Video: Elefantenbaby im Zoo für Touristen angekettet und misshandelt

Ein aktuelles Enthüllungsvideo von PETA Asien beweist unfassbares Tierleid in einem thailändischen Zoo (Samutprakan Crocodile Farm and Zoo). Auch zu sehen ist ein Elefantenbaby, das erst kürzlich durch einen Bericht des National Geographic zu Berühmtheit gelangte. Die Aufnahmen zeigen, dass Elefanten in dem Betrieb den Großteil ihres Lebens angekettet sind und dass auf sie eingestochen wird, damit sie vor Touristen verwirrende und unangenehme Tricks vorführen. Und auch andere Tiere werden misshandelt: Arbeiter malträtieren sie, damit sie ein bestimmtes Verhalten zeigen und Touristen Fotos mit ihnen machen können.

Für billige Tricks misshandelt

PETAs Augenzeugen konnten dokumentieren, wie Arbeiter mit spitzen, metallenen Hilfsmitteln auf Elefanten einstachen, um sie dazu zu zwingen, dass sie tanzen, bowlen oder bestimmte Tricks vorführen. Diese Verhaltensweisen sind für die Tiere nicht nur völlig verwirrend, sondern häufig auch schmerzhaft. Touristen unterstützen diese Misshandlung, indem sie mit ihrer Eintrittskarte dafür zahlen.

Elefant Zoo Thailand
Zoo Thailand Elefant
Einige Elefanten hatte blutige Wunden an ihren besonders empfindlichen Schläfen und Ohren. Andere Tiere hatten an den gleichen Stellen Narben, was darauf schließen lässt, dass auch sie solcher Misshandlungen ausgesetzt waren.
 
Elefant Zoo Thailand wunden

Ein leidvolles Leben in Ketten

Augenzeugen sahen, dass die Beine der Elefanten in kurzen Metallketten lagen und die Tiere auf hartem Untergrund, z.B. Beton, stehen mussten. Das kann Fuß- und Gelenkprobleme verursachen.

Die Elefanten hatten keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten. Ihre Ketten wurden nur entfernt, wenn sie Tricks vorführen oder Touristen auf sich reiten lassen mussten. Sie bewegten ihren Körper ständig hin und her, was auf psychischen Stress hindeutet.

Webender Elefant

Schwere Misshandlung und Depression

Auch andere Tiere wurden misshandelt, nur damit sie vor Touristen das gewünschte Verhalten zeigten. Krokodile wurden während der Shows mit Bambusstöcken geschlagen und ein Tiger wurde malträtiert, damit er mit Touristen für ein Foto posierte.

Tiger Foto
Die Augenzeugen sahen, dass andere Tiere, etwa ein Schimpanse und ein Orang-Utan, extrem frustriert und deprimiert erschienen. Man hielt sie gefangen, damit Touristen Fotos mit den Tieren machen konnten. Es geht hier einzig und allein um die Profitmaximierung des Zoos.
 
Depressiver Affe

Elefanten haben Besseres verdient

Elefanten sind hochsoziale Tiere. Zu ihren Familienmitgliedern haben sie eine starke und lang andauernde Beziehung. Sie arbeiten zusammen, um Probleme zu lösen, und vertrauen auf die Weisheit, das Urteilsvermögen und die Erfahrung älterer Verwandter. In Freiheit verbringen sie ihre Tage damit, Sozialkontakte zu pflegen, zu schwimmen, die Umgebung zu erkunden und zu spielen.

In Freiheit tragen sie auch keine Menschen auf ihrem Rücken oder führen schmerzhafte, verwirrende Tricks vor. All der Stress, die absolut nicht artgerechte Unterbringung und der Mangel an Bewegungsmöglichkeiten in Gefangenschaft können dazu führen, dass Elefanten abnormale Verhaltensweisen entwickeln. Sie zeigen z.B. das sogenannte Weben, wobei sie den Kopf oder ihren ganzen Körper ständig hin und her wiegen. Solche Verhaltensweisen kommen in freier Natur nicht vor. Elefanten sterben in Gefangenschaft nicht nur lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung, sie haben oft auch mit schmerzhaften, chronischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Besonders häufig kommen gerissene Zehennägel, Abszesse, Fettleibigkeit und Arthritis vor.

Helfen Sie uns, das Tierleid zu stoppen

PETA Asien hat alle Beweise bei der thailändischen Polizei eingereicht. Wir alle können den Elefanten und anderen im Tourismussektor ausgebeuteten Tieren am besten helfen, indem wir diese Betriebe nicht unterstützen. Wo Wildtiere ausgebeutet werden und direkter Kontakt zwischen Mensch und Tier gestattet ist, wird nie im Sinne des Tieres gehandelt. Das betrifft auch Einrichtungen, die sich „Auffangstation“ oder „Sanctuary“ nennen.

Bitte informieren Sie Freunde und Familie über das Leid von Tieren in der Tourismusbranche, falls diese eine Reise nach Thailand planen.

Bitte fordern Sie außerdem zusammen mit PETA Asien Reiseunternehmen auf, die Samutprakan Crocodile Farm and Zoo aus seinem Touren-Angebot zu streichen.

Unsere Autoren

PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.