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Undercover Schlachthof-Video: Todesschreie der Tiere

Erschütterndes Filmmaterial aus angeblicher Vorzeige-Bio-Schlachterei in Baden-Württemberg

Stand Juli 2013
Ein Undercover-Ermittler konnte ganz offiziell Filmaufnahmen in einem Vorzeige-Bio-Schlachthof in Baden-Württemberg machen. Das Video-Material gab er jetzt an PETA Deutschland weiter. Es zeigt in erschütternden Bildern und Tönen, wie für Millionen von Schweinen und Kühen die letzten Stunden ihres Lebens ablaufen. Es ist die Hölle auf Erden.

 

Update 2012: Erfolg: Schlachter rechtskräftig verurteilt
Wegen dieser Praktiken ist der Schlachter im Jahr 2012 mit einem rechtskräftigen Strafbefehl verurteilt worden. Das Verfahren gegen den anwesenden Amtstierarzt wurde wg. geringer Schuld, und weil er noch nicht vorbestraft ist, nach § 153 Strafprozeßordnung eingestellt. Da der Schlachthof erhebliche Investitionen in die Neueinrichtung dieser Tötungsanlagen getätigt hat, fiel die strafrechtliche Ahndung so milde aus.

 

 

 

Hintergrund: Ist Tierquälerei im Schlachthof an der Tagesordnung?

 

 

 

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Die tägliche Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen

Schmerzvolles Stöhnen und Brüllen, Todesschreie - für jeden Menschen eindeutig hörbar. Und wenn man genauer hinschaut: Das Rind bewegt seinen Kopf vertikal wie horizontal, das Schwein zappelt in kreisförmigen Bewegungen.

 

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Die Konsumenten werden getäuscht

Ein Tierarzt, dem die Bilder vorlagen, fasst zusammen: Die Tiere durchleiden Höllenqualen. Die Ausreden vonseiten der Fleischbranche, dass es nur „vegetative Reflexe“ seien, von denen die Tiere nichts mitbekommen würden, die immer wieder bei solchen Bildern zu hören sind, sollen den Verbraucher nur beruhigen. Die Schlachter belügen sich selbst. Jeder, der beruflich mit dieser Schlachthofbranche zu tun hat, weiß, welche unsäglichen Qualen bis zu 30% der nicht ausreichend betäubten Tiere hinter den Schlachthoftüren erdulden müssen - nur für einen kurzen Gaumen“genuss“ für den Menschen.

 

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Die ohnehin schwachen gesetzlichen Bestimmungen werden ignoriert

Dabei verlangt der Gesetzgeber in der Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV), dass bei den Tieren „nicht mehr als unvermeidbare Aufregung, Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht werden.“ (§ 3 Abs. 1 TierSchlV).

Die Praxis ist eine vollkommen andere: Obwohl es verpönt ist, die Tötung der Tiere in Räumen vorzunehmen, in denen sich andere Tiere in der Todes-Warteschleife befinden, müssen die Tiere hier nicht nur die Tötung ihrer eigenen Artgenossen hören, riechen, schmecken und mit ansehen, sondern auch die anderer Tiergattungen. Leiden pur, der Anblick verursacht sogar körperliche Schmerzen bei solch empfindsamen Tieren wie Schweinen. Das alles dauert teilweise bis Stunden - reinste Folter.

Und die weitere Vorschrift, dass dafür Sorge zu tragen ist, „dass ein rasches und wirksames Betäuben und Schlachten oder Töten möglich ist“ (§ 3, Abs. 2 TierSchlV), steht in den Schlachthöfen ohnehin nur auf dem Papier, wie an diesen aktuellen Bildern eindeutig zu sehen ist.

 

 

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Bio oder konventionell - hinter den Schlachthaustüren sind alle Tiere gleich

Die allgemeine Meinung der Öffentlichkeit, bei Bio-Produkten wäre alles
anders und da würde Sorge getragen, dass es den Tieren einigermaßen gut gehe, jedenfalls besser als denen in der konventionellen Tierproduktion, ist nachgewiesenermaßen falsch! So gut wie alle Regelungen der Bio-Verbände und der der Öko-Verordnungen enden immer vor den Toren des Schlachthofes, Hölle und Marterstätte für die Tiere in ihren letzten Stunden. Im stinkenden und blutenden, den Tod quasi riechenden und hörenden Schlachthof gibt es keinen Unterschied mehr, Bio-Kühe und Bio-Schweine durchlaufen dieselbe Prozedur wie die konventionell gequälten Schweine und Kühe. Jeder Fleischkonsument, egal ob bio oder konventionell, muss wissen, dass ein hoher Prozentsatz der Tiere, die für seinen kurzen Gaumen“genuss“ sterben mussten, kaum vorstellbaren Qualen im Schlachthof ausgesetzt waren. So etwas nennt man bedingte Inkaufnahme.
Auch dieser gezeigte Schlachthof ist natürlich Bioland-zertifiziert.

 

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Rechtsfreie Zone für Tierquälerei

Die sog. „Nutz“tiere sind also so gut wie rechtlos in den Schlachthöfen, allein die Tierschutz-Schlachtverordnung soll die Tiere schützen - doch versagt diese tagtäglich im Vollzug, da auch die zuständigen Veterinärbehörden die systemimmanente Tierquälerei für „normal“ halten. Verstöße gegen diese Verordnung sind, ein weiterer Skandal, nur als Ordnungswidrigkeiten ahnbar - bei den Mitgeschöpfen wird alles getan, um sie rechtlos zu stellen, gerade in industriellen Tötungskomplexen.

 

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In Baden-Württemberg am grausamsten

Doch das Bundesland Baden-Württemberg reicht die problem- und reibungslose, die Mitgeschöpfe rechtlos stellende Schlachtprozedur offensichtlich nicht aus: Man schenkt den Schlachtern noch ein paar Sekunden dazu, indem man die Zeit zwischen Betäubungszange bei den Schweinen und dem Entblutungsschnitt erst ab Ende der Elektro-Durchströmung misst, entgegen der eindeutigen Vorgabe des Bundesgesetzgebers. Bedingte Inkaufnahme eines hohen Prozentsatzes von Tieren, die aus der Betäubung zu früh wieder aufwachen und ihre Tötung selbst erleben - wie weit will sich eine Zivilgesellschaft eigentlich noch entwürdigen?

Nachzutragen bliebe noch, dass dieser Schlachthof anerkannter Ausbildungsbetrieb in Baden-Württemberg ist – man fasst es kaum.

 

 

 

 

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