So werden Sie Ihren Pelz los und tun sogar noch etwas Gutes!

Warum das Tragen von Pelz ein No-Go ist

Wussten Sie, dass es in Europa bis 2009 noch erlaubt war, Pelze aus getöteten Katzen und Hunden zu verkaufen? Aus dem Ausland importiert und falsch deklariert gehen sie auch heute noch unbemerkt über die Ladentheke. Es ist allerdings auch egal, ob es sich um den Pelz einer Katze, eines Hundes, eines Chinchillas oder eines Nerzes handelt – Pelz ist die Haut eines Tieres und kein Tier möchte dafür getötet werden.

Fernab der Augen potenzieller Kunden vegetieren Millionen Lebewesen auf sogenannten Pelzfarmen in winzigen und dreckigen Drahtgitterboxen vor sich hin. Die Gitterstäbe bohren sich in ihre schmerzenden Pfoten und der Geruch ihrer eigenen Exkremente liegt in der Luft. Sie haben keine Möglichkeit, ihren natürlichen und sozialen Verhaltensweisen nachzugehen, was zur Folge hat, dass sie heftige Verhaltensstörungen entwickeln, sich selbst verstümmeln oder ihren Nachwuchs auffressen. Nach einem qualvollen, kurzen Leben werden sie beispielsweise mit Gas oder Elektrizität getötet bzw. teilweise noch bei lebendigem Leib gehäutet.


 

Was Sie mit Ihrem alten Pelz machen können

Bitte tragen Sie auch dann keinen Pelz, wenn Sie ihn vererbt oder geschenkt bekommen haben. Sie haben dann zwar nicht für die Tierquälerei bezahlt, würden diese aber trotzdem unterstützen. Schließlich setzen Sie beim Tragen von Pelz das Zeichen, dass es okay sei, Tierqualprodukte dieser Art auch heute noch zu verwenden. Dabei passt es zu keiner aufgeklärten und mitfühlenden Gesellschaft, mit der Haut misshandelter Tiere herumzulaufen. Auch immer mehr Luxusmarken, wie Chanel oder Gaultier, verbannen Echtpelz aus ihren Kollektionen.

Wegschmeißen brauchen Sie alte Pelzprodukte nicht, schließlich gibt es immer noch zahlreiche Menschen auf der Welt, die vor dem Erfrieren gerettet werden könnten: Spenden Sie die alten Pelze also am besten für humanitäre Zwecke: Es gibt eine große Bandbreite an Hilfsorganisationen, die Kleiderspenden für arme oder geflüchtete Menschen in kalten Regionen organisieren. So kommt der Pelz Menschen zugute, die sich keine wärmende Kleidung leisten können.
 
Pelz-Spende unserer britischen Kollegen an Flüchtlinge in Syrien. Die Pelze stammen von Menschen, die ihren Kleiderschrank von diesen Tierqualprodukten befreien wollten.
An PETA Deutschland brauchen Sie aktuell übrigens keine Echtpelze schicken: Wir haben bereits einige gespendete Pelzartikel für unsere Anti-Pelz-Aktionen und benötigen in absehbarer Zeit keine neuen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Unsere Autoren

Isabella Binder

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.