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Tierschutzmissstände im Tierheim Antalya

 
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Für eine humane Geburtenkontrolle für die Streuner in der Türkei

Stand März 2012
Update 10.3. 2011: Das Veterinäramt in Antalya hat sich an PETA gewandt und Pläne zu Umbaumaßnahmen in dem Tierheim vorgelegt. PETA bewertet diesen Sachverhalt grundsätzlich positiv und wird die Entwicklungen auch weiterhin beobachten. Zudem hat PETA das Veterinäramt in einem Brief dazu aufgefordert, die Methode des „Neuter & Release“ zu praktizieren. Nur die konsequente Umsetzung dieser Methode, bei welcher die Tiere behutsam eingefangen, kastriert, geimpft und nach einer Genesungszeit an ihren Ursprungsort zurückgebracht und dort weiter versorgt werden, kann die Population von heimatlosen Tieren in der Türkei nachhaltig senken.

Wir danken allen, die sich unserem Aktionsaufruf angeschlossen haben, um den Tieren in Antalya zu helfen.



Verdeckt aufgenommenes Videomaterial aus dem städtischen Tierheim der Touristenhochburg Antalya dokumentierte den traurigen Alltag tausender heimatloser Hunde. Türkische Tierschützer, die sich bislang im Tierheim Antalya engagiert haben, kämpften seit Monaten gegen die derzeitigen Bedingungen, unter denen die Tiere leiden. Der Bürgermeister von Antalya sowie der Leiter des Veterinäramtes verfolgten den absolut begrüßenswerten Plan, innerhalb eines Jahres 4.000 Hunde-Kastrationen durchzuführen. Das Problem jedoch war, dass die Stadt weder die räumlichen noch die personellen Bedingungen dafür schafft, welche notwendig wären, um die Kastrationen im Sinne des Tierschutzes durchzuführen und um eine tierschutzwidrige Hortung von hunderten Tieren zur gleichen Zeit zu verhindern.

Sehen Sie hier unseren Film über das Tierheim in Antalya:

 

Sterbender Hund im Tierheim Antalya
Die Videoaufnahmen dokumentierten die unhaltbaren Zustände im Tierheim Kepez in Antalya. Die Streuner, so Augenzeugen, wurden in die völlig überfüllten Tierheimzellen gesperrt. Viele der Tiere erhielten nicht die medizinische Versorgung, die für sie nötig wäre. Die ausgegebene Nahrung reichte bei Weitem nicht für alle heimatlosen Hunde, die zeitgleich eingesperrt waren. Viele der Tiere gingen gänzlich leer aus und suchten den Zellenboden nach Essensresten ab. Für die Hunde bedeutete diese Beengtheit enormen Stress – einige zogen sich zurück, andere wurden aggressiv und lieferten sich regelrechte Kämpfe mit anderen Artgenossen.

Alle Tiere wurden nach der Kastration im Tierheim Kepez in Antalya wieder auf die Straße ausgesetzt. Die Maßnahme des Neuter & Release (Einfangen der Tiere, Kastrieren und wieder Aussetzen ins vertraute Revier) ist auch PETAs Forderung. Beim Wiederaussetzen der Tiere muss jedoch die körperliche Konstitution der Tiere berücksichtigt werden. Da nach Informationen von Augenzeugen auch kranke und ausgehungerte Tiere nach der Kastration im Tierheim Antalya wieder auf die Straße ausgesetzt wurden, sterben viele der Streuner innerhalb kürzester Zeit an Infektionen, aufgrund nicht behandelter Verletzungen oder sie verhungerten.

 

Abgemagerter Hund im Tierheim Antalya
Die Pläne der Verwaltung, eine möglichst hohe Anzahl an Tieren in Antalya kastrieren zu lassen, begrüßt PETA ausdrücklich. Hierfür müssen jedoch dringend die Gegebenheiten im Tierheim Antalya angepasst werden (zusätzlicher Einsatz von Tierheimangestellten, Erweiterung der Räumlichkeiten etc.).