Schockierender Fund: Dieses Ferkel wurde lebendig in den Müll geworfen!

Immer wieder erreichen uns Bilder über unser Whistleblower-Formular, die schwer zu ertragen sind. Doch dieses Video ließ selbst langjährige PETA-Mitarbeiter erschaudern.

Spaziergänger gingen an einem Schweinebetrieb vorbei und hörten seltsame Geräusche aus einer Mülltonne, die am Wegesrand abgestellt war. Sie dachten zuerst an eine Ratte, die vielleicht nicht mehr aus der Tonne kommt, und wollten dem Tier helfen. Doch was sie vorfanden, war einfach nur schockierend. Zwischen zahllosen in Plastiktüten verpackten toten Ferkeln lag ein noch lebendes Schweinebaby. Die Körper vieler Jungtiere waren noch warm, und laut unseres Informanten haben einige Tiere die Plastiktüten von innen „bearbeitet“. Dies legt die Vermutung nahe, dass einige der noch warmen Ferkel in der Mülltonne einen grausamen Todeskampf geführt haben.

Für das noch lebende Ferkel kam leider jede Hilfe zu spät.

lebendiges Ferkel in einer Muelltonne

Warum sind die Mülltonnen überhaupt voll mit Ferkeln?

Leider ist es keine Ausnahme, dass eigentlich lebensfähige Ferkel getötet und wie Müll entsorgt werden. Das Problem liegt wie immer im System. Um die Wirtschaftlichkeit der Schweinezüchter weiter zu erhöhen, wurden Sauen in den letzten Jahren dahingehend gezüchtet, immer mehr Nachwuchs zu „produzieren“. Hierzu wurden den Tieren sogar weitere Rippenpaare angezüchtet [1]. Eine Schweinemutter hat jedoch meist nicht genügend Zitzen, um alle ihre Babys versorgen zu können. Zudem kommen bei der unnatürlich hohen Anzahl an Ferkeln bei nahezu jeder Geburt auch schwächere Tiere zur Welt. Diese würden eine intensivere Pflege benötigen und nehmen oft nicht so schnell an Gewicht zu wie ihre Geschwister. Auch wenn es laut Gesetz verboten ist, ein Tier aus wirtschaftlichen Gründen zu töten, so ist dies doch Alltag in der Schweinezucht.


Dieser Missstand ist Veterinären und Politikern bekannt – dennoch wird er, wie viele andere illegale Tätigkeiten in der Tierhaltung – meist stillschweigend hingenommen.
 
Kadavertonne aus einer Ferkelzucht
Kadavertonne mit toten Ferkeln aus einer Ferkelzucht

So werden Ferkel massenhaft getötet

Die Landwirte tarnen den Mord an „überzähligen“ Ferkeln mit dem Argument, es sei völlig legal, „nicht lebensfähige“ Ferkel zu töten. Diese Tiere dürfen aussortiert und mit einem Schlag auf den Kopf betäubt werden. Anschließend muss ihnen die Kehle durchtrennt werden, denn nur das Ausbluten garantiert den Tod [2]. Doch viele Tierhalter nehmen sich nicht einmal für diese vorgeschriebene Tötungsweise genug Zeit. Seit Jahren dokumentieren Tierschützer, dass Mitarbeiter in Mastbetrieben die Schweinebabys an Buchtenwände oder auf den Boden schlagen und dann achtlos wegwerfen. Wie viele Tiere danach schwerverletzt in den Mülltonnen wieder aufwachen und einen langsamen und schmerzhaften Tod sterben, bevor ihr Leid in den Tierkörperbeseitigungsanlagen für immer zum Verschwinden gebracht wird, bleibt das dunkle Geheimnis der Schweinezüchter.

Erfahren Sie, warum die meisten Sauen in der Zucht weiterhin in illegalen Kastenständen eingesperrt sind.

Was Sie tun können

Bitte unterstützen Sie dieses Tierleid nicht länger. Sie haben bei jedem Einkauf, bei jeder Bestellung im Restaurant und bei jedem Essen mit Freunden die Wahl, sich für die tierfreundliche, also vegane Variante zu entscheiden. Nutzen Sie Ihren Einfluss als Verbraucher, denn die Tiere können sich nicht selbst helfen.

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[1] Wilfried Brade, Gerhard Flachowsky: „Schweinezucht und Schweinefleischerzeugung, Empfehlungen für die Praxis“, Sonderheft 296, 2006, https://d-nb.info/982372450/34, zuletzt abgerufen am 17.09.2019
[2] Landwirtschaftskammer Niedersachsen: „Merkblatt zur Nottötung von Saugferkeln von bis zu 5 kg Gewicht“, Erlass vom 3.7.2014, zuletzt abgerufen am 24.9.2019, unter https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/1/nav/2048/article/25142.html

Unsere Autoren

Lisa Kainz

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.