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Vegane Traumhochzeit: Die richtige Mischung aus Herz und Vernunft

 
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PETA stellt Ihnen tierfreundliche Ideen vor, die Ihre Hochzeit unvergesslich machen.

Stand August 2017

Vegan heiraten: Ehe mit Herz und Verstand

Frisch verliebt und blind vor Glück kann man schon mal die ganze Welt um sich herum vergessen. Umso erfreulicher, dass immer mehr Paare mit offenen Augen in ihre gemeinsame Zukunft schreiten und bei der Hochzeitsplanung vermehrt Wert auf eine nachhaltige und tierfreundliche Feier legen. Wir geben Tipps, wie man jede Hochzeit aufpeppen und den Gästen die schönsten Seiten des veganen Lebens zeigen kann.

Brautkleid und Anzug

Fast alle Geschäfte für Brautmoden bieten eine Vielzahl an veganen Kleidern an, da die meisten Hochzeitskleider heute ohnehin aus synthetischen Stoffen sind. Besonders beliebte Materialien sind tierfreundliche Baumwolle, Chiffon und natürlich Spitze. In einigen Kleidern versteckt sich jedoch Seide, die großes Tierleid verursacht. Für ein einziges Kleid werden bis zu 50.000 Raupen in ihren Seidenkokons verbrüht. Bei Anzügen ist die Auswahl leider nicht mit der Vielzahl an veganen Brautkleidern vergleichbar – man sollte für die Suche daher etwas mehr Zeit einplanen, da sehr häufig Wolle verarbeitet wird. Tierfreundliche Alternativen sind Materialien wie Baumwolle, Leinen, Polyester oder Viskose. Für Frauen, die im Anzug heiraten möchten, gilt natürlich dasselbe.

Hochzeitsschuhe und Accessoires

Schuhe wählt das tierfreundliche Hochzeitspaar am besten aus Kunstleder oder pflanzlichen Stoffen. Wer im Schuhgeschäft nicht fündig wird, findet eine tolle Auswahl an schicken Schuhen beim veganen Schuhversand Beyond Skin, der auch nach Deutschland liefert. In Sachen Schmuck und Accessoires stehen Leder, aber auch Federn und Perlen auf der roten Liste. Echte Blumen und Haarspangen sind in der Regel vegan und machen aus jeder Frisur einen Blickfang. Bei Krawatten, Fliegen und Brusttüchern sollten Varianten ohne Seide und Wolle gewählt werden. Gleiches gilt für den klassischen Zylinder und viele andere festliche Hüte. Paare, die noch mehr Tipps brauchen, finden unter veganemode.info alles zum veganen Dresscode.

Tierfreundliche Dekoration

Wer bei der romantischen Beleuchtung auf Erdölprodukte wie Paraffin verzichten möchte und eine umweltfreundliche Alternative zu Bienenwachs sucht, kann Kerzen aus Sojaöl, zertifiziertem Palmöl, Stearin oder Biomasse wählen. In manchen Kerzen verstecken sich jedoch tierische Fette. Sollte die Kerze nicht als pflanzlich gekennzeichnet sein, hat man die Möglichkeit, einfach und schnell per E-Mail beim Hersteller nachzufragen. Weitere beliebte Dekorationselemente sind Blütenblätter, Blumen und Federn. Da manche Kunstblumen aus Seide sind, empfehlen wir echte Blumen. Von Federn sollte man hingegen ganz die Finger lassen, denn tierleidfreie Alternativen gibt es nicht.

ACHTUNG! Im Internet kann man sich häufig Federn mit der Bezeichnung „synthetic“ oder „artifical“ bestellen. Dabei handelt es sich jedoch um echte Federn, meist von chinesischen Enten- oder Gänsefarmen, die lediglich künstlich eingefärbt wurden. 

 

Das vegane Festmahl

Ein veganes Menü ist nicht nur tierleidfrei, sondern sorgt auch dafür, dass JEDER Gast beherzt zugreifen kann. Immer mehr Menschen wählen aufgrund von Allergien und Lebensmittelintoleranzen sowie aus religiösen oder ethischen Überzeugungen rein pflanzliche Produkte. Eine wachsende Anzahl veganer oder vegan-freundlicher Caterer und Restaurants liefern allerhöchsten Genuss für ein tierleidfreies Fest. Hilfe bei der Suche bietet PETAs Restaurantliste sowie Apps wie Vanilla Bean oder Happy Cow. Bei konventionellen Caterern kann zudem eine Anfrage mit erklärenden Informationen und Vorschlägen sehr hilfreich sein. Viele sind bereit, bestehende Menüs den Wünschen ihrer Kunden anzupassen.

 

Ein feucht-fröhlicher Abend

In Getränken kann sich sowohl in den Zutaten als auch in den Hilfsstoffen Tierisches verstecken. Letztere müssen leider nicht deklariert werden. Darum sollte das Hochzeitspaar auf ausdrücklich vegane Varianten setzen, die z. B. ohne tierische Farbstoffe, Gelatine oder Fischblasen zur Klärung auskommen. Das Angebot an veganen Getränken, einschließlich Wein und Sekt, ist mittlerweile groß. Herstellerunabhängige Vegan-Siegel sowie der Einkaufsguide von PETA ZWEI helfen bei der Auswahl.

Die Hochzeitstorte

Der Höhepunkt eines jeden Hochzeitsfestes ist die Hochzeitstorte. Leider verursacht sie mit Zutaten wie Milch, Eiern, Butter und Sahne auch viel Tierleid. Das muss jedoch nicht sein: Immer mehr Konditoren bieten vegane Köstlichkeiten an. Hochzeitspaare, die auf Do-it-yourself setzen, finden in PETAs „ultimativem veganem Backpapier“ und vielen veganen Backbüchern Hilfe bei der rein pflanzlichen Zubereitung.

 

Transportmittel

Pferdekutschen sind unbequem, holprig und für manche Pferde sogar tödlich, wie die zahlreichen Kutschunfälle und vor Erschöpfung zusammenbrechenden Pferde immer wieder zeigen. Besser geeignet sind tierfreundliche Transportmittel wie Auto, Limousine, Motorrad – oder etwas ausgefallener – gerne auch ein Fahrrad.

Neue und alte Bräuche

Einer der traurigsten Hochzeitsbräuche ist das Entsenden weißer Tauben in den Himmel. Häufig verirren sich die Tiere und enden krank und hungernd in den Städten. Schmetterlinge, die für Auflässe über das Internet in Pappschachteln bestellt werden können, sind meistens schon tot, bevor sie überhaupt beim Brautpaar ankommen. Schlechter lassen sich „Liebe und Treue“ wohl kaum symbolisieren. Wir empfehlen stattdessen tierfreundliche Konfetti, echte Blüten oder Seifenblasen – damit macht man nicht nur Tieren, sondern auch den kleinsten Gästen eine große Freude. 

Geschenke

Hochzeitsgeschenke sollen nicht die Gäste, sondern das Brautpaar glücklich machen. Daher ist es völlig in Ordnung, vorab um tierfreundliche Präsente zu bitten. Hilfreich sind Informationen zu veganen Kennzeichnungen oder eine Liste mit spezifischen Wünschen. Wer bereits rundum zufrieden ist, kann auf Geschenkideen von Tierrechtsorganisationen wie PETA zurückgreifen und um eine Geschenkspende bitten.