#GivingTuesday: Hilf traumatisierten Tieren
Der Zähler ist abgelaufen.

Fischleder: Haie, Rochen & Co. für Luxushandtaschen gehäutet

Neben den Häuten von Rindern, Schafen und exotischen Tieren wie Reptilien oder Straußen werden auch Meerestiere wie zum Beispiel Rochen getötet, um aus deren Haut Leder herzustellen. Die Industrie möchte Verbraucher:innen dabei glaubhaft machen, Fischleder böte eine Möglichkeit, um gefährdete Tierarten, die für ihre Haut getötet werden, zu schützen. Jedoch fühlen auch Fische Schmerzen und wollen nicht für ihre Haut sterben.

Inhaltsverzeichnis

Alle Infos zu Fischleder und weshalb Sie nur mit veganen Lederalternativen wirklichen Artenschutz betreiben, finden Sie hier.

Was ist Fischleder?

Fischleder gilt als „seltene“ Lederart, da die Häute selbst als zu klein und unpraktisch zur Verarbeitung gelten. Aus diesem Grund macht die Industrie vor allem Jagd auf Rochen, da deren Körperumfang größere Hautflächen hergibt, um diese zu Rochenleder (auch „Galuchat“ genannt) weiterzuverarbeiten und Profite – vor allem im Luxussegment – zu erzielen.

Diese Fische werden häufig zur Herstellung von Fischleder getötet und gehäutet:

  • Rochen
  • Haie
  • Aale
  • Karpfen
  • Dorsche, bzw. Kabeljau
  • Seewölfe
  • Störe
  • Lachse

Wie stellt man Fischleder her?

Um Fischleder herzustellen, wird die vom toten Körper abgezogene Fischhaut gereinigt und in einem Gerbungsverfahren, oft mit Hilfe von Chemikalien und sogenannten Gerbsuden von jeglichem Fett befreit, getrocknet und auf diese Weise haltbar gemacht.

fischleder

Warum Sie Tierquälerei unterstützen, wenn Sie Fischleder kaufen

Viele der Fische, denen die Haut abgezogen wird, um daraus Leder herzustellen, stammen aus der sogenannten Aquakultur – industrielle Farmen wie beispielsweise Lachszuchten, auf denen teils Tausende Fische unter unhygienischen, nicht artgerechten Bedingungen zusammengepfercht gezüchtet und gehalten werden. Hinter jeder Fischhaut steckt – wie auch bei jedem anderen Stück Leder – die Haut eines Tieres, das leben wollte.

Lachse im Wasser

Andere Fische, wie beispielsweise Thunfische, Kabeljau, Heringe oder Haie, werden durch die industrielle Fischerei aus dem Meer gerissen – teils auch als sogenannter Beifang. Anderen Fischarten wie zum Beispiel Karpfen oder Forellen wiederum werden beim Angeln scharfe Haken in die Lippe gebohrt, bevor sie aus ihrem natürlichen Lebensraum unter Wasser an die Luft gezerrt werden, wo die Tiere keine Luft mehr bekommen. Anschließend werden sie alle häufig qualvoll und oft unter mangelhafter Betäubung getötet.

Fisch haengt im Fischernetz

Was für Produkte aus Fischleder gibt es?

Vor allem Haifischleder (oft verkauft unter dem Namen „Boroso“, eine andere Bezeichnung für die Haut eines Perlhaies) und Aalleder gelten als vermeintliche „exotische Rarität“, aus der zahlreiche „Luxusprodukte“ hergestellt werden, die moralisch genauso verwerflich sind wie beispielsweise Pelzmäntel.

  • Schuhe
  • Uhrenarmbänder
  • Jacken
  • Handtaschen
  • Portemonnaies
  • Gürtel
  • Aber auch mit Fischleder bezogene Möbelstücke wie Stühle und Sofas und vieles mehr

Was ist Island Leder?

Sogenanntes Island Leder ist eine besonders perfide Erfindung der Tierindustrie. Dabei werben Anbieter von Island Leder-Produkten wie Geldbörsen oder Visitenkartenetuis mit ihren vermeintlichen „Naturprodukten“. Bei Island Leder handelt es sich um eine ominöse Mischung zwischen der Haut von Kälbern und Fischleder.

Fischleder ist Tierquälerei und kein Artenschutz

Produzenten von Fischleder behaupten inzwischen, sie würden mit ihren Produkten einen Beitrag zum Artenschutz leisten, da dadurch keine bedrohten Reptilienarten getötet werden würden. [1] Es gäbe „ausreichend“ nicht bedrohte Fische, die sowieso bei der Herstellung von Fischfleisch in der Aquakultur getötet werden. Bei Fischleder handele es sich angeblich also um ein sogenanntes Abfallprodukt.

Empfindungsfähige Lebewesen wie Fische zu züchten, einzusperren und für jegliche Zwecke zu töten, ist moralisch nicht vertretbar und Teil eines speziesistischen und veralteten Denkmusters. Dabei gesteht sich der Mensch vollkommen willkürlich einen höheren Stellenwert zu, obwohl auch wir Menschen Tiere sind. Es ist nicht akzeptabel, andere Spezies zu missbrauchen und für deren Haut zu quälen – das schließt die tierquälerische und umweltschädliche Aquakultur, also die industrielle Nachzucht von Fischen, mit ein.

Vegan werden rettet Tierleben

Die Produktion von Leder, egal welchen Tieres, schadet den Tieren, der Umwelt und damit auch uns Menschen. Auch der Verzehr von Fischfleisch ist gesundheitsschädlich. Eine vegane Ernährung schützt nicht nur Tierleben, sondern auch das Klima und Ihre Gesundheit.

Wir begleiten Sie mit unserem 30-tägigen Veganstart-Programm bei Ihrem Umstieg in ein mitfühlendes Leben – kostenlos per App oder Mail.