Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Quält Dressurreiter Matthias R. dieses Pferd mit Rollkur?

Anfang August 2022 wurden uns Undercover-Aufnahmen aus dem Gestüt des Dressurreiters Matthias R. zugespielt. Auf den Videos ist zu sehen, wie R. ein Pferd nach unserer Auffassung mit der Rollkur quält – eine Praktik, bei der der Hals des Tieres auf schmerzhafte Weise überdehnt wird. Wir von PETA Deutschland haben Anzeige gegen den Reiter wegen Tierquälerei erstattet.

Rollkur: Profireiter überdehnt Pferdehals

Die Aufnahmen zeigen, wie Matthias R. das Pferd Thiago GS im Preiswettbewerb der Avalon Premium Cars Kronberg GmbH reitet. Dabei zieht er stark an den Zügeln, sodass der Kopf des Pferdes auf die Brust gezogen wird.

Die Rollkur stellt eine Tiermisshandlung dar und kann zu irreparablen Schäden an der Halswirbelsäule führen. [1] Auch die Atmung und die Durchblutung des Pferdes werden dabei stark beeinträchtigt, ebenso wie das Sehvermögen und die Orientierung. Auch kann es zu Entzündungen der Genickbeutel im Unterkiefer kommen. Bereits zehn Minuten in der Rollkur verursacht bei den Tieren großen Stress. [2]

Wiederholungstäter: PETA zeigt R. erneut an

Wir haben im August 2022 Strafanzeige gegen R. bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main erstattet wegen mutmaßlicher quälerischer Tiermisshandlung.

Bereits 2012 hatten wir Matthias R. wegen der Anwendung der Rollkur beim Hengst Totilas angezeigt. Schon damals stellte die Staatsanwaltschaft Frankfurt fest, dass es sich um eine quälerische Tiermisshandlung handelt, auch wenn das Verfahren aus anderen Gründen eingestellt wurde.

Rollkur, Peitsche und Sporen: Pferdesport ist Tierquälerei

Tierquälerei und der Einsatz von regelrechten Folterwerkzeugen sind im sogenannten Pferdesport keine Seltenheit. Immer wieder zeigen Aufnahmen von Turnieren, wie Pferde geschlagen, getreten und anderweitig misshandelt werden.

„Grausamste Tierquälerei ist im sogenannten Pferdesport keine Seltenheit, sondern alltäglich. Fühlende Lebewesen werden hier als Sportgeräte missbraucht, an welchen Reiter:innen mit aller Gewalt ihre Emotionen und Wut herauslassen. Nicht selten passiert dies vor den Augen der Richter:innen, die – wie auch in diesem Fall mit Matthias R. – immer wieder beide Augen zudrücken. Wir benötigen ein dringendes Umdenken im modernen Umgang mit Pferden und müssen diese systemimmanente Tierquälerei endlich stoppen.“

Jana Hoger, PETA Deutschland

Was Sie tun können

  • Besuchen Sie niemals eine Pferdesportveranstaltung.
  • Wenn Sie Zeug:in von Tierquälerei werden, machen Sie Videoaufnahmen und melden Sie uns den Vorfall. Die Tiere brauchen unsere Stimme!