Bis 31. Oktober​: Spende gegen Tierversuche verdoppeln lassen​

Video: Influencer:innen geben Tieren aus Versuchslaboren ihre Stimme

Unter dem Motto „Steht auf für die Tiere in den Laboren“ meldet sich ganz Europa zu Wort: Am 9. August feierte das neue Video im Rahmen der großangelegten Kampagne für ein Ende aller Tierversuche in zwölf europäischen Ländern Premiere – mit Unterstützung Dutzender Prominenter. Aus jedem Land schenken jeweils drei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens den Tieren ihre Stimme und berichten von ihren grausamen Erfahrungen in Versuchslaboren. Für das deutsche Voiceover verliehen Dr. Mark Benecke, Aljosha Muttardi und Anne Menden ihre Stimme.

Das Video ist Teil der Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty-Free Cosmetics“ – die nicht nur das Ende von Tierversuchen für Kosmetika fordert, sondern ein Ende aller Tierversuche in der EU. Wenn es uns gelingt, bis Ende August weit mehr als eine Million Unterschriften von EU-Bürger:innen zu sammeln, ist der Druck hoch genug, damit sich die Europäische Kommission dem Thema Tierversuche annehmen muss.

Video mit Hund, Kaninchen, Schwein und Szenen aus Tierversuchen

Das neueste Video der tschechischen Organisation Svoboda zvířat zeigt Tierversuche aus der Perspektive der Tiere. „An manchen Tagen tun mir die Pfoten so weh, dass ich nicht mehr aufstehen kann. Ich habe mich an den Schmerz gewöhnt, aber die Schreie der anderen werde ich nie vergessen“, sagt der Beagle, dem Schauspielerin Anne Menden ihre Stimme für die deutschsprachige Videoversion geliehen hat, um über das schreckliche Leben im Käfig zu berichten.

Auch das Kaninchen, das von dem bekannten Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke synchronisiert wurde, hat die Experimente an seinem Körper überlebt; und das verängstigte Ferkel, das seine gesamte Familie verloren hat, erzählt seine Geschichte mit der Stimme von Aljosha Muttardi, Arzt und Influencer.

Hinter der Idee, sich der grausamen Alltagsrealität von Versuchstieren durch deren Augen zu nähern, steht die Kommunikationsexpertin Jolana Haismanová:

„Ich glaube, wir alle erinnern uns an einen tierischen Freund, zumindest aus unserer Kindheit, der uns lieb war. Der eine echte Persönlichkeit war oder noch ist. Was würde uns dieser Freund über die grausamen Tests erzählen, wenn er sie durchmachen müsste? Die Labore sind voller Individuen, die es einfach niemandem sagen können.“

Tiere in Versuchslaboren brauchen jede Unterschrift

Die Bürgerinitiative läuft nur noch wenige Tage. Gemeinsam mit anderen Organisationen aus ganz Europa sprechen wir Sie als EU-Bürger:innen daher dringend und direkt an:

„Dies ist eine einzigartige Chance, den Ausstieg aus Tierversuchen in ganz Europa einzuleiten. Wir brauchen für die Tiere noch immer so viele Unterschriften wie möglich, damit nach Abzug der doppelten und ungültigen Stimmen die nötige 1 Million übrig bleibt.“ Sabrina Engel von PETA Deutschland.

Laut der jüngsten Statistik der Europäischen Kommission wurden in der EU 2019 über 10,5 Millionen Tiere für Versuche missbraucht. Am häufigsten werden Experimente an Mäusen, Ratten und Fischen durchgeführt, oft aber auch an anderen Tierarten wie Hunden, Katzen, Schweinen oder Affen. Besorgniserregend ist, dass die Zahl sogenannter Versuchstiere von Jahr zu Jahr nicht nennenswert abnimmt, obwohl es eine breite Palette von Alternativmethoden wie künstliche Augenhornhaut, dreidimensionale Hautmodelle oder Multi-Organ-Chips gibt. Deren Einsatz hat sich jedoch noch nicht flächendeckend durchgesetzt und aus dieser Trägheit heraus werden weiterhin grausame Tierversuche durchgeführt.

Dringend: Jetzt Bürgerinitiative unterschreiben!

Trotz der europäischen Kosmetikverordnung, durch die seit 2013 Tierversuche für Kosmetika und deren Inhaltsstoffe eigentlich verboten sind, werden diese weiterhin an Tieren getestet – selbst Inhaltsstoffe, die ausschließlich in Kosmetika verwendet werden. Die REACH-Verordnung, eine entgegenstehende Verordnung, schreibt die Prüfung von Chemikalien zum Arbeitsschutz vor – ein unerlässlicher Aspekt, der jedoch mit tierversuchsfreien Testmethoden erfüllt werden sollte und könnte.

Bitte unterstützen Sie die Initiative gegen Tierversuche mit Ihrer Stimme unter www.tierversuche-stoppen.org. Gemeinsam können wir ein Zeichen gegen Tierversuche setzen!