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Tollwut-Fall in Bremen: Im Ausland gekaufter Welpe ist gestorben

Nachdem am 9. September 2021 ein aus dem Ausland gekaufter Hundewelpe in einer niedersächsischen Tierklinik gestorben war, wurde in einem Schnelltest eine Tollwut-Infektion nachgewiesen. Seit 2008 ist dies der erste nachgewiesene Tollwutfall bei einem Tier in Deutschland. [1]

Damit offenbart sich das eklatante Tierschutzversagen der Großen Koalition und Bundesministerin Julia Klöckner von der CDU. Jahrelang wurde der kriminelle Wildwuchs beim Welpenhandel weitgehend toleriert. Die Politik muss nun endlich handeln und den Online-Handel mit Tieren komplett verbieten.

Vermutlich illegal im Ausland gekaufter Welpe stirbt an Tollwut

In einem ersten Schnelltest wurde bei dem verstorbenen Welpen eine Tollwut-Infektion festgestellt. Nach dem Tod des Tieres in einer Tierklinik im niedersächsischen Umland wurde dem Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen am 10. September der Verdacht auf die Infektion gemeldet. Eine amtliche Untersuchung zur Bestätigung des ersten Tests steht noch aus. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist dies die erste nachgewiesene Tollwut-Infektion bei einem Hund in Deutschland seit 15 Jahren.

Bei einer Befragung durch die Bremer Gesundheitsbehörde gaben die in Bremen lebenden Halter:innen des Tieres an, dass der Hund am 2. September „vermutlich rechtswidrig“ [1] aus Südosteuropa eingeführt worden sei. Laut Angaben des Amtes soll der Welpe weder beim Transport noch vor Ort in Bremen Kontakt zu anderen Tieren gehabt haben. Bisher konnte die Infektionsquelle noch nicht ermittelt werden, unklar ist auch, ob Geschwister aus demselben Wurf nach Deutschland verkauft wurden. [1]

Tollwut-Virus ist für Tiere und Menschen gefährlich

Die Bremer Behörden haben mit der Ermittlung aller Menschen begonnen, die in engem Kontakt zu dem infizierten Welpen standen. Bisher gibt bei keiner der Kontaktpersonen, die alle aus dem familiären Umkreis der Halter:innen stammen, keinen positiven Befund. Dennoch könne eine Ansteckung nicht ausgeschlossen werden.

Das Tollwut-Virus ist zwar ansteckend, eine Infektion von Mensch zu Mensch sei aber unwahrscheinlich, sodass keine Gefährdung außerhalb des engen Umfelds des Welpen bestehe. [1] Eine Tollwut-Infektion gilt bisher als nicht therapierbar. [2] Das heißt, dass sowohl infizierte Menschen als auch infizierte Tiere an der Virus-Erkrankung sterben.

Verbot von Welpenhandel zum Schutz von Mensch und Tier – Politik muss handeln

Der Handel mit Tierbabys aus dem Internet boomt. Das Problem: Die Jungtiere werden meist viel zu früh von ihren Müttern getrennt und über weite Strecken zu ihrem neuen Zuhause transportiert. Viele der Tiere sind schwer krank und sterben nach kurzer Zeit.

Meist stammen die importierten Welpen, die im Internet angeboten werden, aus Osteuropa. Das kriminelle Konstrukt setzt sich in der Regel aus Züchter:innen, Fahrer:innen und Händler:innen zusammen, weshalb Ermittlungen meist im Sande verlaufen. Meist kommen die Tiere aus Rumänien, Tschechien, Bulgarien, Polen, Ungarn oder der Slowakei. [3] Dort werden Hündinnen unter meist miserablen Bedingungen zu geringen Kosten regelrecht als „Gebärmaschinen“ missbraucht.

So können Sie Hunden, Katzen und anderen Tieren im „Haustierhandel“ helfen

Wenn Sie einem heimatlosen Tier ein neues Zuhause schenken, sollten Sie im Tierheim nach Ihrem neuen tierischen Mitbewohner suchen. Egal, ob Hund, Katze, Hamster, Reptilien oder andere Tiere – kaufen Sie keine Tiere im Internet oder Zoohandel, sondern informieren Sie sich beim Tierschutz und Tierheimen. Bitte machen Sie sich vor der Adoption eines Tieres Gedanken darüber, ob Sie Zeit, Geld und Platz haben, um einem tierischen Begleiter ein liebevolles und dauerhaftes Zuhause zu schenken.