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Verstecktes Tierleid: Weichspüler enthält Schlachtabfälle

Wussten Sie, dass in Weichspüler oft sogenannte Schlachtabfälle bzw. Schlachtnebenprodukte enthalten sind? Um Wäsche weich und kuschelig zu machen, wird für viele Weichspüler das Fett getöteter Tiere verwendet – obwohl es tierleidfreie Alternativen gibt. Hier erfahren Sie, was genau in Weichspülern steckt und welche veganen Weichspüler ohne tierische Fette erhältlich sind.

„Schlachtabfälle“: Was steckt in Weichspüler?

Weichspüler wird verwendet, damit gewaschene Wäsche weich ist und duftet. Um den weichen Effekt zu erzielen, werden sogenannte kationische Tenside eingesetzt, die in die Fasern eindringen und sie geschmeidig machen. Diese Tenside werden oft aus tierischen Fetten erzeugt, also aus Talg oder Körperfett von getöteten Rindern, Schweinen oder anderen Tieren. Dafür werden die Tiere im Schlachthaus per Bolzenschuss betäubt oder mit CO2 in einer Gondel vergast, bevor sie kopfüber aufgehängt werden. Anschließend wird ihnen die Kehle aufgeschnitten, damit sie ausbluten. Oftmals kommt es zu Fehlbetäubungen, wodurch die Tiere den Kehlenschnitt bei teilweise vollem Bewusstsein erleben müssen. Nach ihrem Tod werden die Körper der Tiere zerschnitten und zerhackt. Ihr Fett wird anschließend chemisch bearbeitet, bevor es für die Herstellung von Weichspüler eingesetzt wird. Die Schlachthöfe haben dadurch einen Abnehmer für die Nebenprodukte und müssen diese nicht kostspielig entsorgen.

Sind Weichspüler vegan?

Vegan bedeutet, dass für ein Lebensmittel oder Produkt keine Tiere ausgebeutet, getötet oder auf andere Weise genutzt wurden. Weichspüler, die tierische Fette enthalten, sind demnach nicht vegan, da für die Herstellung ein Tier gequält und getötet wurde.

Rinder, Schweine und andere Tiere werden in der Tierwirtschaft unter schrecklichen Bedingungen gehalten. Sie müssen oftmals zu Hunderten oder Tausenden auf engstem Raum in ihren eigenen Exkrementen leben. Viele Tiere sind durch die katastrophale Haltung oder ihre Qualzucht krank und erhalten routinemäßig hohe Antibiotikagaben. Auch sind viele von ihnen chronisch gestresst, da sie ihren natürlichen Bedürfnisse nicht nachgehen können: Rinder können meist nicht mit ihren Artgenossen auf einer Wiese grasen, Schweine ihre Umgebung nicht erkunden und Hühner ihre Eier nicht ausbrüten. Nach oft nur wenigen Monaten, also lange vor Erreichen ihrer natürlichen Lebenserwartung, werden sie zum Schlachthof transportiert und getötet.  

Welcher Weichspüler ist ohne tierische Fette?

Weichspüler basieren auf organischen Verbindungen, die auch aus pflanzlichen Fetten gewonnen werden können. [1] So gibt es eine Vielzahl an veganen und damit tierfreundlichen Weichspülern, die zudem die Umwelt nicht so stark belasten. Weichspüler, die Erdöl enthalten, bauen sich beispielsweise schlechter ab, und Produkte mit tierischen Fetten belasten das Klima, da die globale Tierwirtschaft bis zu 20 Prozent der Treibhausgase erzeugt – mehr als der weltweite Verkehrssektor. [1]

Für die Umwelt wäre es am besten, wenn wir keinen Weichspüler benutzen würden, denn „weiche“ Wäsche ist reine Gewohnheitssache. Wenn Sie aber nicht darauf verzichten möchten, greifen Sie bitte zu veganen und tierversuchsfreien Produkten – denn die sind besser für die Tiere, die Umwelt und Ihre Gesundheit. Auf PETAs Liste von tierversuchsfreien Produkten finden Sie alle Hersteller, die sich gegen Tierversuche einsetzen, und eine umfassende Übersicht über vegane Produkte.