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Wie Sie im Sommer sicher mit Ihren Tieren reisen.

Stand August 2013
Haben Sie die Absicht, Ihre haarigen Familienmitglieder in Ihre Sommerurlaubs-Pläne miteinzuschließen? Die nachfolgend aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen helfen Ihnen dabei, deren Reise so sicher wie möglich zu machen.

Flugreisen:

Selbst die freundlichste Fluglinie ist nicht immer freundlich zu Tieren. In Wirklichkeit wurde bereits gegen so ziemlich jede größere Fluggesellschaft wiederholt ein Bußgeld verhängt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Während das Reisen Ihres Tiere unter Ihrem Passagiersitz einigermaßen sicher sein sollte, kann es hingegen im Frachtraum des Flugzeuges extrem gefährlich, ja sogar tödlich sein. Da die Frachträume gewöhnlich nicht über eine Klimatisierung verfügen, können dort oft rasch Extremtemperaturen erreicht werden, vor allem dann, wenn das Flugzeug Verspätung hat. Außerdem werden viele Frachträume ganz extrem mit Pestiziden besprüht, um die Einfuhr von Insekten, Kakerlaken zu verhindern.

Bitte fragen Sie sich daher, ob es wirklich notwendig ist, Ihr Tier auf dem Flug mitzunehmen. Können Sie stattdessen vielleicht mit dem Auto reisen oder Ihr Tier möglicherweise zu Hause bei jemandem lassen, der sich zuverlässig um es kümmert? Der Transport des Tieres im Frachtraum eines Flugzeuges sollte immer die allerletzte Lösung sein.

Sollte es wirklich keine andere Möglichkeit geben, und sollten Sie Ihr Tier tatsächlich auf dem Flug mitnehmen müssen, dann ergreifen Sie bitte die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

Verwenden Sie eine solide Transportbox, aus der Ihr Tier nicht ausbüchsen kann. Es hat bereits Fälle gegeben, in denen Hunde oder Katzen aus den Boxen entfleucht sind und nicht mehr gefunden wurden. Vergewissern Sie sich, daß Ihre Transportbox über eine gute Belüftung verfügt und über eine wenigstens 2cm breite, überstehende Kante an den Seiten, so daß die Luftschlitze nicht verdeckt werden, wenn die Transportbox gegen andere Gepäckstücke gedrückt wird. Überprüfen Sie die Schließvorrichtungen der Box lieber einmal zuviel als einmal zu wenig und überlegen Sie, ob Sie nicht zur Sicherheit auch noch ein Vorhängeschloß verwenden wollen.

Buchen Sie immer einen Direktflug ohne Zwischenlandungen. Bei Zwischenlandungen besteht für Ihr Tier immer ein zusätzliches Risiko durch mögliche Unfälle, Traumata oder Verlust. Falls Sie umsteigen müssen, fragen Sie bitte rechtzeitig im voraus, wie die Vorgehensweise Ihrer Fluglinie in solchen Fällen ist. Die meisten Fluglinien nehmen keine Weiterleitung Ihrer Tierfracht zu dem Anschlußflug vor, sondern verlangen, daß Sie das Tier bei der Gepäckausgabe abholen und wieder neu einchecken.

Legen Sie Ihren Flug möglichst so, dass er bei heißem Wetter am Abflug- und Ankunftsflughafen sehr früh morgens oder nach Sonnenuntergang abgeht bzw. ankommt. Fliegen Sie im Winter bei Tage, an extrem heißen oder kalten Tagen überhaupt nicht. Tiere können im Frachtraum erfrieren, ersticken oder an Hitzschlag sterben, vor allem dann, wenn eine Verspätung auftritt. Falls am Tag Ihres Abfluges doch extreme Temperaturen herrschen, sollten Sie Ihr Tier auf gar keinen Fall im Frachtraum reisen lassen.

Autoreisen:

Autofahren ist für Tiere weitaus weniger gefährlich als fliegen. Die nachfolgenden Tipps werden Ihre Autoreise noch sicherer machen:

Füttern Sie Ihren Hund oder Ihre Katze etwa eine Stunde vor der Abreise nicht mehr, aber nehmen Sie ausreichend Trinkwasser für Reisepausen mit. Wasserschalen, die kippsicher sind, gibt es in vielen Zoohandlungen und Katalogen.

Montieren Sie Rollos oder andere Sonnenschutzvorrichtungen in Ihrem Wagen und lassen Sie Ihr Tier niemals unbeaufsichtigt. Ein Auto kann binnen kürzester Zeit zu einem Backofen werden, auch wenn das Tier "nur für ein paar Minuten" alleine gelassen wird.

Katzen können unterwegs zu wahren Fluchtartisten werden. Deswegen muss man sie in soliden, gut belüfteten Transportboxen unterbringen, die wenigstens so groß sind, daß das Tier darin aufrecht stehen und sich bequem umdrehen kann.

Hunde können in einer Transportbox oder auch ohne im Auto reisen. Doch seien Sie aufmerksam, damit Ihnen der Hund nicht entwischt. Sicherheitsgurte für Hunde gibt es in einigen Geschäften und bei Versandfirmen.

Transportieren Sie Ihr Tier niemals in einem Pappkarton, denn dieser bietet bei einem Unfall praktisch gar keinen Schutz.

Falls Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nicht in einer Box oder angegurtet transportieren, sollten Sie weder Fenster noch Türen öffnen. Zahllose Hunde und Katzen sind auf diese Weise bereits an Rastplätzen und Maut-Stationen verlorengegangen.

Vergewissern Sie sich, dass Ihr Tier ein Halsband und eine Identifizierungsmarke trägt. Nehmen Sie einige Marken mit, die jeweils den vorübergehenden Aufenthaltsort angeben wie z.B. das Hotel, in dem Sie Urlaub machen, und geben Sie darauf neben der Adresse auch die Telefon-Nr. an. Belassen Sie neben dieser vorübergehenden Marke auch die ursprüngliche am Halsband des Tieres.