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Grenze Polen-Belarus: Wildtiere sterben qualvoll im Stacheldraht

Im Oktober 2021 erreichten uns von PETA Deutschland Foto- und Videoaufnahmen von Whistleblower:innen, die das Leid von Wildtieren an der Grenze zwischen Polen und Belarus dokumentieren. Die verstörenden Bilder zeigen, wie sich Hirsche, Hasen, Biber und andere Wildtiere wie Luchse im neu errichteten Stacheldraht verfingen und langsam und qualvoll verbluteten.

In dem streng bewachten Grenzgebiet wird Menschen- und Tierrechtsorganisationen der Zugang verwehrt – das Leid aller beteiligten Lebewesen bleibt dabei größtenteils im Verborgenen.

Stacheldraht bedeutet Todesurteil für einheimische Wildtiere

Białowieża bildet den natürlichen Lebensraum von vielen Wildtieren wie Hirschen, Hasen, Bibern, aber auch von seltenen in Europa kaum mehr vorkommenden heimischen Wildtierarten wie Wisent, Wolf oder Luchs und auch ca. 120 verschiedene Vogelarten. Der im nordöstlichen Teil von Polen gelegene Białowieża Nationalpark gilt als der letzte echte Urwald Europas. [4] Der jahrtausendalte Naturpark umfasst eine Fläche von ca. 1200 Quadratkilometern und erstreckt sich über die Grenze zwischen den beiden Ländern. 1979 wurde der Nationalpark in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Das Urwaldgebiet, das zuvor nicht eingezäunt war, hat als wichtiger Wanderweg für Wildtiere gedient. Die Errichtung des Stacheldrahts zerstört nun ihre gewohnten Routen. Das führt dazu, dass Wildtiere unvorbereitet in die Stacheln des Drahts hineinspringen, dort stecken bleiben und einen qualvollen Tod sterben. Das Videomaterial zeigt unter anderem die verzweifelten Hilfeschreie von einem Hirsch mit durchtrenntem Vorderbein, der vergeblich versucht, sich vom Stacheldraht zu befreien.

Hintergrund: Eskalation des Konflikts zwischen Polen und Belarus

Im August 2021 verkündete der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak [1] die Pläne der polnischen nationalkonservativen Regierung, einen 2,5 Meter hohen Stacheldraht an der Grenze zwischen Polen und Belarus zu errichten. Der Bau eines provisorischen Zauns hatte Ende August bereits angefangen und sollte eine Fläche von insgesamt 130 Kilometern entlang der polnisch-belarussischen Grenze abdecken. Der Grenzübergang zwischen Polen und Belarus wurde zu einer neuen Fluchtroute für Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten im Nahen Osten, nachdem sich die autoritäre Regierung des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko entschied, flüchtende Menschen gezielt als Reaktion gegen westliche Sanktionen an die polnische Grenze zu bringen.

Im September eskalierte die Lage, nachdem Amnesty International [2] eine Recherche und Aufnahmen veröffentlichte, die menschenrechtswidrige Behandlung von afghanischen Geflüchteten zeigten. Auch der Europarat verurteilte die Verstöße gegen das internationale und EU-Recht scharf. [3]

Totes Wild liegt im Gras
Die Errichtung des Stacheldrahtzauns zerstört die gewohnten Routen der Wildtiere.

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