten verkauft, ohne den Hinweis auf verarbeitetes „Separatorenfleisch“ auf der Verpackung.

Die Sprecher:innen von drei Firmen, die zur Tönnies-Gruppe gehören, sollen die Verwendung von Separatorenfleisch abgestritten und die Untersuchungsmethoden angezweifelt haben. [2]

Was ist Separatorenfleisch?

Separatorenfleisch ist eine breiartige Masse aus Schlachtresten, die lediglich Centbeträge pro Kilogramm kostet – mit dem Untermischen erhoffen sich die Hersteller daher mutmaßlich noch größere Profite. Die Herstellung von Separatorenfleisch erfolgt, indem Maschinen Tierkörper oder grob zerkleinerte Knochen mit Fleischresten durch Lochscheiben hindurchpressen. Während Knochensplitter und Knorpelteile herausgefiltert werden, entsteht aus allen weichen Teilen wie Muskulatur, Fett, Bindegewebe und Rückenmark eine Masse, die als Separatorenfleisch bezeichnet wird. [2]

Immer wieder Skandale in der Fleischindustrie – die Lösung ist eine vegane Ernährung

Immer wieder ist die Tierindustrie für Skandale verantwortlich: So sorgte vor allem die Fleischindustrie in den vergangenen Jahren vermehrt mit verunreinigten Produkten für mediale Aufschreie: Tierseuchen, Salmonellen, Antibiotika und nicht richtig gekennzeichnetes Fleisch wie beim Pferdefleisch-Skandal oder aktuell Separatorenfleisch sind neben tierquälerischen Missständen und der Ausbeutung von Angestellten regelmäßig Auslöser für Entsetzen bei Konsument:innen.

„Der Aufschrei nach der Enthüllung des Magazins ‚DER SPIEGEL‘, dass in Geflügelwurst bekannter Hersteller Separatorenfleisch verwendet wurde, ohne dieses zu deklarieren, wirkt scheinheilig. Die wirklich ekelerregenden Prozessschritte passieren lange vor dem Separieren: Zwangsbesamung, Turbomast unter schlimmsten Bedingungen, hoher Medikamenteneinsatz, qualvolle Tiertransporte, Fehlbetäubungen und entsetzliche Todeskämpfe. All das steckt in jeder Wurst. Nur die vegane Ernährung garantiert, dass weder Tierleid noch Separatorenfleisch auf den Tisch kommen.“

Lisa Kainz, PETA Deutschland

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Nur wenn Sie sich für eine rein pflanzliche Ernährung ohne Tierleid entscheiden, können Sie sicher sein, keine nicht deklarierten tierischen Produkte zu sich zu nehmen. Mit einer veganen Ernährungs- und Lebensweise helfen Sie nicht nur unzähligen Tieren in der Ernährungsindustrie, sondern tun auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes.

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