Schlimmster Vogelgrippe-Ausbruch – über 1 Mio. Vögel getötet

Während die Corona-Pandemie Deutschland beschäftigt, ist eine weitere Krankheit ausgebrochen, die bereits über eine Million Todesopfer forderte: die Vogelgrippe. Es ist der schlimmste Ausbruch, den es jemals in Deutschland gab. Im Zeitraum vom Oktober 2020 bis Ende März 2021 wurden in 144 deutschen Ställen Ausbrüche des Virus gemeldet. [1]

1,4 Millionen Puten und Hühner gekeult

Bis Ende März wurden aufgrund der Vogelgrippe bereits 1,4 Millionen Tiere in Geflügelbetrieben getötet [2] – davon allein eine Million Vögel in Niedersachsen, wo das Virus am stärksten ausgebrochen ist. Besonders Puten sind betroffen.

Bisher wurden noch keine Küken getötet – doch dies ist nur eine Frage der Zeit, denn Brütereien züchten weiterhin Puten, während viele Ställe derzeit keine neuen Tiere aufnehmen dürfen und auch Transporte eingeschränkt wurden. Beim Ausbruch der Vogelgrippe 2016/2017 wurden über eine halbe Million Küken in deutschen Brütereien getötet. [2]

Tiertransporte verbreiten das Virus in Deutschland

Wie bereits beim letzten Ausbruch sind Geflügelbetriebe in Niedersachen am stärksten von der Vogelgrippe betroffen. Hotspot ist der Landkreis Cloppenburg, da hier sehr viele Puten gehalten werden. Doch auch weitere Bundesländer sind bereits betroffen. Durch Lebendtiertransporte wurden offenbar infizierte Tiere aus Nordrhein-Westfalen in andere Bundesländer gebracht, sodass es inzwischen auch Ausbrüche in Thüringen und Baden-Württemberg gibt. [1] Auch in Mecklenburg wurden bereits über 70.000 Puten und Hennen getötet. [3] Auch Zoos und Tierparks, in denen Vögel eingesperrt werden, sind von der Vogelgrippe betroffen. So wurden im März allein in einem sächsischen Tierpark 90 Vögel getötet. [4]

Bisher waren alle Versuche und Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe wenig erfolgreich. [5]

käfigInicjatywa na Rzecz Zwierzat BASTA

Ursache der Vogelgrippe liegt in der Tierhaltung

Behörden vermuten bisher, dass die Vogelgrippe von Zug- und Wildvögeln auf die Vögel in der industriellen Tierhaltung übertragen wird. Für uns von PETA Deutschland ist jedoch wahrscheinlich, dass die Ursache in der Geflügelindustrie selbst liegt, die unzählige Tiere zwischen allen Kontinenten hin- und hertransportiert. Hunderte Millionen Hühner stehen in den Ställen auf ihren eigenen Exkrementen und kommen mit den Ausscheidungen der anderen Tiere unmittelbar in Berührung. Der Kot der Tiere wird auf Feldern und Äckern ausgebracht, die auch von Wildvögeln aufgesucht werden. So kann das Virus von der Tierhaltung nach draußen gebracht und weiterverbreitet werden.

Während über die letzten Monate nur 1.000 infizierte Wildvögel gefunden wurden [1], werden über eine Million Tiere in den Zucht- und Mastanlagen getötet – teilweise auch „vorsorglich“. Gleichzeitig werden Millionen Hühner und Puten durch Deutschland zu Schlachthöfen transportiert.

„Solange wir hunderte oder sogar tausende Tiere unter artwidrigen Bedingungen in engen Ställen halten, müssen wir uns über derartige Massentötungen oder Virusmutationen, die auch für uns Menschen gefährlich werden können, nicht wundern.“

Lisa Kainz, PETA Deutschland

Was Sie tun können

Die Vogelgrippe ist nicht das einzige Virus, das durch die industrielle Tierhaltung und den Konsum von tierischen Produkten verbreitet wurde – auch die Schweinegrippe, Ebola und resistente Keime sind auf die Ausbeutung von Tieren zurückzuführen. Letztere könnten die nächste Pandemie auslösen.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot – helfen Sie also den Vögeln, indem Sie keine tierischen Produkte konsumieren und keine Zoos besuchen. Inzwischen gibt es zahllose leckere vegane Alternativen für Fleisch, Milch und Co., und auch anstelle des Zoobesuchs gibt es viele tierfreundliche Aktivitäten.