Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen will Fischerei beenden

Anfang März 2022 gaben wir von PETA Deutschland eine repräsentative Umfrage zum Thema Fischerei bei der INSA-CONSULERE GmbH in Auftrag. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die relative Mehrheit der 2.103 befragten Personen ist dafür, jegliche Fischerei bis 2030 abzuschaffen und Meerestiere besser zu schützen.

Meerestiere schützen statt töten: Relative Mehrheit will Ende der Fischerei

Jedes Jahr tötet die Fischerei Milliarden Fische und andere Meerestiere auf grausame Weise. Mit riesigen Netzen werden die Ozeane regelrecht leergefischt und ganze Ökosysteme zerstört. Tonnenschwere Grundnetze zerstören Meeresböden, Korallenriffe und Tiefseeböden. Zusätzlich vermüllt die Fischerei die Meere mit ihren Netzen und anderen Abfällen. Jedes einzelne Tier in der Fischereiindustrie stirbt einen qualvollen Tod.

Vogel steht in Fischernetzen

37 Prozent der Befragten, die relative Mehrheit, sind daher für ein vollständiges Ende jeglicher Fischerei bis 2030, um den Fortbestand von Fischen, Meeressäugern, Korallen und anderen Meerestieren zu fördern und Tierleid zu verhindern.

50 Prozent fordern Betäubungspflicht für Meerestiere vor der Tötung

Während es für Landwirbeltiere in Deutschland eine Betäubungspflicht vor der Tötung gibt, können Fische auf hoher See bei sogenanntem „Massenfang“ noch immer bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung getötet und aufgeschnitten werden. Dabei haben bereits zahlreiche Studien belegt, dass Fische ebenso Schmerzen empfinden können wie Schweine, Rinder und wir Menschen. [1]

Die absolute Mehrheit der Befragten (50 Prozent) spricht sich für die Einführung einer Betäubungspflicht von Fischen und anderen Meerestieren vor der Tötung aus, wie sie auch für Landwirbeltiere gilt, wenn dadurch das Leid der Meereslebewesen verringert werden kann.

Befragte wollen mehr vegane Fischalternativen

Inzwischen gibt es in vielen Supermärkten vegane Alternativen für Fischstäbchen, Backfisch und Sushi, sodass niemand tote Tiere kaufen muss, um den Geschmack von Fischfleisch zu genießen. Leider ist das Angebot in der Gastronomie bisher noch gering und auch nicht jeder Supermarkt bietet jede Fischalternative an.

Daher wünscht sich die relative Mehrheit von 41 Prozent der Befragten mehr pflanzliche Fischalternativen im Handel und der Gastronomie. Zudem fordert ein Drittel (33 Prozent), dass die Bundesregierung die finanzielle Förderung der Fischereiindustrie stoppt und stattdessen pflanzliche Fischalternativen fördert. 

Veganes Fischbroetchen
Veganes Fischbrötchen

PETA appelliert an Bundesregierung

Wir haben die Ergebnisse der INSA-Umfrage dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegt und bitten Bundesminister Cem Özdemir, Meerestiere stärker zu schützen.

Die nötigen Tierschutzmaßnahmen sollten durch entsprechende Gesetze realisiert werden. Dazu gehört die Einführung einer Betäubungspflicht von Fischen und anderen Meerestieren auf hoher See und die finanzielle Förderung von veganen Fischalternativen. Zudem sollten die Fangquoten drastisch reduziert werden bis hin zum vollständigen Ende der Fischerei.

„Eine Mehrheit der Befragten fordert mehr Schutz für Meerestiere. Jetzt muss die Politik handeln und die Fischerei abschaffen. So könnten Milliarden Meerestiere weiterleben und zudem unsere Ozeane und somit auch das Klima geschützt werden.“

Dr. Tanja Breining, PETA Deutschland

Wie Sie Fischen helfen können

Fische sind faszinierende Individuen, die Freude, Angst und Schmerz spüren können. Sie knüpfen soziale Kontakte, spielen miteinander, gehen gemeinsam auf Jagd und kommunizieren mit verschiedenen Lauten und über Körpersprache. [2, 3]

Helfen Sie Fischen und anderen Meerestieren, indem Sie Fischfleisch von Ihrem Speiseplan streichen und stattdessen auf eine vegane Ernährung setzen. Unser kostenloses Veganstart-Programm unterstützt Sie 30 Tage lang beim Einstieg mit nützlichen Tipps und leckeren Rezepten – per E-Mail oder in der kostenlosen App.

  • Quellen

    [1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013

    [2] Jonathan Balcombe (2016): Was Fische wissen, Wie sie lieben, spielen, planen: Unsere Verwandten unter Wasser / What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins

    [3] Bill François (2021): Die Eloquenz der Sardine, Unglaubliche Geschichten aus der Welt der Flüsse und Meere, Verlag C.H. Beck