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Casein: Was hat das Protein und Bindemittel mit getöteten Kälbern zu tun?

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Casein – oft auch Kasein geschrieben – ist eines der am häufigsten verwendeten tierischen Proteine. Es steckt nicht nur in offensichtlichen Milchprodukten wie Käse oder Quark, sondern auch in vielen vermeintlich milchfreien Nahrungsmitteln, Kosmetika und sogar Alltagsprodukten wie Farben oder Kondomen.

Wer Tierausbeutung und -tötung nicht unterstützen möchte oder unter Allergien leidet, sollte wissen, wo Casein enthalten ist und warum es problematisch ist.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Casein?

Casein ist das Hauptprotein in Kuhmilch. Es sorgt dafür, dass Produkte wie Käse oder Quark ihre feste Konsistenz erhalten. Gleichzeitig wird Casein als Bindemittel in zahlreichen industriellen Produkten eingesetzt – oft dort, wo man tierische Bestandteile gar nicht vermuten würde.

Für was ist Casein gut?

In der Natur dient Casein dazu, Kälber mit Eiweiß zu versorgen, damit sie schnell und gesund heranwachsen. Für Menschen wird es industriell genutzt, weil es:

  • als Bindemittel dient,
  • hitzestabil ist,
  • eine cremige Konsistenz erzeugt,
  • als Proteinquelle gilt (z. B. in Sportnahrung).

Doch nur weil Casein technisch vielseitig einsetzbar ist, bedeutet das nicht, dass seine Herstellung gerechtfertigt oder unproblematisch wäre.

Was ist so schlimm an Casein?

Casein wird aus Kuhmilch extrahiert – und stammt damit aus einem System, das für Tiere enormes Leid bedeutet. In der Milchindustrie werden Kuhmütter und ihre Kälber kurz nach der Geburt getrennt, damit die Muttermilch verkauft werden kann.

  • Männliche Kälber werden meist nach kurzer Mast im Schlachthaus getötet oder auf langen und lebensbedrohlichen Fahrten ins Ausland transportiert.
  • Weibliche Kälber werden in der Regel selbst zu Milchmaschinen degradiert und in der Milchindustrie ausgebeutet, bis auch sie im Schlachthaus enden.

Wer Produkte kauft, die Casein enthalten, unterstützt dieses System direkt. Hinzu kommt: Casein kann bei Menschen starke Allergien auslösen und gehört zu den häufigsten Auslösern von Milcheiweißallergien. [1]

Welche Lebensmittel enthalten viel Casein?

Casein steckt naturgemäß in allen Milchprodukten – je nach Tierart zu unterschiedlichen Anteilen, besonders in:

  • Käse (sehr hoher Caseinanteil)
  • Quark
  • Joghurt
  • Milchpulver
  • Sahneprodukten

Doch auch vermeintlich milchfreie Produkte können Casein enthalten, darunter manche

  • Käsesorten auf Sojabasis,
  • Dressings und Salatsoßen,
  • Süßigkeiten,
  • Proteinriegel und Sportprodukte (oft als „Whey“ oder „Caseinprotein“).

Besonders im Bereich der Sporternährung wird Casein unter der Bezeichnung Whey häufig als Proteinquelle eingesetzt – obgleich es zahlreiche wesentlich gesündere pflanzliche Proteinquellen gibt, mit denen der Muskelaufbau problemlos unterstützt werden kann.

Worin ist Casein außerdem enthalten?

Casein wird in anderen Industriebereichen als Bindemittel oder Hilfsstoff genutzt – oft völlig unsichtbar für Verbraucher:innen. Es steckt unter anderem in:

Frau mischt Proteindrink an
Casein wird für verschiedene Produkte verwendet. Bekannt ist vor allem die Verwendung als Eiweißpulver.

Ist Casein laktosefrei?

Nein, Casein ist zwar ein Protein, aber es stammt aus Milch, die natürlicherweise Laktose enthält. Produkte mit Casein sind daher nicht automatisch laktosefrei – und für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie ungeeignet.

Warum kein Casein?

Es gibt mehrere Gründe, Casein zu meiden:

  • Tierleid: Jede Form von Milcheiweiß stammt aus einem System, das Kühen und Kälbern massives Leid zufügt.
  • Gesundheit: Casein kann starke Allergien auslösen.
  • Umwelt: Milchproduktion ist ressourcenintensiv und klimaschädlich.

Für alle Anwendungen gibt es längst vegane Alternativen, die ohne Tierleid auskommen.

Welche Alternativen gibt es?

Für alle Produkte, in denen Casein vorkommt, existieren heute vegane Alternativen, darunter:

Entscheiden Sie sich für tierfreie vegane Produkte – und schützen Sie Tiere, Umwelt und die eigene Gesundheit.